Presseinfo 254/15 — 28. August 2015


Weiter steigende Zahl von Asylbewerbern:

Regierung von Unterfranken bittet Landkreise weiterhin Notkapazitäten vorzuhalten und aktiviert den Notfallplan für die kreisfreien Städte


Würzburg (ruf) – Der nach wie vor anhaltende, dramatisch hohe Zustrom von Asylbewerbern hat es erforderlich gemacht, die Landkreise zu bitten, auch weiterhin Notfallkapazitäten zur Unterbringung von Asylbewerbern vorzuhalten. Dabei hat die Regierung von Unterfranken die Landkreise gebeten, in die Planungen auch alternative, insbesondere winterfeste Notunterkünfte einzubeziehen, damit nach dem Ende der Sommerferien die derzeit betriebenen Notunterkünfte wieder bestimmungsgemäß genutzt werden können.
Zeitgleich wurde für die drei kreisfreien Städte Aschaffenburg, Würzburg und Schweinfurt der Notfallplan aktiviert.
Derzeit kommen in der Aufnahmeeinrichtung in Schweinfurt täglich ca. 100 bis 150 Personen neu an, die in der Folge untergebracht werden müssen. Hinzu kommt der Zugang von Asylbewerbern aus anderen Aufnahmeeinrichtungen in Bayern. Die Aufnahmeeinrichtung in Schweinfurt hat ihre Aufnahmekapazität erreicht. Auch die Kapazitäten der angeschlossenen Dependancen und der derzeit schon in Anspruch genommenen, von den Landkreisen bereitgestellten und betriebenen Notunterkünfte sind ausgeschöpft. Aus diesem Grund wird die Unterbringung der hier in Unterfranken in sehr großer Zahl neuankommenden Asylbewerber immer schwieriger.
Um eine allzu lange Verweildauer der Asylsuchenden in den Notunterkünften zu vermeiden, sollten die Asylbewerber möglichst schnell in dauerhafte Einrichtungen umziehen. Die Landkreise sind deshalb zusätzlich gebeten worden, auch hier ihre bisherigen großen Anstrengungen fortzusetzen, um neue reguläre Wohnplätze zu schaffen und bereit zu stellen.

Die Regierung von Unterfranken selbst bemüht sich mit großem Nachdruck ebenfalls laufend darum, neue dauerhafte Unterkünfte zu schaffen und sucht dringend geeignete Gebäude, in denen Gemeinschaftsunterkünfte mit einer Kapazität von mindestens 75 Plätzen eingerichtet werden können. Weitere Informationen zur entsprechenden Ausschreibung können im Internet über die Startseite der Regierung von Unterfranken abgerufen werden.

Die Regierung von Unterfranken bittet um Verständnis für diese Maßnahmen, die aufgrund des enormen Zustroms asylsuchender Menschen unumgänglich sind. Der Dank gilt allen Beschäftigten der betroffenen Verwaltungen und vor allem den Bürgerinnen und Bürgern, die sich in dieser Zeit ehrenamtlich zum Wohle dieser zu uns kommenden Menschen seit Monaten sorgen und kümmern und damit gesamtgesellschaftspolitische Verantwortung übernehmen.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109