Inklusion und Schule


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Laut Art. 2 Satz 2 (BayEUG) ist inklusiver Unterricht Aufgabe aller Schulen. Als Folge ist die inklusive Schule auch ein Ziel der Schulentwicklung aller Schulen (vgl. Art. 30 b Satz 1 BayEUG, letzte Änderung 23.04.2014).

Beschreibung

Mit dem Inkrafttreten der UN-Behindertenkonvention in Deutschland im März 2009 hat die Bundesregierung und alle Bundesländer die Aufforderung der UN-BRK angenommen, den gleichberechtigten Zugang für Menschen mit Behinderungen zu den in der UN-Konvention formulierten Rechten stetig zu verbessern. Für die Bundesregierung bedeutet Inklusion, dass Menschen mit und ohne Behinderung von Anfang an gemeinsam in allen Lebensbereichen selbstbestimmt zusammenleben. Die Umsetzung der Konvention wird jedoch als eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung und damit als eine langfristige gemeinsame Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen betrachtet.

Inklusion als gesellschafts-, sozial- und bildungspolitische Leitidee lehnt Segregation anhand bestimmter Merkmale ab. Sie zielt auf eine Lebenswelt ohne Ausgrenzung und begreift Diversität (Heterogenität) als Normalfall, Bereicherung und Bildungschance.

Inklusive Bildung basiert danach auf der Annahme, dass sich Kinder an verschiedenen Bildungsorten treffen, die sich in vielfältiger Weise voneinander unterscheiden (z. B. hinsichtlich Alter, Geschlecht, Interessen und Stärken, Lern- und Entwicklungstempo, spezifischem Lern- und Unterstützungsbedarf sowie ihrem kulturellen oder sozioökonomischen Hintergrund). Um dieses Recht ohne Diskriminierung und auf der Grundlage der Chancengleichheit zu verwirklichen, gewährleisten die Vertragsstaaten ein integratives / inklusives Bildungssystem auf allen Ebenen („inclusive education system“) und lebenslanges Lernen (vgl. Art. 24 Abs. 2 lit. b). Inklusive Bildung von Menschen mit und ohne Behinderung wurde damit zum Leitbild für das deutsche und auch das bayerische Bildungssystem und gewährt Kindern/Jugendlichen mit Behinderungen die gleichberechtigte Teilhabe an Bildung. Die Entscheidung über den Bildungsort liegt in der Verantwortung der Eltern, doch steht das Wohl des Kindes oder des Jugendlichen im Vordergrund.

In diesem Sinne verabschiedete der bayerische Landtag am 13.07.2011 den parteiübergreifenden Gesetzesentwurf des Bayerischen Gesetzes über Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG) und legte damit den Grundstein für ein inklusives bayerisches Bildungswesen.

Seit dem Schuljahr 2016/17 steht in allen Schulamtsbezirken Unterfrankens das unabhängige "Beratungsangebot Inklusion" zur Verfügung. Die Beratungsteams bestehen aus einer erfahrenen Lehrkraft aus der Grund- bzw. Mittelschule sowie einer Lehrkraft aus der Förderschule. Zudem hat jedes Schulamt einen Kooperationsschulrat für den Bereich "Inklusion", der über die Homepage der Staatlichen Schulämter erreichbar ist.

Rechtsgrundlagen

Weitere Informationen

Stand: 29.01.2018