Presseinfo 015/15 — 19. Januar 2015


Antragskonferenz/Scoping-Termin am 22. Januar 2015 von 10.00 - 17.00 Uhr in der Stadthalle Gelnhausen zum Raumordnungsverfahren Ausbau- /Neubaustrecke Hanau-Würzburg/Fulda - Neubau einer Schienenstrecke im Suchraum nordöstlich von Gelnhausen


Würzburg (ruf) – Auf Veranlassung der DB Netz AG sind erste Vorbereitungsschritte zur Durchführung eines Raumordnungsverfahrens zum länderübergreifenden Vorhaben „Ausbau- /Neubaustrecke Hanau-Würzburg/Fulda“ eingeleitet worden. Die Regierungspräsidien Darmstadt und Kassel sowie die Regierung von Unterfranken sind danach gehalten, für den Projektabschnitt „Neubau einer Schienenstrecke im Suchraum nördlich von Gelnhausen“ einen Scoping-Termin zum Raumordnungsverfahren durchzuführen. Der Scoping-Termin findet am 22. Januar 2015 in der Stadthalle Gelnhausen von 10.00 - 17.00 Uhr statt.

Im Mittelpunkt der verkehrlichen Zielsetzung des Bahnprojektes steht die Beseitigung des Kapazitätsengpasses im Kinzigtal. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt stehen geplante Trassenkorridore noch nicht fest. Es ist jedoch möglich, dass Unterfranken von dem Vorhaben berührt werden wird.

Der Scoping-Termin ist ein behördeninterner Termin in der Vorbereitung eines Raumordnungsverfahrens unter Hinzuziehung von Fachbehörden, Kommunen und Vereinigungen. Er dient dazu, die DB Netz AG zu beraten, welche Unterlagen sie für die Raum- und Umweltverträglichkeitsuntersuchungen im noch folgenden Raumordnungsverfahren vorzulegen hat. Im Raumordnungsverfahren wird ein raumbedeutsames Vorhaben in einem behördeninternen Abstimmungsverfahren unter überörtlichen Gesichtspunkten auf seine Raumverträglichkeit geprüft.

Hier erhalten Sie die Unterlagen zum Scoping-Termin (Tischvorlage). Der Scoping-Termin wird als Antragskonferenz für die Öffentlichkeit geöffnet. Interessierte Bürger können an der Antragskonferenz teilnehmen. Die Regierung von Unterfranken weist ausdrücklich darauf hin, dass die Erörterung von Einwendungen und Bedenken gegen das Vorhaben nicht Gegenstand des Scoping-Termins ist. Dies bleibt dem späteren Raumordnungsverfahren und nachfolgenden Planfeststellungsverfahren, in denen die Öffentlichkeit beteiligt wird, vorbehalten. In dem Scoping-Termin geht es vielmehr darum, dass die DB Netz AG Informationen darüber erhält, in welchem Umfang sie welche Inhalte für die Umwelt- und Raumverträglichkeitsstudie erarbeiten muss.

Hintergrundinformation:
Die Bayerische Staatsregierung hat eine mögliche Variante „Mottgers-Spange“, die den Spessart quert und einen Südabzweig nach Würzburg auf die bestehende Schnellfahrstrecke Würzburg-Fulda beinhaltet, im Rahmen der gegenwärtig laufenden Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes abgelehnt, da hier negative Auswirkungen auf den Raum Aschaffenburg und den bayerischen Untermain im Sinne einer starken Abnahme des Fernverkehrsangebots zu erwarten sind.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109