Presseinfo 233/14 — 15. September 2014


Baurecht für die Erneuerung der Talbrücke Klöffelsberg im Zuge der A 7


Würzburg (ruf) – Die Regierung von Unterfranken schafft mit dem Planfeststellungsbeschluss vom 10.09.2014 Baurecht für die Erneuerung der Talbrücke Klöffelsberg, einer Brücke der Bundesautobahn A 7 zwischen den Anschlussstellen Hammelburg und Wasserlosen.

Die gesamte Streckenlänge für die Baumaßnahme beträgt 1.540 m. Auf das Brückenbauwerk entfallen davon rund 350 m. Die Anpassungsstrecken an die bestehende Bundesautobahn sind insgesamt 1.190 m lang.

Die Brückenerneuerung erfolgt bestandsnah, wobei die Querneigung und die Querschnittsbreiten im Bauwerksbereich auf ein regelgerechtes Maß gebracht werden. Der Trassenverlauf orientiert sich strikt am Bestand. Aus gestalterischen Gründen wird die Anzahl der Brückenfelder der Talbrücke von derzeit zehn auf acht Felder reduziert.

Der vorhandene Rastplatz „Klöffelsberg“ südlich des Brückenbauwerks wird aufgelassen und mittelfristig durch einen neuen größeren Parkplatz mit WC-Anlage an einem noch festzulegenden Standort ersetzt.

Seit einer umfangreichen Sanierung des Bauwerks in den 1990er Jahren aufgrund markanter Schäden in der Vorspannung der Brückenüberbauten ist zwischenzeitlich eine weitere erhebliche Verschlechterung der Bauwerkssubstanz eingetreten. Bereichsweise wurde eine ohne Betondeckung freiliegende Spannstahlbewehrung festgestellt.

Vorausgehende brückenbautechnische Untersuchungen zeigten, dass ein wirtschaftlicher Erhalt des bestehenden Brückenbauwerks nicht mehr möglich ist. Deswegen ist zur Abwendung von Gefahren eine kurzfristige Erneuerung der Talbrücke erforderlich.

Im Planfeststellungsverfahren waren verschiedene Stellungnahmen zu prüfen und sorgfältig mit den für und gegen das Vorhaben sprechenden Belangen abzuwägen. Neben den Belangen grundstücksbetroffener Eigentümer und der Gemeinden sind hier insbesondere die Belange des Naturschutzes, der Landschaftspflege zu nennen. Der Planfeststellungsbeschluss enthält zahlreiche Schutzauflagen sowie sonstige Nebenbestimmungen.

Durch die geplante Sanierung der Bauwerksentwässerung mit Anlage eines Absetzbeckens und Regenrückhaltebeckens unterhalb des Brückenbauwerks wird eine erhebliche Verbesserung des Gewässerschutzes erzielt. Die Anordnung eines blickdichten Geländers auf den Überbauten der Talbrücke führt zu einer Reduzierung der Licht- und Lärmemissionen in die Umgebung und insbesondere in den Naturraum des benachbarten FFH-Gebietes hinein.

Der Beginn der Baumaßnahme ist im Mai 2015 vorgesehen. Die Fertigstellung soll im Dezember 2018 erfolgen. Die Gesamtkosten betragen 22,5 Millionen €.


Hinweis: Der Planfeststellungsbeschluss vom 10.09.2014 ist einschließlich eines Lageplanes auch auf der Internetseite der Regierung von Unterfranken unter der Rubrik „Planung und Bau“ - straßenrechtliche Planfeststellungsverfahren veröffentlicht.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109