Presseinfo 246/14 — 24. September 2014


Neubau der Ortsumgehung Karlstein im Landkreis Aschaffenburg -
Regierung von Unterfranken leitet Planfeststellungsverfahren ein
 

Würzburg (ruf) - Die Gemeinde Karlstein a. Main hat bei der Regierung von Unterfranken die Durchführung des Planfeststellungsverfahrens für den Neubau der Ortsumgehung Karlstein im Zuge der Staatsstraße St 3308 beantragt.

Die geplante 3 km lange Ortsumgehung liegt in den Gemeindegebieten der Gemeinde Karlstein a. Main (Gemarkungen Dettingen und Großwelzheim) und der Stadt Alzenau (Gemarkung Hörstein). Sie beginnt am nördlichen Ortsrand von Karlstein am Kreisverkehr der St 3308 und der Kreisstraße AB 17 und endet bei der A 45, Anschlussstelle Karlstein, an der Einmündung des Gewerbegebietes Alzenau–Süd in die St 2443, welche zu einem Kreisverkehrsplatz umgebaut werden soll. Die Planung umfasst auch Anschlüsse der Gewerbegebiete „Am Kieswerk Herzberg“ und „Östliche Auwanne“ an die St 3308. Mit der Maßnahme wird auch der Bahnübergang im Zuge der Gemeindeverbindungsstraße „Hörsteiner Weg“ beseitigt und in diesem Bereich eine neue Geh- und Radwegunterführung geschaffen.

Die Gemeinde Karlstein a. Main plant die Ortsumgehung in sogenannter kommunaler Sonderbaulast. Die Staatsstraßen stehen grundsätzlich in der Baulast des Freistaates Bayern. Hier hat sich die Gemeinde aber durch eine Vereinbarung bereit erklärt, Planung und Bau der Ortsumgehung zu übernehmen. Im Gegenzug erhält die Gemeinde vom Freistaat Fördermittel aus dem Programm „Ortsumgehungen in gemeindlicher Sonderbaulast“. Nach Fertigstellung der Baumaßnahme geht die Ortsumgehung in die Baulast des Freistaates Bayern über. Die Kosten für die Beseitigung des Bahnübergangs werden zwischen der Deutschen Bahn AG, der Gemeinde Karlstein und der Bundesrepublik Deutschland gedrittelt.

Die Regierung von Unterfranken ist für das Planfeststellungsverfahren zuständig und hat im Rahmen des Anhörungsverfahrens alle relevanten privaten und öffentlichen Belange zu ermitteln und zu prüfen. Zu diesem Zweck beteiligt die Regierung von Unterfranken zum einen die betroffenen Gemeinden, Fachbehörden, sonstigen Träger öffentlicher Belange sowie die anerkannten Naturschutzvereinigungen und bittet diese um Stellungnahme zu der vorgelegten Planung. Zum anderen werden die Planunterlagen von der Gemeinde Karlstein a. Main und der Stadt Alzenau einen Monat lang zur Einsichtnahme für alle Interessierten ausgelegt. Nach Ablauf der Auslegungsfrist haben Betroffene zwei weitere Wochen Zeit, um Einwendungen gegen die Planung zu erheben. Ort und Zeit der Auslegung sowie Näheres zu der Möglichkeit, Einwendungen zu erheben, werden in Kürze von den beiden Gemeinden ortsüblich bekannt gemacht.

Dokument Typ Dateigröße
Übersichtskarte zur geplanten und beantragten Maßnahme PDF 8.199 KB

Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109