Presseinfo 223/14 — 03. September 2014


Zugangszahlen bei den Asylbewerbern steigen weiter dramatisch

Regierung stellt in der Gemeinschaftsunterkunft Würzburg vorsorglich Zelte auf und nimmt nunmehr auch Direktzuweisungen an die Kreisfreien Städte vor


 

Pi-223 Asylsituation Aufstellung Von Zelten(Foto: BRK Kreisverband Würzburg):
Helferinnen und Helfer des Kreisverbandes Würz-
burg des Bayerischen Roten Kreuzes freuen sich
nach dem Zeltaufbau in der Gemeinschaftsunter-
kunft Würzburg über ihren Beitrag für das Wohl
ankommender Asylbewerber.
Bild in Originalgröße

Würzburg (ruf) – Der Regierung von Unterfranken werden ab sofort wöchentlich bis zu 150 Asylsuchende vom Landesbeauftragten zur Verteilung in Unterfranken zugewiesen. Nachdem die Kapazitätsgrenzen der von der Regierung vorgehaltenen Gemeinschaftsunterkünfte erschöpft sind, können Asylbewerber dort derzeit nur noch vereinzelt untergebracht werden. Die Regierung sieht sich daher gezwungen, den Landratsämtern und Kreisfreien Städten Aschaffenburg, Schweinfurt und Würzburg in verstärktem Maße Asylbewerber nach bestimmten festgelegten Quoten zur Unterbringung zuzuweisen.

Die organisatorische Abwicklung der Zuteilung an die Landratsämter und Kreisfreien Städte erfolgt von der Gemeinschaftsunterkunft Würzburg aus. Um den Asylsuchenden im Bedarfsfall bis zur Weiterfahrt an ihren neuen Bestimmungsort eine Aufenthaltsmöglichkeit bieten zu können, wurden gestern Nachmittag in der Gemeinschaftsunterkunft Würzburg vom Kreisverband Würzburg des Bayerischen Roten Kreuzes vorsorglich vier Zelte mit Zeltheizung und Beleuchtung aufgestellt.

In den letzten vier Wochen wurden der Regierung von Unterfranken regelmäßig wöchentlich zwischen 80 und 100 Asylsuchende vom Landesbeauftragten zur Verteilung in Unterfranken zugewiesen. In den nächsten vier Wochen ist nach derzeitigem Stand mit insgesamt bis zu 600 weiteren Asylbewerbern in Unterfranken zu rechnen.

Die Einrichtung neuer Gemeinschaftsunterkünfte wird zwar von der Regierung mit äußerst großem Nachdruck betrieben, kann aber mit der dramatischen Entwicklung nicht Schritt halten. Deshalb ist die Regierung weiter auf der Suche nach „Notunterkünften“, in denen im Bedarfsfall vorübergehend Asylbewerber untergebracht werden können.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109