Presseinfo 062/15 — 25. Februar 2015


Regierung von Unterfranken betreute im Jahr 2014 Hochbaumaßnahmen mit Gesamtkosten von über 300 Millionen Euro


Würzburg (ruf) – Die Regierung von Unterfranken hat im Jahr 2014 im Bereich Planung und Bau staatliche Hochbaumaßnahmen mit Gesamtkosten von rund 127,7 Millionen Euro (= verausgabte, investierte Mittel im Jahr 2014) betreut, die von den Staatlichen Bauämtern in Würzburg, Aschaffenburg und Schweinfurt abgewickelt wurden. Hiervon entfielen auf die Baumaßnahmen des Freistaates rund 97,5 Millionen Euro, auf die Baumaßnahmen des Bundes rund 30,2 Millionen Euro. Hinzu kam die baufachliche, gutachterliche Beteiligung an vorwiegend kommunalen Baumaßnahmen des Hochbausachgebiets (siehe dazu auch den Hinweis am Ende dieser Pressemitteilung) aus den Förderprogrammen des Freistaates Bayern mit Gesamtkosten in Höhe von rund 178,5 Millionen Euro (= Gesamtkosten der im Jahr 2013 geprüften Projekte), für die in den kommenden Jahren Bauinvestitionen mit Nutzen für die Bauwirtschaft getätigt werden sollen. Öffentliche Baumaßnahmen bleiben damit eine wesentliche Stütze der Bauwirtschaft.

Ein Großteil des staatlichen Investitionsvolumens in Unterfranken wurde für die Julius-Maximilians-Universität Würzburg und das Universitätsklinikum verwendet. Für die Universität lag der Schwerpunkt dabei in der Planung und Vorbereitung des Ersatzneubaus der Anorganischen Chemie, beim zweiten Bauabschnitt der Kindertagesstätte, sowie bei der Generalsanierung von Mensa und Tiefgarage am Hubland.

In der Bauphase befinden sich der Neubau für die Nanosystemchemie (CNC) sowie der Neubau eines Zentrums für Herzinsuffizienz (DZHI). Kurz vor der Fertigstellung steht die Mensateria am neuen Campus Hubland-Nord.

Das wohl größte Hochbauprojekt in Unterfranken, der Neubau des Kopfklinikums am Universitätsklinikum Würzburg, konnte letztes Jahr, nach Auslobung eines europaweiten Planungswettbewerbes, in die Realisierungsphase gehen.

Im abgelaufenen Jahr waren aber auch bei anderen staatlichen Liegenschaften in Unterfranken hohe Bauausgaben zu verzeichnen. An der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg wurde mit dem Bau einer neuen Übungshalle von überregionaler Bedeutung begonnen. Große Baumaßnahmen, wie die Generalsanierung des Dienstgebäudes der Landespolizei in Würzburg, sowie der Neubau des Beschussamtes in Mellrichstadt, befinden sich in der Bauphase.

Das Jahr 2014 wurde für die Staatlichen Bauämter zudem geprägt von diversen Großplanungen. Hier sind besonders das neue Dienstgebäude für die Polizeiinspektion in Ochsenfurt, der Neubau des Amtsgerichts in Haßfurt, sowie der Neubau eines Dienstgebäudes für die Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg in Hösbach zu erwähnen. Auch die Planung für die Sanierung der Fassaden und Dächer am Dienstgebäude der Regierung von Unterfranken konnte vollendet werden.

Einige Projekte, wie ein Unterkunftsgebäude (Gebäude 16) in der Bereitschaftspolizei Würzburg oder auch der neue Bootshafen für die Staatliche Feuerwehrschule Würzburg, konnten im vergangenen Jahr fertig gestellt werden. Eine Investition in die Zukunft ist auch die neu errichtete Energiezentrale an der Hochschule in Aschaffenburg, mit der Strom und Wärme für den Eigenbedarf erzeugt wird.

Die baufachliche, gutachterliche Beteiligung des Sachgebiets Hochbau bei vorwiegend kommunalen Zuwendungsmaßnahmen (siehe dazu auch den Hinweis am Ende dieser Pressemitteilung) beinhaltet vor allem Projekte, die mit Mitteln des kommunalen Finanzausgleiches gefördert werden. Dazu gehören in erster Linie Grundinstandsetzungen oder Um- und Erweiterungsbauten von öffentlichen Schulen, verbunden mit der energetischen Verbesserung des Gebäudebestandes und einer nachhaltigen Reduktion der CO2-Belastung.

Die baufachlichen Billigungen staatlich geförderter Hochbauprojekte auf der Grundlage des Bayerischen Krankenhausgesetzes stellten auch im vergangenen Jahr 2014 einen Arbeitsschwerpunkt des Sachgebiets Hochbau dar.

Ein weiterer Bereich der baufachlichen Begleitung staatlich geförderter Hochbauprojekte war, wie bereits im Jahr zuvor, die Schaffung von neuen Kinderkrippen mit Hilfe des speziellen Förderprogramms der Kinderbetreuungsfinanzierung (zur Förderbilanz des Jahres 2014 ergeht dazu noch gesonderte Pressemitteilung). Neben den allgemeinen Schulen wurden im Jahr 2014 auch wieder Projekte im Förderschulbereich sowie in anderen staatlichen Programmen, z.B. der Wirtschaftsförderung, baufachlich geprüft.

Die Nachprüfstelle für die Vergabe von Bauleistungen der Regierung von Unterfranken (VOB- Stelle) verzeichnete für das vergangene Jahr 2014 etwa 1100 Anfragen, wobei etwa 85 % der Anfragen auf kommunale Baumaßnahmen oder sonstige Bauprojekte mit staatlicher Förderung entfielen. Die Nachprüfstelle für die Vergabe von freiberuflichen Leistungen und Lieferleistungen (VOF/VOL-Stelle) wurde mit 190 Anfragen konfrontiert, die sich hauptsächlich auf Beschaffungen der Feuerwehren, Ausstattungen von Schulen und Kindergärten sowie die europaweite Ausschreibung von Architekten- und Ingenieurleistungen bezogen.

Zu den bewilligten Fördermitteln des Jahres 2014 bei kommunalen Hochbaumaßnahmen (zum Beispiel Schulen, Kindertageseinrichtungen) mit Mitteln des kommunalen Finanzausgleichs siehe bereits unsere Pressemitteilung Nr. 49 vom 11. Februar 2014.

Anlagen

Hier können Sie u. a. Formulare, Dokumente, Präsentationen, Bilddokumente mit weiteren Informationen herunterladen.

Dokument Typ Dateigröße
Diagramm Hochbau-Bilanz 2014 Bund-Land PDF 429 KB
Diagramm Hochbau-Bilanz 2014 Verwendungsnachweise PDF 419 KB
Diagramm Hochbau-Bilanz 2014 Gesamtkosten Hochbau PDF 426 KB
Plakat Hochbau-Bilanz 2014 PDF 11.581 KB

Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109