Presseinfo 034/15 — 29. Januar 2015


Wohnraumförderung bleibt wichtiger Wirtschaftsfaktor in Unterfranken: Die Regierung von Unterfranken konnte im Jahr 2014 mit knapp 35 Millionen Euro Fördermitteln aus den Bayerischen Wohnraumförderungsprogrammen den Wohnungsbau unterstützen

Würzburg (ruf) – Die Regierung von Unterfranken bewilligte im Jahr 2014 rund 9,3 Millionen Euro zinsvergünstigte Darlehen aus dem Bayerischen Modernisierungsprogramm für Wohnungsunternehmen und private Eigentümer von Mietwohnungen. So konnten im vergangenen Jahr in Unterfranken 172 Wohnungen auf einen zeitgemäßen Standard gebracht werden. Neben der Verbesserung der Wohnungsgrundrisse, der barrierefreien Gestaltung der Wohnungen und der Verbesserung des Wohnumfelds zielt die Förderung insbesondere auch auf energiesparende Maßnahmen als Beitrag zum Klimaschutz. Die Förderung kommt auch den Mietern zugute, da die Zinsersparnis aus diesem Programm dazu beiträgt, die Miete nach einer Modernisierung auf einem sozialverträglichen Niveau zu halten. Der nach einer Modernisierung geringere Energieverbrauch wirkt einer Steigerung der Nebenkosten entgegen.

2014 war des Weiteren der Neubau von bezahlbarem Wohnraum ein wichtiger Förderschwerpunkt. Es konnten rund 12,4 Millionen Euro, doppelt so viel 2013, aus dem Bayerischen Wohnungsbauprogramm für die Finanzierung von 101 barrierefreien Mietwohnungen mit Belegungsbindung zur Verfügung gestellt werden.

Für die Förderung von Wohneigentum, insbesondere für Familien mit geringerem Einkommen, konnten im Jahr 2014 über die Kreisverwaltungsbehörden in Unterfranken zinsgünstige Darlehen von rund 8,8 Millionen Euro aus dem Bayerischen Wohnungsbauprogramm bereitgestellt werden. Die Förderung des selbst genutzten Wohneigentums ist vom Familieneinkommen, der Größe der Familie und dem Bauort abhängig. Dabei gewinnt der Erwerb bestehender Gebäude und Wohnungen zunehmend an Bedeutung und hat Fördervorrang. Sinnvoll ist der sogenannte Zweiterwerb in mehrfacher Hinsicht: Zum einen muss auf diese Weise weniger neues Bauland in Anspruch genommen, zum anderen können Leerstände von Bestandsimmobilien verringert werden. Aber auch aufgrund günstigerer Immobilienpreise im Altbestand können dadurch mehr Familien in den Besitz von Wohneigentum kommen.

Die Förderung von Baumaßnahmen im Bestand zur Anpassung von Wohnraum an die Belange von Menschen mit Behinderung war auch im vergangenen Jahr ein wichtiger Schwerpunkt im Bayerischen Wohnraumförderungsprogramm. Für 12 Maßnahmen im Mietwohnraum und 220 im selbst genutzten Wohnraum wurden Zuschüsse in Höhe von 1,88 Millionen Euro gewährt.

Zusätzlich wurde der Neubau von zwei Wohnheimen mit 36 stationären Wohnplätzen für Menschen mit Behinderungen mit 4,15 Millionen Euro vom Freistaat Bayern bezuschusst.

Ansprechpartner für die Förderung von Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern ist die Regierung von Unterfranken. Für die Förderung von Eigenwohnraum sind Ansprechpartner die jeweiligen zuständigen Landratsämter und die kreisfreien Städte Würzburg, Aschaffenburg und Schweinfurt. In den Programmen der Wohnraumförderung stehen auch im Jahr 2015 wieder Fördermittel zur Verfügung.

Weitere Auskünfte zur Wohnraumförderung unter www.wohnen.bayern.de.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109