Presseinfo 210/14 — 22. August 2014


Regierung veranstaltet Fachforum der Mehrgenerationenhäuser

-Vorankündigung-


Würzburg (ruf) – Am 10. September 2014 findet bei der Regierung von Unterfranken das erste Fachforum der Mehrgenerationenhäuser Unterfrankens statt.

Mit Unterstützung der Aktionsprogramme MehrGenerationenHäuser I und II der Bundesregierung sind bislang zwölf Mehrgenerationenhäuser in Unterfranken eingerichtet; ihre Angebote reichen von Betreuungen, Mittagstischen, Sport- und Freizeiteinrichtungen bis hin zu Integrations- und Bildungsleistungen wie Sprach- oder Computerkursen – um nur einige zu nennen. Damit stärken die Mehrgenerationenhäuser in Unterfranken den gesellschaftlichen Zusammenhalt in ihrer jeweiligen Stadt oder Gemeinde und tragen wesentlich dazu bei, das Freizeit- und Bildungsangebot zu erhöhen.

Nach dem aktuellen Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2015 ist die Weiterförderung der Mehrgenerationenhäuser im nächsten Jahr beabsichtigt.

Das sind gute Anlässe, um das Thema auf Regierungsbezirksebene zu diskutieren.

Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer hat daher die unterfränkischen Koordinatoren und Verantwortlichen der Mehrgenerationenhäuser, sowie Vertreter der Kirchen, aus Politik und Verwaltung zu einem ersten gemeinsamen, unterfränkischen Fachforum mit dem Themenschwerpunkt „Gesellschaftlicher Mehrwert durch MehrGenerationenHäuser“ eingeladen.

„MehrGenerationenHäuser unterstützen hauptamtliche Strukturen mit freiwilligem Engagement. Sie sind zentrale Akteure der kommunalen Dienstleistungslandschaft, ermöglichen allen Generationen eine gesellschaftliche Teilhabe und halten unterstützende Angebote und Stukturen vor, um den Alltag als Familie und Alleinstehender gut bewältigen zu können. Unser Anliegen ist es daher, die vielfältigen Wirkungsweisen und den Mehrwert der MehrGenerationenHäuser herauszustellen, Impulse für die Fortführung zu geben und damit MehrGenerationenHäuser als starke Partner für starke Kommunen zu sichern“, so der Regierungspräsident bereits in seinem Einladungsschreiben.

Hier erhalten Sie mehr Info zum Programm:
Kontakt: mehrgenerationen@reg-ufr.bayern.de

Hinweis: Die Presseeinladung erfolgt noch gesondert. Medienvertreter sind bereits jetzt herzlich eingeladen.
 

Hintergrundinformation zu Mehrgenerationenhäusern
(Quelle: mehrgenerationenhaeuser.de)

Mehrgenerationenhäuser sind zentrale Begegnungsorte, an denen das Miteinander der Generationen aktiv gelebt wird. Mittelpunkt jedes Mehrgenerationenhauses ist der Offene Treff.

Eatbliert hat sich der Begriff des Mehrgenerationenhauses insbesondere durch die Aktionsprogramme I und II der Bundesregierung. Mit Beginn des Jahres 2012 startete das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), in dem die 450 teilnehmenden Mehrgenerationenhäuser gemeinsam mit ihren Standortkommunen passgenaue Antworten und individuelle Lösungen für die kleinen und großen Alltagsherausforderungen der Menschen vor Ort entwickeln. Bundesweit verfügen heute nahezu alle Landkreise und kreisfreien Städte über ein eigenes Mehrgenerationenhaus.

Bayernweit werden über 80 Mehrgenerationenhäuser durch das Aktionsprogramm II unterstützt, Standorte in Unterfranken sind in den Städten und Gemeinden Aschaffenburg, Arnstein-Binsfeld, Bad Kissingen, Bad Königshofen, Großostheim, Haßfurt, Johannesberg, Kitzingen, Miltenberg, Üchtelhausen, Waldbrunn und Würzburg.

In ihren Städten und Gemeinden gehen die Mehrgenerationenhäuser verbindliche und langfristige Partnerschaften mit anderen Akteuren ein. Dazu gehören Verbände, Kultur- und Bildungseinrichtungen, Stiftungen, Freiwilligenagenturen, Medien und lokale Wirtschaftsunternehmen. So sind die Häuser mittlerweile ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens und stellen Knotenpunkte des freiwilligen Engagements dar. In jedem Haus des Aktionsprogramms kann daneben auch der Bundesfreiwilligendienst geleistet werden.

Im Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II als Programm des Europäischen Sozialfonds (ESF) des BMFSFJ erhalten alle 450 Mehrgenerationenhäuser von 2012 bis 2014 einen jährlichen Zuschuss von 40.000 Euro. Davon stammen 30.000 Euro aus Mitteln des Bundes und des ESF. 10.000 Euro werden von der jeweiligen Standortkommune beziehungsweise vom Land oder vom Landkreis übernommen. Die Förderung aus Mitteln des ESF ist mit dem Ziel verbunden, dass die Mehrgenerationenhäuser durch ihre Angebote dazu beitragen, den Zugang zum und die Integration in den Arbeitsmarkt sowie die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf zu verbessern. Mit der Veranschlagung von 16 Millionen Euro im Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2015 ist beabsichtigt die Weiterförderung aller 450 Mehrgenerationenhäuser im gleichnamigen Aktionsprogramm des Bundes für 2015 zu sichern.

Inhaltliche Schwerpunkte sind: 1. Alter und Pflege, 2. Integration und Bildung, 3. Angebot und Vermittlung von Haushaltsnahen Dienstleistungen, 4. Freiwilliges Engagement
Entscheidend ist, dass sich der beschäftigungs- und integrationsfördernde Charakter des Aktionsprogramms Mehrgenerationenhäuser II als die Grundlage für die ESF-Förderung in der konkreten Umsetzung der vier Handlungsfelder und aller damit einhergehenden Aktivitäten und Angebote wieder finden muss; Beispiele sind Dienstleistungen und Betreuungsangeboten für Senioren, Kinder, Familien, generationenübergreifende Kreativ-Freizeitangebote, Sprachkurse, Integrationsbegleitung, Hausaufgabenhilfe, Angebote haushaltsnaher Dienstleistungen oder die Durchführung von Engagementprojekten.


Ein Partner zur Umsetzung des Aktionsprogramm ist „Die Serviceagentur MehrGenerationenHäuser“, sie ist der zentrale Ansprechpartner der Mehrgenerationenhäuser für alle organisatorischen Belange. Nach dem Prinzip »Hilfe zur Selbsthilfe« unterstützt die Serviceagentur die Häuser bei der Entwicklung und Weiterentwicklung eigenständiger Konzepte und Steuerungsstrukturen.

Anlage

Hier können Sie u. a. Formulare, Dokumente, Präsentationen, Bilddokumente mit weiteren Informationen herunterladen.

Dokument Typ Dateigröße
Übersichtskarte über die Standorte der Mehrgenerationenhäuser in Unterfranken Bild 1.199 KB

Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109