Presseinfo 269/14 — 21. Oktober 2014


Erste Asylbewerber in Unterfranken zur Entlastung der Aufnahmeeinrichtung in Oberbayern eingetroffen

Notfallplanungen zur Unterbringung von Asylbewerbern in den Wintermonaten angelaufen


 

Asyl Notunterbringung Oberbayern Essensausgabe(Foto: Hardenacke) Essensausgabe:
Die Essensausgabe für die notuntergebrachten
Asylbewerber hat aktuell das Bayerische Rote Kreuz
übernommen. Bild in Originalgröße

Würzburg (ruf) – Gestern Abend sind 63 Asylbewerber aus Oberbayern zur Entlastung der dortigen Aufnahmeeinrichtung in München in Unterfranken angekommen. Es handelt sich um 9 Familienverbände (30 Personen) und 33 alleinstehende Frauen und Männer (Herkunftsländer unter anderem: Syrien, Afghanistan, Ghana, Eritrea, Ukraine, Burma, Mazedonien, Libyen usw.) Heute werden im Laufe des Tages 37 weitere Asylbewerber erwartet. Untergebracht werden die Asylbewerber zunächst in der Gemeinschaftsunterkunft Würzburg, wo entsprechende Notkapazitäten eingerichtet wurden. Von dort erfolgt die weitere Verteilung. Die Versorgung der neu ankommenden Asylbewerber mit Verpflegung übernimmt vor Ort das Bayerische Rote Kreuz.

Die Aufnahme der Asylbewerber aus Oberbayern geht zurück auf eine Entscheidung des Krisenstabes der Bayerischen Staatsregierung zur Bewältigung der aktuellen Unterbringungssituation in Bayern und in der Aufnahmeeinrichtung München. Alle bayerischen Regierungen sind durch Vertreter in diesem Krisenstab vertreten.

Bereits in der vergangenen Woche, aber noch vor den Entscheidungen des Krisenstabes, hatte Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer die unterfränkischen Landräte und Oberbürgermeister der kreisfreien Städte zur 4. Unterfränkischen Task Force Sitzung Asyl geladen, um über die aktuelle Unterbringungssituation zu informieren. Der Regierungspräsident appellierte an die Landräte und Oberbürgermeister, bei den gemeinsamen Kraftanstrengungen zur Suche nach neuen Unterbringungskapazitäten nicht nachzulassen.

Am 18.10.2014 hat der Krisenstab der Staatsregierung auch entschieden, Notfallplanungen zur Unterbringung von Asylbewerbern in den Wintermonaten aufzustellen. Jede Kreisverwaltungsbehörde in Bayern muss in einer ersten Stufe für die kurzfristige Aufnahme von 200 bis 300 Asylbewerbern vorbereitet sein, um jedem Szenario standhalten zu können.

Zunächst müssen von jeder Kreisverwaltungsbehörde winterfeste Einrichtungen (z.B. Veranstaltungshallen etc). eingeplant und eingerichtet werden. Sie müssen zur Aufnahme von 200 bis 300 Personen und für eine Verweildauer von 5-6 Wochen geeignet sein. Die Vorbereitungen müssen so angelegt sein, dass die Einheiten sofort belegbar sind. Die Planungen für die erste Stufe sind in den nächsten 14 Tagen abzuschließen. Bereits gestern wurden die unterfränkischen Landratsämter und Kreisverwaltungsbehörden entsprechend unterrichtet.


Zum aktuellen Hintergrund (Stand: 30.09.2014):
Derzeit leben in Unterfranken fast 3.800 Asylbewerberinnen und Asylbewerber in 25 Gemeinschaftsunterkünften und rund 110 dezentralen Unterkünften der Kreisverwaltungsbehörden. Bis zu dem 30.09.2014 sind in diesem Jahr 2059 Asylbewerber neu nach Unterfranken gekommen. Im gesamten vergangenen Jahr waren es 1831 Asylbewerber. Für das gesamte Jahr 2014 ist in Unterfranken mit 4000 neuen Asylbewerbern zu rechnen.

Anlage: (Foto: Hardenacke) Task Force:
Zur 4. unterfränkischen Sitzung der Task Force Asyl hatte Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer auch die unterfränkischen Landräte/Landrätin und Oberbürgermeister der kreisfreien Städte eingeladen.

Anlage

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Dokument Typ Dateigröße
Asyl Notunterbringung Oberbayern Bild Task Force Bild 2.182 KB

Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109