Presseinfo 083/15 — 18. März 2015


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Überprüfung von Busunternehmen

Gewerbeaufsicht leistet wichtigen Beitrag zur Sicherheit bei Busreisen


Würzburg (ruf) – Der Omnibus ist eines unserer sichersten Verkehrsmittel. Dennoch ereignen sich immer wieder schwere Busunfälle mit Toten und Verletzten. Zudem zeigten Straßen- und Betriebskontrollen, dass die Lenk- und Ruhezeiten nicht immer eingehalten sind.

Die Bayerische Gewerbeaufsicht wird deshalb von März bis August 2015 die Lenk- und Ruhezeiten von Busfahrern zum Gegenstand einer Schwerpunktaktion machen. Auch das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Unterfranken beteiligt sich an dieser Aktion. Sie umfasst neben Überprüfungen der Busbetriebe auch die Beratung von Unternehmen und Disponenten.

Ziel ist es, die Arbeitsbedingungen der Busfahrer zu verbessern und die Verkehrssicherheit der Fahrgäste und sonstiger Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. Darüber hinaus soll die Aktion dazu beitragen, dass der Wettbewerb im Personentransportgeschäft fair bleibt. In Anbetracht des derzeit boomenden Fernbus-Marktes, ein besonders wichtiges Vorhaben.

Mit der Überprüfung leistet das Gewerbeaufsichtsamt einen wichtigen Beitrag zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Und sie dient der Gesundheit der Fahrer. Durch Einhalten der vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten wird der Übermüdung vorgebeugt und so das Unfallrisiko deutlich gemindert.

Hintergrund:

Für Busfahrer ist eine höchstzulässige Tageslenkzeit von 9 Stunden vorgeschrieben. Sie darf zweimal pro Woche auf 10 Stunden verlängert werden. Eine Pause von 45 Minuten ist spätestens nach 4,5 Stunden Lenkzeit einzulegen. Im Anschluss an die Tageslenkzeit sind 11 Stunden Ruhezeit erforderlich. Alle Busse, ausgenommen im Kurzstreckenverkehr, müssen die Lenk- und Ruhezeiten ihrer Fahrer mit einem EG-Kontrollgerät, besser bekannt als Fahrtenschreiber, aufzeichnen.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109