Presseinfo 043/15 — 06. Februar 2015


Regierung von Unterfranken erteilte im vergangenen Jahr insgesamt 1113 Approbationen an Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, Apotheker und Psychotherapeuten


Würzburg (ruf) – Im Jahr 2014 erteilte die Regierung von Unterfranken in ihrem Zuständigkeitsbereich (dazu siehe unten) insgesamt 1113 Approbationen an Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, Apotheker und Psychotherapeuten. Hiervon haben 941 Personen ihre ärztliche, zahnärztliche, pharmazeutische und psychotherapeutische Schlussprüfung erfolgreich in Franken abgelegt. 172 Approbationen wurden an Bewerber erteilt, die ihre erforderliche Ausbildung im europäischen Ausland abgeschlossen haben und in Franken arbeiten wollten.

Insgesamt teilen sich die erteilten Approbationen für das Jahr 2014 wie folgt auf:
 

Art der Approbation Männer Frauen ingsgesamt
Arzt / Ärztin 257 365 622
Zahnarzt / Zahnärztin 86 141 227
Tierarzt / Tierärztin 2 9 11
Apotheker / Apothekerin 20 114 134
Psychologischer Psychotherapeut / in (PP) 17 82 99
inder- u. Jugendlichenpsychotherapeut / in (KJP) 0 20 20

 

Außerdem erteilte die Regierung von Unterfranken im Jahr 2014 insgesamt 111 Berufserlaubnisse zur vorübergehenden Ausübung der ärztlichen, zahnärztlichen, tierärztlichen und pharmazeutischen Tätigkeit an Personen, die nach den gesetzlichen Vorgaben eine deutsche Approbation nicht bzw. noch nicht erhalten konnten. Dabei handelt es sich vorwiegend um Absolventen von Bildungseinrichtungen außerhalb der nachstehend genannten EU-Staaten bzw. der gleichgestellten Staaten.

Seit Herbst 1999 hat die Regierung von Unterfranken als Approbationsstelle damit insgesamt 15715 Approbationen erteilt.

Hintergrund zu den Approbationserteilungen und zur regionalen Zuständigkeit

Wer nach einem Studium der Humanmedizin, der Pharmazie, der Veterinärmedizin und der Psychotherapie in Deutschland seinen Beruf ausüben möchte, benötigt hierfür eine spezielle Berufszulassung – die Approbation. Für die Vergabe der Approbation sind in Bayern die Regierung von Unterfranken (fränkischer Raum) und die Regierung von Oberbayern (südbayerischer Raum) zuständig. Im Einzelnen ergibt sich folgende Zuständigkeit:

Die Regierung von Unterfranken ist für die Vergabe von Approbationen für Deutsche, heimatlose Ausländer, Staatsangehörige von EU-Mitgliedstaaten, EWR-Vertragsstaaten, Staaten mit EU-Assoziierungsabkommen, Schweiz sowie für Drittstaatler zuständig,

⇒ sofern die beruflichen Prüfungen für Ärzte, Zahnärzte, Apotheker an einer der beiden Universitäten Erlangen-Nürnberg oder Würzburg abgeschlossen wurden oder

⇒ in einem anderen EU-Mitgliedstaat oder einem EWR-Vertragsstaat oder in der Schweiz abgelegt wurden und der jeweilige Beruf in Franken ausgeübt werden soll.

Die Regierung von Oberbayern ist für den südbayerischen Raum zuständig, wenn die Prüfungen an der Universität München oder der Universität Regensburg abgeschlossen wurden sowie für Bewerber mit einer ärztlichen Ausbildung in einem EU-Mitgliedsstaat, wenn der Beruf in Südbayern ausgeübt werden soll. Außerdem erteilt die Regierung von Oberbayern für ganz Bayern Approbationen für Antragsteller mit Ausbildung aus Drittstaaten.

Seit dem 01.01.2015 ist die Regierung von Oberbayern im Rahmen der Schwerpunktbildung bei den Regierungen auch ausschließlich zuständig für die Approbationserteilung der Psychologischen Psychotherapeuten. Seit diesem Zeitpunkt ist die Regierung von Unterfranken für alle fränkischen Regierungsbezirke für die Erteilung von Berufserlaubnissen zuständig, was auch für die Ausübung der Berufsaufsicht für sämtliche ärztliche Berufe gilt. Für die Erteilung der Berufserlaubnisse und die Berufsaufsicht für ärztliche Berufe lag die Zuständigkeit zuvor bei jeder Bezirksregierung in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich. Im Zuge der Schwerpunktbildung bei den Regierungen wurde die Zuständigkeit jetzt gleichfalls auf die Regierung von Unterfranken (Franken) und die Regierung von Oberbayern (Südbayern) geteilt.

Weitere Informationen zur Approbation sowie Antragsformulare und Merkblätter sind über die Internetseite der Regierung von Unterfranken unter > Gesundheit und Verbraucherschutz < erhältlich.

Wegen der Vorjahresstatistik wird auf unsere Pressemitteilung Nr. 69 vom 27. Februar 2014 verwiesen.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109