Presseinfo 190/15 — 01. Juli 2015


Überholfahrstreifen an der Bundesstraße B 286 bei Gerolzhofen

Regierung von Unterfranken leitet Planfeststellungsverfahren ein

Würzburg (ruf) – Das Staatliche Bauamt Schweinfurt hat bei der Regierung von Unterfranken die Durchführung des Planfeststellungsverfahrens für den Anbau eines Überholfahrstreifens an die Bundesstraße B 286 (Schweinfurt – Gerolzhofen – Enzlar) südlich von Gerolzhofen beantragt.

Die Bundesstraße B 286 verbindet als wichtige überregionale Fernverkehrsstraße das Industriezentrum Schweinfurt mit der im Süden verlaufenden Bundesautobahn Frankfurt – Nürnberg (A 3). Für den Streckenabschnitt der Bundesstraße B 286 südlich von Schweinfurt (Bundesautobahn A 70) bis Schwebheim ist nach dem aktuellen Bedarfsplan für Bundesfernstraßen ein vierstreifiger Ausbau vorgesehen. Für die sich daran anschließende Strecke von Schwebheim bis zur Bundesautobahn A 3 bei Wiesentheid wurde ein Ausbaukonzept aus dreistreifigen Abschnitten entwickelt. Die nun beantragte Baumaßnahme ist Teil dieses Konzepts, nach dem in acht unabhängig voneinander realisierbaren Abschnitten der Bundesstraße B 286 zur Beseitigung verkehrlicher Defizite, insbesondere wegen fehlender Überholmöglichkeiten, der Anbau von wechselseitigen Überholfahrstreifen erfolgen soll. Der verfahrensgegenständliche Abschnitt beginnt im Anschluss an das südliche Widerlager das Unterführungsbauwerkes der Staatsstraße St 2272 (Gerolzhofen-Wiebelsberg) und endet am nördlichen Widerlager der Feldwegunterführung in Höhe von Schallfeld. Die Länge der Baustrecke beträgt 1.780 m. Der Überholfahrstreifen wird der Fahrtrichtung von der A 3 (Wiesentheid) nach Gerolzhofen zur Verfügung gestellt.

Das Bauvorhaben liegt auf dem Gebiet der Stadt Gerolzhofen und der Gemeinde Lülsfeld. Die Planunterlagen werden daher in der Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen zur Auslegung kommen. Die Auslegung wird voraussichtlich Anfang/Mitte Juli (ab Montag, 06.07.2015) beginnen. Näheres zu Ort und Zeit der Auslegung sowie zur Möglichkeit, Einwendungen zu erheben, werden durch ortsübliche Bekanntmachung der Stadt Gerolzhofen und der Gemeinde Lülsfeld rechtzeitig gesondert mitgeteilt. Nicht ortsansässige Betroffene erhalten von der zuständigen Gebietskörperschaft eine schriftliche Mitteilung über die öffentliche Auslegung der Planunterlagen.

Im durchzuführenden Planfeststellungsverfahren werden alle relevanten privaten und öffentlichen Belange im Rahmen des Anhörungsverfahrens durch die Regierung von Unterfranken ermittelt und geprüft. Hierzu dient zum einen die oben erwähnte Auslegung der Planunterlagen. Zum anderen holt die Regierung von Unterfranken die Stellungnahmen der einschlägigen Fachbehörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange ein und beteiligt die betroffenen Gemeinden. Die Benachrichtigung der nach Naturschutzrecht anerkannten Vereine sowie der sonstigen in Umweltangelegenheiten anerkannten Vereinigungen erfolgt durch die Öffentlichkeitsbeteiligung in Form der Auslegung. Privatbetroffene, anerkannte Vereinigungen und sonstige Träger subjektiver Rechte können ihre Einwendungen nur innerhalb der in der jeweiligen ortsüblichen Bekanntmachung gesetzten Frist erheben. Nach Fristablauf ist die Erhebung von Einwendungen nicht mehr möglich.

Hinweis:
Die Planunterlagen und die Bekanntmachung können auch auf der Internetseite der Regierung von Unterfranken eingesehen werden. Maßgeblich ist jedoch allein der Inhalt der ausgelegten Unterlagen.

Dokument Typ Dateigröße
Übersichtskarte: Planfeststellung Einleitung B286 Anbau Überholstreifen PDF 880 KB
Bekanntmachung: Planfeststellung Einleitung B286 Anbau Überholstreifen PDF 20 KB

Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109