Klärschlammverwertung nach dem "Straubinger Modell"


Foto Klärschlamm Straubing

Ihre Ansprechstelle:

Stadt Straubing
Entwässerungsbetrieb

Herr Buchmeier
Tel: 09421/7020316
Imhoffstr. 100
94315 Straubing

Inhalt des Kooperationsprojektes

Die Stadt Straubing entwässert seit 2001 ihren Klärschlamm und lässt ihn in Kohlekraftwerken thermisch verwerten.

Zusätzlich nimmt die Stadt Straubing auch den Klärschlamm von derzeit 29 Umlandgemeinden an. Die Gemeinden bezahlen für die Aufbereitung und Entsorgung ca. 19 € pro m³ Rohschlamm (Feststoffgehalt 4 %).

Für die nahe Zukunft ist eine eigene Verbrennungsanlage mit Phosphatrückgewinnung geplant.

Ausgangslage

Die Stadt Straubing hat sich im Jahr 2001 entschieden, den Klärschlamm nicht mehr einer problematischen landwirtschaftlichen Verwendung zuzuführen, sondern in Kohlekraftwerken thermisch verwerten zu lassen.

Aus Gründen der Planungs- und Entsorgungssicherheit hat die Stadt Straubing die thermische Verwertung des Klärschlamms über einen Zeitraum von 10 Jahren ausgeschrieben und an die Fa. E.on vergeben.

Vorteile der Zusammenarbeit

  • Aufgrund der technischen Verhältnisse auf der Großkläranlage (ausreichende Entwässerungskapazität, separate Behandlung des Schlammwassers) kann zu niedrigen und stabilen Preisen eine langfristig gesicherte Entsorgung für die gesamte Region angeboten werden
  • Durch den Wegfall der landwirtschaftlichen Verwertung hätten die Gemeinden ansonsten eine eigene Schlammentwässerung aufbauen müssen oder für eine Lohnentwässerung zusätzliche Mittel aufbringen müssen, was unterm Strich zu einer entsprechenden Mehrbelastung der Beitrags- und Gebührenzahler geführt hätte
  • Das praktizierte Konzept entspricht auch der politischen Forderung weg von der Landwirtschaft hin zur Verbrennung
  • Die Kooperation führt zu einer Minderung des CO2-Ausstoßes durch Vermeidung von langen Transporten des schweren (wasserhaltigen) Klärschlamms sowie durch ökologisch und ökonomisch sinnvolle Verwendung als ergänzenden Brennstoff zur Energieerzeugung

Rechtliche Grundlage

Zweckvereinbarungen (s.Beispiel unter "Downloads") oder privatrechtliche Verträge

Kooperationspartner

29 Gemeinden im Straubinger Umland (22 Gemeinden mit Zweckvereinbarung, im Übrigen privatrechtliche Verträge)

Downloads

Hier können Sie u. a. Formulare, Dokumente, Präsentationen, Bilddokumente mit weiteren Informationen herunterladen.

Dokument Typ Dateigröße
Zweckvereinbarung (Beispiel) PDF 2.473 KB
Skript von Herrn Hans Buchmeier PDF 356 KB
Stand: 23. Februar 2016