Presseinfo 272/14 — 23. Oktober 2014


Aula des ehemaligen Technikums am Heuchelhof wird Notunterkunft für Asylbewerber

Erstbelegung mit Asylbewerbern bereits ab Freitag erwartet


Würzburg (ruf) – Nach der Unterbringung bei den Erlöserschwestern und der Notaufnahme in der Gemeinschaftsunterkunft Würzburg wird die Regierung von Unterfranken am Wochenende eine weitere Notunterkunft in Würzburg in Betrieb nehmen. Es handelt sich um das Aula-Gebäude des ehemaligen Technikums am Heuchelhof. Die Aula soll bei Vollbelegung für 100 Asylbewerber Platz bieten.

In der Notunterkunft werden ab Freitag voraussichtlich zunächst 60 Asylbewerber untergebracht, die bereits in der Gemeinschaftsunterkunft in Würzburg seit Montag Zwischenstation gefunden hatten. 40 weitere Asylbewerber aus der Gemeinschaftsunterkunft könnten zu den Erlöserschwestern kommen. Damit wird in der Gemeinschaftsunterkunft Würzburg Platz geschaffen für neue Asylsuchende, die bereits am Wochenende aus Oberbayern zur Entlastung der dortigen Aufnahmeeinrichtung erwartet werden.

Die Bereitstellung und Nutzung des Aula-Gebäudes des ehemaligen Technikums am Heuchelhof geht auf die Initiative der Stadt Würzburg zurück, die auch in enger Abstimmung mit der Regierung und mit Unterstützung des Bayerischen Roten Kreuzes, sowie mit Hilfe der Bauverwaltungen der Stadt und des Staatlichen Bauamtes die kurzfristige Belegung sicher stellt. Eigentümer des Gebäudes ist der Bischöfliche Stuhl zu Würzburg, der dem Freistaat das Gebäude zur vorübergehenden Nutzung als Notunterkunft für Asylbewerber für einige Monate vermietet.

Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer dankt der Stadt Würzburg, dem Bayerischen Roten Kreuz (Kreisverband Würzburg), der Diözese Würzburg und allen mithelfenden Beteiligten, für ihr vorbildliches Engagement bei der Bewältigung der aktuellen Asylbewerberproblematik.
„Ich bin dankbar, dass es uns, hier auf Initiative der Stadt Würzburg, gemeinsam mit dem Bischöflichen Stuhl gelungen ist, eine weitere kurzfristige Unterbringungsmöglichkeit für 100 Asylbewerber zu schaffen. Dem Bayerischen Roten Kreuz danke ich für seine Unterstützungsleistungen, insbesondere bei der Einrichtung des Aula-Gebäudes zur Versorgung der Asylbewerber“, so der Regierungspräsident.

Der Regierungspräsident bittet die Bevölkerung und die Nachbarschaft um Verständnis für diese kurzfristige Lösung zur Unterbringung von Asylbewerbern. „Ich würde mich freuen, wenn die jeweils nur kurzfristig untergebrachten Asylbewerber herzlich aufgenommen werden. Für ehrenamtliches Engagement, etwa im Zusammenhang mit der Arbeit der Caritas und sonstiger Sozialverbände vor Ort, darf ich mich bereits jetzt herzlich bedanken“.


Zum aktuellen Hintergrund (Stand: 30.09.2014):
Derzeit leben in Unterfranken über 3.800 Asylbewerberinnen und Asylbewerber in 25 Gemeinschaftsunterkünften und rund 110 dezentralen Unterkünften der Kreisverwaltungsbehörden. Bis zu dem 30.09.2014 sind in diesem Jahr 2059 Asylbewerber neu nach Unterfranken gekommen. Im gesamten vergangenen Jahr waren es 1831 Asylbewerber. Für das gesamte Jahr 2014 ist in Unterfranken mit mindestens 4000 neuen Asylbewerbern zu rechnen.

Allein in der aktuellen Woche dürften in Unterfranken rund 400 Asylbewerber neu ankommen, rund 200 über die reguläre Verteilung aus Zirndorf und rund 200 Asylbewerber als Notunterbringungsmaßnahme aus Oberbayern.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109