Presseinfo 317/14 — 04. Dezember 2014


Unterfränkischer Beamtennachwuchs gut qualifiziert:
Regierungsvizepräsident Dr. Andreas Metschke würdigt Prüfungsleistungen


 

Pi-317 Würdigung Prüfungsbeste 2014Regierungsvizepräsident Dr. Andreas Metschke
(v.l.n.r.) würdigte die Prüfungsleistungen von
Carolin Spiegel, Gerchsheim, ausgebildet beim
Gewerbeaufsichtsamt Würzburg mit dortiger
weiterer Verwendung, Julia Krause, Hammel-
burg, ausgebildet am Landratsamt Haßberge,
weitere Verwendung am Landratsamt Schwein-
furt, Daniel Schmitt, Ebern/Bischwind, ausge-
bildet am Landratsamt Würzburg, weitere Ver-
wendung am Landratsamt Aschaffenburg, Lena
Schmück, Stralsbach, ausgebildet am Landrats-
amt Bad Kissingen, weitere Verwendung bei
der Regierung von Unterfranken und Fabian
Streit, Estenfeld, ausgebildet am Landratsamt
Würzburg, weitere Verwendung bei der Re-
gierung von Unterfranken, bei der diesjährigen
Qualifikationsprüfung für den Einstieg in der
zweiten und dritten Qualifikationsebene. Mit
dabei die zuständigen Ausbildungsbetreuer
Eva Lieber, Dr. Matthias Zierhut, Bettina
Schmelz und der Sachgebietsleiter Personal
bei der Regierung von Unterfranken Ltd. Re-
gierungsdirektor Dr. Gernot Janke.
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Würzburg (ruf) – Der unterfränkische Beamtennachwuchs ist gut qualifiziert. Regierungsvizepräsident Dr. Andreas Metschke würdigte die diesjährigen Prüfungsergebnisse des staatlichen unterfränkischen Beamtennachwuchses für den Einstieg in der zweiten und dritten Qualifikationsebene.

In der Fachlaufbahn Verwaltung und Finanzen, fachlicher Schwerpunkt nichttechnischer Verwaltungsdienst lagen Lena Schmück aus Stralsbach (zweite Qualifikationsebene, Verwaltungswirtin, Platzziffer 6 von 202 Prüflingen) und Fabian Streit aus Estenfeld (dritte Qualifikationsebene, Diplom-Verwaltungswirt (FH), Platzziffer 34 von 337 Prüflingen) im ersten Zehntel der erfolgreichen Teilnehmer an der bayernweiten Qualifikationsprüfung.

In der Fachlaufbahn Naturwissenschaft und Technik, fachlicher Schwerpunkt technischer Überwachungsdienst zum Schutz der Verbraucher, konnten Julia Krause aus Hammelburg und Daniel Schmitt aus Ebern/Bischwind (gleichrangig) mit Platzziffer 1 von bayernweit 27 Prüflingen bei der Qualifikationsprüfung das Spitzenergebnis erzielen.

In der Fachlaufbahn Naturwissenschaft und Technik, fachlicher Schwerpunkt Gewerbeaufsicht, erzielte ebenso Carolin Spiegel (Bachelor of Engineering) aus Gerchsheim mit Platzziffer 1 von bayernweit 14 Prüflingen ein Spitzenergebnis.

Regierungsvizepräsident Dr. Metschke unterstrich die Notwendigkeit einer hochwertigen Ausbildung in der öffentlichen Verwaltung. Ein gut qualifizierter öffentlicher Dienst garantiere verlässliche Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Bürger und sei deshalb ein wichtiger Standortfaktor im Wettbewerb der Regionen. Mit ihren Prüfungsergebnissen haben Carolin Spiegel, Julia Krause, Daniel Schmitt, Lena Schmück und Fabian Streit schon bei ihrer Ausbildung viel Engagement gezeigt.

Die Ausbildung für den Einstieg in der dritten Qualifikationsebene in der Fachlaufbahn Verwaltung und Finanzen, fachlicher Schwerpunkt nichttechnischer Verwaltungsdienst, gliedert sich in insgesamt 21 Monate Fachstudium in vier Abschnitten an der „Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Bayern“ in Hof. Dazu kommen für die Anwärter insgesamt 15 Monate Berufspraktikum in ebenfalls vier Abschnitten an einem Landratsamt und der Regierung. Die Ausbildung schließt bei Bestehen der Qualifikationsprüfung mit der Qualifikation für die Fachlaufbahn Verwaltung und Finanzen und dem Erwerb des Diplomgrades „Diplom-Verwaltungswirt (FH)/Diplom-Verwaltungswirtin (FH)“ ab.

Die Ausbildung für den Einstieg in der zweiten Qualifikationsebene in der Fachlaufbahn Verwaltung und Finanzen, fachlicher Schwerpunkt nichttechnischer Verwaltungsdienst, dauert zwei Jahre. Dabei findet die fachtheoretische Ausbildung in fünf Fachlehrgängen bei der Bayerischen Verwaltungsschule statt. Dazu kommen 15 Monate Berufspraktikum an einem Landratsamt und der Regierung. Die Ausbildung schließt mit der Qualifikationsprüfung ab. Die Beamten der Fachlaufbahn Verwaltung und Finanzen, fachlicher Schwerpunkt nichttechnischer Verwaltungsdienst führen die Berufsbezeichnung „Verwaltungswirt/Verwaltungswirtin“.

In der Fachlaufbahn Naturwissenschaft und Technik, fachlicher Schwerpunkt technischer Überwachungsdienst zum Schutz der Verbraucher, ist Voraussetzung für die zweijährige Ausbildung die Meister- oder Technikerprüfung in einem Lebensmittelberuf. Die achtmonatige fachtheoretische Ausbildung wird vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in München in mehreren Abschnitten durchgeführt. Die praktische Unterweisung erfolgt am Ausbildungslandratsamt. Nach der Prüfung werden die Beamten als Lebensmittelkontrolleure, in der Regel an Landratsämtern, eingesetzt.

In der Fachlaufbahn Naturwissenschaft und Technik, fachlicher Schwerpunkt Gewerbeaufsicht, ist nach derzeitiger Neuregelung eine 18-monatige Ausbildung (früher Vorbereitungsdienst) nach bereits abgeschlossenem FH- bzw. Bachelorstudium und mindestens 2-jähriger Berufserfahrung bei einem privaten oder öffentlichen Arbeitgeber im Rahmen eines für diese Zeit befristeten Arbeitsverhältnisses beim Freistaat Bayern zu absolvieren. Die Ausbildung gliedert sich ebenfalls in einen fachtheoretischen Teil, der an der Verwaltungsschule der Sozialverwaltung in Wasserburg am Inn in Blöcken durchgeführt wird, und einen berufspraktischen Teil bei der jeweiligen Ausbildungsbehörde. Ausbildungsbehörde in Unterfranken ist das der Regierung von Unterfranken angegliederte Gewerbeaufsichtsamt. Nach erfolgreich abgelegter Qualifikationsprüfung werden die Absolventinnen und Absolventen als Gewerbeaufsichtsbeamtinnen und -beamte bei den, den Regierungen angegliederten, Gewerbeaufsichtsämtern eingesetzt.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109