Presseinfo 096/15 — 09. April 2015


Regierung von Unterfranken förderte im Jahr 2014 staatlich anerkannte Schwangerenberatungsstellen der freien Träger mit über 1 Million Euro

Würzburg (ruf) – Die Regierung von Unterfranken hat im Jahr 2014 im Regierungsbezirk Unterfranken zur Förderung der staatlich anerkannten Schwangerenberatungsstellen der freien Träger Ausgabemittel in Höhe von insgesamt 1.029.511,00 Euro bewilligt und auch ausbezahlt.

Die Zuschüsse im Einzelnen:

Zuschussempfänger: Zuschusshöhe:
Region 1 Donum Vitae in Bayern e. V.
Beratungsstelle Aschaffenburg
 
198.214 €
Pro Familia Unterfranken e. V.
Beratungsstelle Aschaffenburg
141.389 €
Region 2

Diakonisches Werk Würzburg
Beratungsstelle Frauen beraten

173.512 €

Pro Familia Unterfranken e.V.
Beratungsstelle Würzburg

183.145 €
Region 3 Diakonisches Werk Schweinfurt 205.526 €
Pro Familia Unterfranken e. V
Beratungsstelle Schweinfurt
127.725 €
Gesamt:   1.029.511 €

 

Die staatlich anerkannte Schwangerenberatung wird nach den gesetzlichen Vorschriften von den Gesundheitsämtern und von freien Trägern durchgeführt. Da es sich um eine öffentliche Aufgabe handelt (Grundlagen sind unter anderem das Bayerische Schwangerenberatungsgesetz sowie das Schwangerschaftskonfliktgesetz), trägt die öffentliche Hand die überwiegenden Kosten der Schwangerenberatungsstellen der freien Träger. Der Freistaat Bayern finanziert auf der Grundlage des vom Landtag beschlossenen Staatshaushaltes 65%, die Landkreise und kreisfreien Städte 30% der Kosten, so dass von den Trägern der staatlich anerkannten Schwangerenberatungsstellen nur noch 5 % an Eigenmitteln erforderlich sind.


Die staatlich anerkannten Schwangerenberatungsstellen bieten:

  • Hilfe für Frauen und Männer für alle Fragen vor, während und nach einer Schwangerschaft (allgemeine Schwangerenberatung)
  • Unterstützung bei einer aktuellen Konfliktlage im Rahmen des § 219 StGB (Schwangerenkonfliktberatung)
  • Vermittlung von sozialer, finanzieller und materieller Unterstützung, Hilfe im Umgang mit Behörden
  • Antragstellung für Leistungen der Landesstiftung „Mutter und Kind“
  • Präventionsveranstaltungen z.B. in Schulen

Die Beratung ist kostenlos, auf Wunsch anonym und nicht an den gewöhnlichen Aufenthalt der Ratsuchenden gebunden. Zusätzlich zu den staatlich anerkannten Schwangerenberatungsstellen der freien Träger werden diese Beratungen auch in den Gesundheitsämtern der Landratsämter durchgeführt.

Im Jahr 2014 wurden in den staatlich anerkannten Schwangerenberatungsstellen der freien Träger und der Gesundheitsämter in Unterfranken insgesamt 1.665 Beratungen im Rahmen der Schwangerenkonfliktberatung, sowie insgesamt 5.854 Beratungen in der allgemeinen Schwangerenberatung durchgeführt. Weiterhin wurden für 1.126 Frauen Erstanträge auf Hilfen an die Landesstiftung „Mutter und Kind“ gestellt, sowie 985 Zusatzanträge.

Die Sicherstellung eines ausreichenden Beratungsangebotes sowie die Überprüfung der fachlichen Voraussetzungen für die staatliche Anerkennung liegen im Verantwortungsbereich der Regierung von Unterfranken. Nach den gesetzlichen Vorgaben muss für je 40.000 Einwohner eine Beratungskraft vorgehalten werden.

Im Regierungsbezirk Unterfranken sind knapp 32 Fachkräftestellen an den 9 Gesundheitsämtern sowie den 6 Beratungsstellen freier Träger besetzt.

Informationen zur Schwangerenberatung können auch im Internetauftritt der Regierung von Unterfranken unter www.regierung.unterfranken.bayern.de unter der Rubrik „Soziales“ abgerufen werden.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109