Luftbeobachtung


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Die Luftbeobachtung kann vorbeugend oder aufgrund konkreter Großschadensereignisse oder Katastrophen geschehen.
Hauptaufgaben sind die Erkundung und Feststellung großflächiger Schadenslagen, die Führung und Führungsunterstützung für am Boden eingesetzte Einheiten aus der Luft, die Gewässerüberwachung, die Beförderung von Personen (z.B. Sachverständigen), die Verkehrsüberwachung oder der Transport wichtiger Güter.

Beschreibung

  1. Der Deutsche Flugbeobachtungsdienst, Luftrettungsstaffel Bayern e.V. führt selbständig Luftbeobachtungsflüge durch. Bei Schadensfällen jeglicher Art werden diese über Flugfunk an die jeweils örtlich zuständige Rettungsleitstelle gemeldet.
     
  2. Für die Katastrophenschutzbehörden stehen in Unterfranken 59 ausgebildete Luftbeobachter und 35 besonders geschulte Einsatzpiloten mit 16 für den digitalen BOS - Funk vorgerüsteten Flächenflugzeugen von den Stützpunkten Haßfurt, Hettstadt, Mainbullau und Schweinfurt aus zur Luftbeobachtung zur Verfügung.
     
  3. Jede Kreisverwaltungsbehörde verfügt über mindestens zwei ausgebildete Luftbeobachter. Außerdem stehen auf Anforderung jeder Kreisverwaltungsbehörde auch alle anderen unterfränkischen Luftbeobachter (Mitarbeiter des Katastrophenschutzes, der Feuerwehr und der Forstverwaltung) zur Verfügung. Die untere Katastrophenschutzbehörde kann im Rahmen ihrer Zuständigkeit den Einsatz von Luftbeobachtern anordnen. Dies kann vorbeugend oder aufgrund konkreter Großschadensereignisse oder Katastrophen geschehen. Hauptaufgaben sind die Erkundung und Feststellung großflächiger Schadenslagen, die Führung und Führungsunterstützung für am Boden eingesetzte Einheiten aus der Luft, die Gewässerüberwachung, die Beförderung von Personen (z.B. Sachverständigen), die Verkehrsüberwachung oder der Transport wichtiger Güter. Im Rahmen der vorbeugenden Waldbrandbekämpfung ordnet die Regierung von Unterfranken - im Benehmen mit der Forstdirektion Unterfranken - bei Vorliegen einer erhöhten Waldbrandgefahr die Luftbeobachtung für den gesamten Regierungsbezirk oder einzelne Regionen an. Diese erfolgt i.d.R. nachmittags an Wochenenden und Feiertagen.
     
  4. Bei regierungsbezirksweiten oder regionalen besonderen Gefahrenlagen kann die Regierung von Unterfranken ebenfalls die vorbeugende Luftbeobachtung anordnen. Dies kann auch mittels eines in Bereitschaft gehaltenen, sofort einsatzfähigen Flugzeugs geschehen.
     
  5. Die nach Nrn. 3 und 4 angeordneten Luftbeobachtungen werden den betroffenen Kreisverwaltungsbehörden, dem Polizeipräsidium Unterfranken und den unterfränkischen Polizeidirektionen, Feuerwehreinsatzzentralen und Rettungsleitstellen per E-Mail mitgeteilt, die bei Vorliegen konkreter Gefahren- und Schadenslagen auf die Luftbeobachter zugreifen können. Die Kosten hierfür trägt in diesen Fällen die Regierung von Unterfranken.

 

Voraussetzungen

In Fällen der vorbeugenden Waldbrandbekämpfung das Vorliegen hoher Waldbrandgefahr an Wochenenden und Feiertagen (Stufe 4). Bei sehr hoher Waldbrandgefahr (Stufe 5) wird die tägliche Luftbeobachtung (auch unter der Woche) durch die Regierung von Unterfranken angeordnet.

Kosten

Die Kosten für eine Flugstunde betragen zur Zeit 180,- € (zzgl. der gesetzl. MWSt.) und sind von der anordnenden Behörde zu tragen. Hinzu kommen noch die Reisekosten für die Luftbeobachter.

Rechtsgrundlagen

Art. 1 Abs. 1 i. V. m. Art. 3 Abs. 1 und 2 Bayer. Katastrophenschutzgesetz (BayKSG).

Weitere Informationen

Stand: 02.05.2018