Presseinfo 118/15 — 28. April 2015


Bayerische Entgeltprüfer-Tagung in Marktbreit

Teilnehmer aus sieben Bundesländern tauschten sich aus


Würzburg (ruf) – Vom 20. - 22.04.15 fand in Marktbreit die Bayerische Entgeltprüfertagung 2015 statt. An diesem Treffen nahmen erstmals auch Vertreter aus weiteren sechs Bundesländern teil. Dies zeigt den gestiegenen Stellenwert dieses ursprünglich bayerischen Treffens.

Im Rahmen der Fachtagung wurde über die neuesten Entwicklungen und Erfahrungen bei der Umsetzung des Heimarbeitsgesetzes informiert und diskutiert. Ein wesentlicher Punkt der Besprechung war der Mindestlohn. Es wurde klargestellt, dass die Heimarbeit von der Anwendung des Mindestlohns ausgenommen ist. Die Entlohnung erfolgt bei der Heimarbeit über sogenannte „bindende Festsetzungen“, die in der Regel insoweit über dem Mindestlohn liegen.

Die Entgeltprüfer der bayerischen Gewerbeaufsichtsämter an den jeweiligen Bezirksregierungen stellen die gerechte Entlohnung der Heimarbeiter sicher und schützen diese vor unseriösen Auftraggebern. In Bayern sind ca. ein Drittel aller deutschen Heimarbeiter beschäftigt. In Unterfranken waren 2014 ca. 1600 Heimarbeiter gemeldet. Aufgrund einer geänderten Arbeitswelt und der zunehmenden Verlagerung von Produktfertigungen nach Fernost, eine noch erfreuliche Zahl an Heimarbeitsplätzen.

Fragen zur Heimarbeit beantwortet das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Unterfranken unter der Rufnummer 0931/380-1810.

Stichwort Heimarbeit
Heimarbeit ist die erwerbsmäßige Arbeit für einen Auftraggeber, entweder in der eigenen Wohnung oder in einer frei gewählten Arbeitsstätte. Heimarbeiter fallen wegen ihrer Schutzbedürftigkeit unter das Heimarbeitsgesetz und unterliegen somit besonderen gesetzlichen Vorschriften. Die ordnungsgemäße Bezahlung der Heimarbeit wird durch allgemeinverbindliche Mindestentgelte in "Bindenden Festsetzungen" sichergestellt. Die Einhaltung der Mindestentgelte und der Arbeitsbedingungen überwachen staatliche Entgeltprüfer der Gewerbeaufsichtsämter bzw. staatlichen Ämter für Arbeitsschutz.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109