Presseinfo 160/15 — 11. Juni 2015


Feuerwehrstatistik 2014 für Unterfranken – rund 24.000 Einsätze bewältigt

Würzburg (ruf) – Rund 24.000 Einsätze (genau: 24.173) waren im Jahr 2014 von den 995 Freiwilligen Feuerwehren, den 35 Betriebs- und Werkfeuerwehren sowie der Berufsfeuerwehr Würzburg in Unterfranken zu leisten.

Insgesamt mussten 3.338 Brandeinsätze bewältigt werden. Im Rahmen der Brandbekämpfung wurden 133 Personen von den Feuerwehren gerettet. 15 Personen sind bei den Brandereignissen ums Leben gekommen und konnten von den Einsatzkräften nur noch tot geborgen werden. Bei Einsätzen in der Brandbekämpfung verletzten sich in ganz Unterfranken 17 Feuerwehrdienstleistende.

Im Rahmen der Technischen Hilfeleistung (THL) wurden die Feuerwehren im Jahr 2014 insgesamt 13.317-mal zur Hilfe gerufen. 1.014 verunfallte Personen konnten die Wehren dabei retten. Die Anzahl der tödlich verunglückten Personen bei diesen Einsätzen betrug 198. Zum Einsatzspektrum in der Technischen Hilfeleistung zählt die Alarmierung zu 1.871 Verkehrsunfällen, 1.761 Ölspuren oder 970 Türöffnungen. Auch das Wetter nahm im vergangenen Jahr wieder starken Einfluss auf die Feuerwehren. So mussten die Einsatzkräfte 414 Unwetter- und 341 Sturmschäden beseitigen. Über das Jahr verteilt fielen insgesamt 227 Hochwassereinsätze an und die Feuerwehren mussten allgemein bei 312 Wasserschäden Hilfe leisten.

Die Feuerwehren wurden im Berichtsjahr zu 3.565 First-Responder-Einsätzen alarmiert. Hierbei konnten durch Hilfe vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes 3.065 Personen gerettet werden, für 114 kam trotz des schnellen Eingreifens jede Hilfe zu spät.

Bei den Einsätzen im Bereich der Technischen Hilfeleistung wurden 14 Feuerwehrangehörige verletzt.

Sicherheitswachen, zum Beispiel bei öffentlichen Veranstaltungen, aber auch werkinterne Wachen, z.B. bei brandgefährlichen Arbeiten in Industriebetrieben, mussten 1.949-mal geleistet werden.

Die Anzahl der Fehlalarmierungen belief sich im Jahr 2014 auf 2.267. Fehlalarme belasten die Feuerwehren in der Praxis erheblich.

Bei den Freiwilligen Feuerwehren in Unterfranken waren insgesamt 37.019 aktive Mitglieder ehrenamtlich in den Feuerwehren engagiert. Sie leisteten im Jahr 2014 rund 300.000 ehrenamtliche Einsatzstunden (genau: 295.559 Stunden). Der Frauenanteil lag bei rund 9% mit 3.409 weiblichen Mitgliedern. Die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger ist wichtig, jedoch nicht selbstverständlich. Insgesamt waren in Unterfranken im Jahr 2014 8.032 Atemschutzgeräteträger gemeldet.

Die Jugendarbeit spielt auch bei den unterfränkischen Feuerwehren eine wichtige Rolle. Sie ist ein bedeutender Teil der Nachwuchsgewinnung für die Wehren. In 726 Jugendgruppen waren 6.955 Jugendliche aktiv. Erfreulich ist, dass der Anteil der weiblichen Jugendfeuerwehrmitglieder mit 1.653 Anwärterinnen bei rund 31% liegt.

„Alle diese Zahlen verdeutlichen, dass unsere Feuerwehrangehörigen mit großem Mut und oft unter Einsatz ihres Lebens ihren selbstlosen Dienst an unserer Gemeinschaft leisten. Dafür gebührt ihnen unser aller Dank“, kommentierte Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer die aktuelle Feuerwehrstatistik. Der Regierungspräsident hofft zuversichtlich, dass sich auch künftig zahlreiche Mitbürgerinnen und Mitbürger in den Freiwilligen Feuerwehren engagieren. Sein Appell richtet sich insbesondere auch an die junge Generation, die durch den Einsatz in den örtlichen Feuerwehren einen wichtigen ehrenamtlichen Einsatz leistet.

Weitere Informationen zur Stärke und Ausrüstung sowie zu den Einsätzen der Feuerwehren in Unterfranken und Bayern erhalten Sie auf der Internetseite des Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109