Presseinfo 210/15 — 13. Juli 2015


Katastrophenschutz in Unterfranken: Neuer Mannschaftstransportwagen für den Betreuungsdienst – BRK-Kreisverband Bad Kissingen


 

Pi-210 Katastrohenschutz Mannschaftstransportwagen Brk Bad KissingenBild des Mannschaftstransportwagens
(Foto: BRK-KV Miltenberg-Obernburg)
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Würzburg (ruf) - Der BRK-Kreisverband Bad Kissingen erhält einen neuen Mannschaftstransportwagen vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr. Es ist das erste von fünf Fahrzeugen, die in Unterfranken in einer zweiten Beschaffungswelle stationiert werden, aus einem Beschaffungslos von insgesamt bayernweit 38 Einsatzfahrzeugen. Auf Unterfranken entfallen damit künftig insgesamt zwölf derartige Einsatzfahrzeuge, je Kreisverwaltungsbehörde ein Fahrzeug. Der Wert jedes Fahrzeuges liegt aktuell bei rund 51.000 €. Die anfallenden Kosten für die Fahrzeugunterhaltung und die Verwaltung der Ausstattung trägt die zuständige verwaltende Stelle, die Regierung von Unterfranken.

Diese Mannschaftstransportwagen sollen im Katastrophenfall die Betreuung verbessern und wurden deshalb für die Schnelleinsatzgruppen (SEG) Betreuung in Auftrag gegeben. Aufgabe solcher SEG Betreuung ist es, Unverletzte, aber auch Verletzte, welche medizinisch schon behandelt wurden zu versorgen und gegebenenfalls in anderen Unterkünften unterzubringen. Des Weiteren gehört die psychische Betreuung der Betroffenen ebenfalls zu den Tätigkeiten. Bei Hochwasser kümmern sie sich beispielsweise darum, die Anwohner in Notunterkünften unterzubringen und zu versorgen. Um einen guten Schutz zu gewährleisten, werden darum die neuen Mannschaftssportwagen angeschafft.

Das Einsatzfahrzeug auf dem Fahrzeugtyp Crafter 35 von Volkswagen kann bis zu 9 Personen transportieren und wird deshalb meistens bei Großschadensereignissen zum Transport von Helfern und Betroffenen benutzt. Außerdem dienen sie beispielsweise dazu, Verpflegung und Einsatzmaterial zu beschaffen.

Hintergrund:
Der Schutz der Bevölkerung liegt im Verteidigungsfall in der Hand des Bundes, während der Katastrophenschutz hingegen Sache der Länder ist. Jedoch arbeiten Bund und Ländern in diesem Fall sehr eng zusammen. Deshalb ist es auch im Verteidigungsfall Aufgabe des Katastrophenschutzes, die Bevölkerung zu schützen. Anders herum bedeutet dies, dass der Bund die Mittel, welche er zum Zivilschutz benötigt, auch den Ländern in Friedenzeiten bereitstellt. Um die im Zuge der Neukonzeption des Zivilschutzes durch den Bund geringere Fahrzeugzahl auszugleichen beschafft der Freistaat Bayern zusätzlich Fahrzeuge, die quasi baugleich mit den Bundesfahrzeugen sind, um die flächendeckende Ausstattung auch zukünftig sichern zu können.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109