EU-Wasserrahmenrichtlinie


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Seit dem Jahr 2000 sind für alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union die Vorgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie verbindlich eingeführt. Die Richtlinie hat dabei zum Ziel, dass alle Gewässer den guten Zustand erreichen. Dieses Ziel gilt sowohl für die Flüsse, Bäche und Seen (sogenannte Oberflächengewässer) wie auch für das Grundwasser. Neu ist dabei der Ansatz, die Gebiete nicht mehr in Verwaltungsgrenzen zu unterteilen sondern nach hydrologischen und hydrogeologischen Einheiten zu betrachten. So fokussiert die EU-Wasserrahmenrichtlinie ganze Flussgebiete.
Bayern hat dabei Anteile an den Flussgebieten Donau, Rhein, Elbe und Weser.

Beschreibung

Die Regierung von Unterfranken hat für den Bayerischen Teil des Einzugsgebietes des Mains die Federführung sowie für das gesamte, länderübergreifende Einzugsgebiet den Vorsitz in der Koordinierungsgruppe zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Das Einzugsgebiet des Mains erstreckt sich dabei auf die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Thüringen.
Die Regierung von Unterfranken ist zuständig für die Bearbeitung im Planungsraum Unterer Main, der in etwa dem Regierungsbezirk Unterfranken entspricht. Die Bearbeitung erfolgt in kleineren Gebietseinheiten, den sogenannten Planungsräumen.
Voraussetzung, um den guten Zustand der Gewässer zu erreichen, sind intakte strukturreiche Lebensräume an und in den Gewässern, ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasserentnahmen und -einleitungen sowie fallweise eine Reduzierung von Stoffeinträgen aus menschlichen Tätigkeiten.
Vieles, was die EU-Wasserrahmenrichtlinie fordert, ist in Bayern bereits bewähre Praxis. Neu sind ein enges Zeitkorsett, eine Gesamtplanung mit neuen Qualitätskomponenten sowie die Verpflichtung, Zwischenergebnisse an die Europäische Kommission zu berichten.
Die sogenannte Aktualisierung der Bestandsaufnahme aus dem Jahr 2013 beurteilt anhand der vorliegenden Monitoringergebnisse, ob die Gewässer den guten Zustand jetzt schon erreicht haben oder bis 2021 voraussichtlich erreichen. Ist das nicht der Fall, sind ergänzende Maßnahmen erforderlich, um die gesteckten Ziele zu erreichen.
Bis 2015 sind deshalb erneut Bewirtschaftungspläne zu erstellen, die unter anderem in Maßnahmenprogrammen aufzeigen, was künftig an den Gewässern getan werden muss, um das Ziel der EU-Wasserrahmenrichtlinie, den „guten Zustand“, zu erreichen. Planungen von Einzelmaßnahmen bleiben jedoch gesonderten Verfahren vorbehalten.
Nach den Vorgaben der Richtlinie erfolgt die Bearbeitung unter enger Einbindung der Öffentlichkeit. Ein Element ist dabei das Regionale Wasserforum, das die Regierung von Unterfranken immer wieder durchführt. Das Regionale Wasserforum vom 04.07.2014 fasste die Ergebnisse der aktualisieren Bestandsaufnahme und der Monitoringprogramme zusammen, zeigte die zeitliche Abfolge der künftigen Bearbeitungsschritte auf und gab einen Überblick über die Inhalte und die Vorgehensweise bei der neuen Bewirtschaftungsplanung. Die Vorträge des Regionalen Wasserforums sind unter „weitere Informationen“ zu finden.

Weitere Informationen

Downloads

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Dokument Typ Dateigröße
Regionales Wasserforum 2014 Tagesordnung Würzburg PDF 142 KB
Regionales Wasserforum 2014 Top2 Guschker WRRL Zustandsbewertung PDF 3.416 KB
Regionales Wasserforum 2014 Top3 1 Heilmeier WRRL Wasserberater in Unterfranken PDF 2.247 KB
Regionales Wasserforum 2014 Top3 2 Rixen 2014 WRRL Umsetzung WWA AB PDF 6.027 KB
Regionales Wasserforum 2014 Top3 3 Pilhofer WRRL Umsetzung WWA KG PDF 3.355 KB
Regionales Wasserforum 2014 Top4 1 Bauer WRRL Prozess Maßnahmenplanung PDF 1.269 KB
Regionales Wasserforum 2014 Top4 2 Geyer WRRL Landwirtschaftsverwaltung Maßnahmenplanung PDF 1.814 KB
Stand: 19. Januar 2016