Presseinfo 114/15 — 27. April 2015


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Gewerbeaufsicht startet bayernweites Projekt zum Arbeitsschutz im Hotel- und Gastgewerbe


Würzburg (ruf) – An die Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe werden vielfältige Anforderungen gestellt. Die Arbeit ist unter anderem durch ungünstige Arbeitszeiten, wie beispielsweise geteilte Dienste, Nacht- und Sonntagsarbeit geprägt. Kurzfristig geänderte Schichtpläne und lange oder direkt aufeinanderfolgende Schichtdienste sind keine Seltenheit. Erwartet wird von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern Flexibilität und Multifunktionalität. Überlange Arbeitszeiten führen die Beschäftigten jedoch auf Dauer an ihre physischen und psychischen Grenzen.

Die bayerischen Gewerbeaufsichtsämter werden deshalb von Mitte April bis Oktober 2015 gezielt Hotels und Gaststätten aufsuchen, um dort den Arbeitsschutz, besonders die Einhaltung der gesetzlich zulässigen Arbeitszeiten, zu überprüfen. Damit soll ein Beitrag für gute Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen im Hotel- und Gastgewerbe geleistet werden. Das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Unterfranken beteiligt sich an dieser Aktion.

Im Mittelpunkt des Überprüfungsprogramms steht der Jugendarbeitsschutz. Viele Jugendliche verdienen sich im Hotel- und Gastgewerbe ein paar Euro dazu oder sind als Auszubildende beschäftigt. Entsprechend ihres Entwicklungsstandes müssen Jugendliche besonders vor Überforderung, Überbeanspruchung und den Gefahren am Arbeitsplatz geschützt werden. Beispielsweise dürfen sie nur acht Stunden täglich und maximal 40 Stunden wöchentlich beschäftigt werden. Wird die Arbeitszeit an einem Werktag auf weniger als acht Stunden verkürzt, dann können die Jugendlichen an den übrigen Werktagen derselben Woche achteinhalb Stunden beschäftigt werden. Ferner dürfen sie nur an fünf Tagen in der Woche beschäftigt werden und müssen ausreichend Ruhepausen zur Erholung erhalten. Ergänzend werden die Arbeitszeiten der Erwachsenen überprüft und die Arbeiten, mit denen Schwangere oder Stillende beschäftigt werden.

Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie vom Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Unterfranken unter der Telefonnummer 0931/380-1810.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109