Presseinfo 331/14 — 22. Dezember 2014


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Böller und Raketen sind kein Spielzeug Silvesterfeuerwerk: Gewerbeaufsicht kontrolliert den Verkauf und warnt vor „Billig-Böllern“

Würzburg (ruf) – Feuerwerk ist schön anzuschauen. Mit den Feuerwerksartikeln passieren jedes Jahr aber auch viele Unfälle. Das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Unterfranken macht darauf aufmerksam, dass Feuerwerksartikel explosionsgefährliche Stoffe enthalten und von ihnen erhebliche Gefahren ausgehen können.

Besonders die immer beliebteren „Batteriefeuerwerke“ enthalten nicht gerade wenig Sprengstoff und können bei falscher Benutzung schwere Verletzungen verursachen. Jedes Jahr kommt es zu Brandwunden im Gesicht und an den Händen sowie Trommelfellverletzungen, die langwierige ärztliche Behandlungen nach sich ziehen. Auch Zimmer- und Gebäudebrände könnten bei sachgemäßer Anwendung vermieden werden.

Die Gewerbeaufsicht warnt auch eindringlich vor ungeprüften lebensgefährlichen „Billig-Böllern“ oder selbst gebastelten Silvester-Krachern. Verbraucher sollten daher nur Feuerwerkskörper mit aufgedruckten Zulassungen kaufen. Zugelassene Feuerwerkskörper sind unter anderem am CE-Zeichen bzw. an dem Zulassungszeichen "BAM" erkennbar. Vor dem Zünden der Silvester-Knaller sollte man die Gebrauchsanweisung sorgfältig lesen und beim Abfeuern folgende Grundregeln beachten: Feuerwerkskörper nie auf Menschen richten, Raketen und Böller immer im Freien und niemals aus der Hand abbrennen. Außerdem dürfen Raketen grundsätzlich nur standsicher senkrecht abgefeuert werden. Hierzu eignen sich z.B. leere Flaschen im Getränkekasten. Falls Feuerwerkskörper einmal versagen, sollte man niemals versuchen, sie erneut zu zünden. Blindgänger lieber liegen lassen und zur Sicherheit mit einem Eimer Wasser löschen.

Der gewissenhafte Umgang mit dem Feuerwerk fängt bereits beim Verkaufspersonal in den Verkaufsstätten an. Wer Raketen und Böller der Kategorie 2 an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre abgibt, bringt diese in Gefahr und macht sich strafbar.

Auch in diesem Jahr wird die Gewerbeaufsicht wieder verstärkt den Verkauf und die Lagerung pyrotechnischer Gegenstände der Kategorie 2 nach den Vorschriften des Sprengstoffgesetzes in den Verkaufsstellen kontrollieren.

Die Ergebnisse der jährlichen Überprüfungen in den Verkaufsstätten zeigen typische Mängel beim Brandschutz wie Nichteinhaltung von Sicherheitsabständen zu leichtentzündlichen Stoffen oder auch unzureichende Beaufsichtigung der Pyrotechnikartikel durch das Verkaufspersonal auf.

Erklärtes Ziel der Gewerbeaufsicht ist es, die Inhaber von Geschäften und das Verkaufspersonal für die Sicherheitsaspekte des Sprengstoffgesetzes zu sensibilisieren.

In diesem Jahr ist der Verkauf von pyrotechnischen Gegenständen der Klasse 2 am 29., 30. und 31. Dezember erlaubt. Gezündet werden dürfen diese Artikel nur am 31. Dezember und am 1. Januar.

Weitergehende Informationen, auch zum Verkauf, erhalten Sie durch das Faltblatt „Verkauf von Feuerwerkskörper“, abrufbar unter
www.regierung.unterfranken.bayern.de/assets/gaa/2/sprengen/verkauf_von_feuerwerkskoerpern_merkblatt.pdf

oder direkt beim Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Unterfranken unter der Telefonnummer 0931-3801830.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109