Presseinfo 237/15 — 03. August 2015


Waldbrandgefahr in Unterfranken erreicht Höchststufe: Regierung ordnet für Dienstag und voraussichtlich das kommende Wochenende wieder Befliegung an

Würzburg (ruf) – Der Hochsommer nimmt auch in Unterfranken einen neuen Anlauf. Der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes weist bereits für morgen eine sehr hohe Waldbrandgefahr auf. Auch am kommenden Wochenende ist nach derzeitigem Stand mit einer mindestens hohen Waldbrandgefahr zu rechnen. Deshalb ordnet die Regierung von Unterfranken im Einvernehmen mit dem regionalen Beauftragten der Bayerischen Forstverwaltung für die Waldbrandbekämpfung in Unterfranken für Dienstag, 04. August 2015 die Luftbeobachtung als Maßnahme der vorbeugenden Waldbrandbekämpfung für den gesamten Regierungsbezirk Unterfranken an. Eine entsprechende Anordnung wird nach den derzeitigen Prognosen voraussichtlich auch für das kommende Wochenende für Samstag, 8. August bis Sonntag, 9. August 2015 ergehen.

Die unterfränkischen Wälder sind nach wie vor trocken. Längere bzw. ausgiebige, die Bodenfeuchtigkeit deutlich anhebende Niederschläge sind weiterhin nicht in Sicht. Darüber hinaus besteht eine Feuergefährdung von offenem, nicht abgeschattetem Gelände mit abgestorbener Wildgrasauflage ohne grünen Unterwuchs. Auf Grund des sommerlichen Wetters und der Ferienzeit ist mit einer erhöhten Zahl von Ausflüglern in Wald und Flur zu rechnen.

Die vorbeugende Luftbeobachtung findet dabei in den Nachmittagsstunden zu den höchsten Gefährdungszeiten statt. Die Befliegung mittels ausgebildeter Luftbeobachter erfolgt in Unterfranken auf zwei Routen. Die Beobachtungsflugzeuge starten bei der so genannten Westroute von den Flugplätzen Mainbullau und Hettstadt. Bei der so genannten Ostroute werden die Flugplätze Bad Kissingen und Haßfurt genutzt. Im Rahmen der Luftbeobachtung achten die Luftbeobachter auch auf Auffälligkeiten in Sachen Borkenkäferbefall.

Auf Grund des sommerlichen Wetters ist mit einer erhöhten Zahl von Ausflüglern in der Natur zu rechnen. Die Bevölkerung wird dringend gebeten, in Waldgebieten äußerste Vorsicht walten zu lassen und keinesfalls mit offenem Feuer zu hantieren oder zu rauchen.

Die Regierung von Unterfranken trägt die tatsächlichen Einsatzkosten für Einsätze der Luftbeobachtung im Katastrophenschutz aus Mitteln des Katastrophenschutzfonds; die Luftrettungsstaffel Bayern stellt die ehrenamtlichen Piloten.

Weitere Informationen zur Luftrettungsstaffel Bayern e.V., Flugbereitschaft Unterfranken, mit einem Bild des Schnellen Einsatzflugzeuges finden Sie im Internet unter: www.lrst-ufr.de. Ergänzende Informationen zur Luftbeobachtung im Katastrophenschutz erhalten Sie zudem auch im Internet-Angebot der Regierung unter der Adresse www.regierung.unterfranken.bayern.de > Aufgaben > Sicherheit + Kommunales > Luftbeobachtung.
 


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109