Presseinfo 157/15 — 10. Juni 2015


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Neue Betriebssicherheitsverordnung

Mehr Schutz für Arbeitnehmer - Prüfplakettenpflicht für Aufzüge


Würzburg (ruf) – Mit der neuen Betriebssicherheitsverordnung kommen auf die Unternehmen inhaltlich keine neuen Prüfplichten zu. Es soll stattdessen vor allem für kleine und mittlere Unternehmen leichter werden, die geltenden Arbeitsschutzregelungen in ihren Betrieben anzuwenden, informiert das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Unterfranken.

Am 1. Juni 2015 ist die neue Betriebssicherheitsverordnung in Kraft getreten. Sie löst damit die seit 2002 geltende Betriebssicherheitsverordnung ab, welche bislang den sicheren Umgang mit Arbeitsmitteln und überwachungsbedürftigen Arbeitsmitteln geregelt hat.

Die novellierte Betriebssicherheitsverordnung ist neu strukturiert und leichter lesbar. Doppelregelungen unter anderem zur Gefahrstoffverordnung wurden beseitigt. Unfall- und Mängelschwerpunkte aus der Praxis sind in der Neufassung berücksichtigt worden. Die zentrale Rolle der Gefährdungsbeurteilungen wird herausgestellt, auch die nötige Qualifikation und Unterweisung der Beschäftigten wird explizit erwähnt.

Konkrete Prüfvorschriften für z.B. für Krane und Gasverbrauchseinrichtungen werden im Anhang aufgezählt.

Neu ist, dass in der Kabine von Aufzügen eine Prüfplakette deutlich sichtbar und dauerhaft angebracht sein muss. Darauf muss Monat und Jahr der nächsten wiederkehrenden Prüfung ablesbar sein. Hintergrund dafür ist die hohe Zahl der Mängel in Aufzugsanlagen. Fachleute sprechen davon, dass über die Hälfte der Aufzugsanlagen Mängel aufweisen. Durch die neue Prüfplakettenpflicht soll sichergestellt werden, dass die Aufzüge auch den vorgeschriebenen Prüfungen unterzogen werden. Unabhängig davon wird das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Unterfranken im zweiten Halbjahr verstärkt Aufzugsanlagen überprüfen.

Weitere Informationen zur Betriebssicherheitsverordnung erhalten Sie beim Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Unterfranken unter der Rufnummer 0931/380-1840 oder auf den Seiten derBundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).
 


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109