Presseinfo 211/15 — 13. Juli 2015


Baurecht für die Erweiterung der Tank- und Rastanlage Spessart Süd an der BAB A 3

Würzburg (ruf) – Die Regierung von Unterfranken hat mit Planfeststellungsbeschluss vom 13.07.2015 Baurecht für die Erweiterung der Verkehrsflächen der Tank- und Rastanlage „Spessart Süd“ der Bundesautobahn A 3 geschaffen.

Das geplante Vorhaben ist Teil des Netzkonzeptes des Bundes für die Schaffung von Lkw-Stellplätzen für den Abschnitt der BAB A 3 zwischen der Landesgrenze Hessen/Bayern und dem Autobahndreieck Würzburg-West. Die Regierung von Unterfranken trägt mit ihrer Entscheidung wesentlich dazu bei, dass das für das Prognosejahr 2025 ermittelte Defizit von 352 Lkw-Stellplätzen auf Rastanlagen an Bundesautobahnen auf diesem Streckenabschnitt beseitigt wird.

Das nun zugelassene Vorhaben umfasst den Umbau der Verkehrsanlage im Bereich der Tank- und Rastanlage „Spessart Süd“ an der Bundesautobahn A 3 zwischen der Anschlussstelle Weibersbrunn im Westen und der Anschlussstelle Marktheidenfeld im Osten.

Insgesamt werden zusätzlich zu den bereits bestehenden acht Parkplätzen für Pkw, 73 Parkplätze für Lkw, neun Stellplätze für Busse, Pkw mit Anhänger und Caravan neu geschaffen. Damit stehen nach dem Umbau 174 Pkw-, 132 Lkw-, und 20 Stellplätze für Busse, Pkw mit Anhänger und Caravan zur Verfügung. Überdies ist entlang der durchgehenden Fahrgasse parallel zur Autobahn ein 185 m langer und 5 m breiter Parkstreifen für Großraum- und Schwertransporte vorgesehen. Außerdem werden fünf Frauenparkplätze sowie vier Parkplätze für Behinderte in der Nähe des bestehenden Rasthauses geschaffen. Zwischen dieser Durchfahrtsstraße und der Richtungsfahrbahn Nürnberg der BAB A 3 wird an der Südseite eine beidseitig hochabsorbierende Lärmschutzwand mit einer Höhe von 4,50 m für die zur Autobahn gerichteten Lkw erstellt. Ebenso wird an der Nordseite zwischen der Durchfahrtsstraße und der Richtungsfahrbahn Frankfurt der BAB A 3 eine 2,50 m hohe hochabsorbierende Lärmschutzwand errichtet.

Durch diese Kapazitätserweiterung kann der akute Mangel an Park- und Ruheplätzen beseitigt und insbesondere der stark gewachsene Bedarf an Lkw-Stellplätzen an der Bundesautobahn A 3 in Unterfranken befriedigt werden. Neben der deutlichen Verbesserung der Verkehrssicherheit im Bereich der Tank- und Rastanlage trägt die Maßnahme gleichzeitig durch die vorgesehenen Lärmschutzwände zu einer Verringerung der bestehenden Umweltbeeinträchtigungen bei.

Die Maßnahme wird aus Mitteln des Investitionsprogramms des Bundes für den Neu- und Ausbau von Tank- und Rastanlagen an Bundesautobahnen finanziert. Die geschätzten Gesamtkosten allein für den Ausbau der Tank- und Rastanlage „Spessart Süd“ belaufen sich auf rund 9,6 Mio. €. Die veranschlagte Bauzeit beträgt ca. zwei Jahre.

Mit den Bauarbeiten soll nach Aussage der Autobahndirektion Nordbayern begonnen werden, sobald die Verlegung der aktuell noch in die bestehende Anlage integrierten Anschlussstelle Rohrbrunn um ca. 750 Meter nach Westen mit Anbindung an die Staatsstraßen St 2312 und St 2317 erfolgt ist, eine Maßnahme die mit Beschluss der Regierung von Unterfranken vom 28.11.2008 im Zusammenhang mit dem sechsstreifigen Ausbau der A 3 im Abschnitt westlich Rohrbrunn – Haseltalbrücke bereits bestandskräftig planfestgestellt wurde.

Hinweis: Der Planfeststellungsbeschluss vom 13.07.2015, die Planunterlagen und die Bekanntmachung können auch auf der Internetseite der Regierung von Unterfranken unter http://www.regierung.unterfranken.bayern.de unter der Rubrik „Planung und Bau“ eingesehen werden. Maßgeblich ist jedoch allein der Inhalt der ausgelegten Unterlagen.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109