Presseinfo 360/12 — 03. Dezember 2012


Ausbau der Knotenpunkte „Hafen-West“ und „Hafen-Mitte“ der B 26, Darmstädter Straße, in Aschaffenburg

Regierung von Unterfranken leitet Planfeststellungsverfahren ein


Würzburg (ruf) – Das Staatliche Bauamt Aschaffenburg hat bei der Regierung von Unterfranken die Durchführung des Planfeststellungsverfahrens für den Ausbau der Knotenpunkte „Hafen-West“ und „Hafen-Mitte“ der B 26, Darmstädter Straße, in Aschaffenburg beantragt.

Der auszubauende Abschnitt der B 26 liegt im Westen der Stadt Aschaffenburg und führt auf ganzer Länge zwischen dem nördlich gelegenen Gebiet des Bayernhafens Aschaffenburg sowie dem südlich gelegenen historischen Landschaftspark Schönbusch hindurch. Die B 26 soll zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit zwischen den Knotenpunkten „Hafen-West“ und „Hafen-Mitte“ zweibahnig ausgebaut werden. Der Knotenpunkt „Hafen-West“, über den auch der Waldfriedhof angebunden ist, erhält zudem eine ausreichend lange Linksabbiegerspur. Am Knotenpunkt „Hafen-Mitte“ wird wie bisher die „Hafenkopfstraße“ zum Hafengebiet sowie zukünftig auch die Zufahrtsstraße zum Landschaftspark Schönbusch angebunden und mit Hilfe einer Lichtsignalanlage geregelt werden. Verkehrszählungen aus dem Jahr 2009 haben ergeben, dass täglich zwischen 22.000 und 23.000 Kraftfahrzeuge mit einem durchschnittlichen Schwerverkehrsanteil von ca. 10 % auf dieser Strecke verkehren. Die Verkehrsbelastung wird sich bis zum Jahr 2025 auf voraussichtlich 30.000 Fahrzeuge am Tag weiter erhöhen.

Bereits im gegenwärtigen Zustand sind die Kreuzungsbereiche an den beiden Knotenpunkten dieser Belastung nicht gewachsen, weshalb es in diesem Bereich vor allem morgens und abends zu stärkeren Behinderungen des Verkehrs auf der B 26 kommt. Aufgrund zu kurzer Abbiegespuren und einer unzureichenden Fahrbahngeometrie kann der Schwerlastverkehr am Knotenpunkt „Hafen West“ nur sehr langsam und unter Mitbenutzung der Geradeausfahrspur abbiegen. Dadurch wird sowohl der nachfolgende als auch der entgegenkommende Verkehr behindert. Am Knotenpunkt „Hafen Mitte“ ist nur noch das Rechtseinbiegen in die B 26 möglich, da das Linkseinbiegen aufgrund des ständigen Rückstaus und der zahlreichen Verkehrsunfälle beim Einbiegen des Schwerlastverkehrs in die B 26 aus Verkehrssicherheitsgründen unterbunden werden musste.

Um die Leistungsfähigkeit und Verkehrssicherheit der B 26 in diesem Bereich zu erhöhen, wird die Bundesstraße zwischen den Knotenpunktsbereichen daher auf vier Geradeausfahrstreifen sowie Links- bzw. Rechtsabbiegestreifen verbreitert. Als Mitteltrennung ist ein 6 m breiter Grünstreifen vorgesehen, der den historischen Alleencharakter der B 26 aufrecht erhalten soll. Die Knotenpunktszufahrten „Stockstadter Weg“ und „Hafenkopfstraße“ werden mit jeweils einer Links- und einer Rechtsabbiegespur konzipiert. Durch die Optimierung der Fahrgeometrie innerhalb der Knotenpunktsbereiche wird künftig ein zügiges Einbiegen in die B 26 für den Schwerverkehr ermöglicht.

Die Regierung von Unterfranken ist für das Planfeststellungsverfahren zuständig und hat im Rahmen des Anhörungsverfahrens alle relevanten privaten und öffentlichen Belange zu ermitteln und zu prüfen. Zu diesem Zweck holt die Regierung von Unterfranken zum einen die Stellungnahmen der einschlägigen Fachbehörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange ein und beteiligt die betroffenen Gemeinden. Zum anderen werden die Planunterlagen von der Stadt Aschaffenburg einen Monat lang zur Einsichtnahme für alle Interessierten ausgelegt. Nach Ablauf der Auslegungsfrist haben Betroffene zwei weitere Wochen Zeit, um Einwendungen gegen die Planung zu erheben. Ort und Zeit der Auslegung sowie Näheres zu der Möglichkeit, Einwendungen zu erheben, werden in Kürze von der Stadt Aschaffenburg ortsüblich bekannt gemacht.

Hinweis: Hier erhalten Sie weitere Informationen zu der geplanten Maßnahme (Erläuterungsbericht und Übersichtskarte). 

Anlage

Hier können Sie u. a. Formulare, Dokumente, Präsentationen, Bilddokumente mit weiteren Informationen herunterladen.

Dokument Typ Dateigröße
Übersichtskarte zur geplanten und beantragten Maßnahme PDF 2.019 KB

Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109