Presseinfo 255/15 — 01. September 2015


Grund- und Mittelschulen gut versorgt!
Trendwende bei den Schülerzahlen hält an – Einschulungen auf Vorjahresniveau
Auch Schulverwaltungen reagieren auf steigende Asylbewerberzahlen

Unterfränkische Schullandschaft im Schuljahr 2015/2016

– E i n l a d u n g –


Würzburg (ruf) – Die Schullandschaft in Unterfranken bleibt in Bewegung. Nachdem die Anzahl der Grundschüler in den zurückliegenden Jahren teilweise massiv zurückgegangen war, stabilisieren sich nun die Schülerzahlen im Grundschulbereich auf dem Vorjahresniveau (+0,32%). Die durchschnittliche Schülerzahl pro Klasse im Volksschulbereich liegt bei 20 Schülern. Der Anteil der kleinen Grundschulen ist rückläufig: In Unterfranken gibt es im Schuljahr 2015/16 nur noch 46 staatliche Grundschulen bzw. Grundschulanteile an Volksschulen (Vorjahr 54), die von weniger als 80 Schülern besucht werden. An 15 Grundschulen (Vorjahr 16) werden weniger als 4 Klassen unterrichtet. Die schulorganisatorischen Herausforderungen für die Schulverantwortlichen, vor allem bei der Lehrerversorgung kleiner Schulen, bleiben bestehen.

Erfreulich ist die Fortführung des Trends des verlangsamten Schülerrückgangs bei den Mittelschulen. Nach den Vorjahreswerten -4,0% (12/13), -2,9% (13/14), -1,3% (14/15) beträgt der Rückgang nur noch -0,5%. Diese Entwicklung ist ein Zeichen dafür, dass die Akzeptanz bei den Eltern und Schülern hier offenbar weiter zugenommen hat. Mittlerweile beträgt aber auch bei den staatlichen Mittelschulen an 29 Standorten die Schülerzahl unter 100. Etwa ein Drittel aller Mittelschüler erreichen den Mittleren Schulabschluss, zwei Drittel den qualifizierenden Mittelschulabschluss bzw. den erfolgreichen Mittelschulabschluss. Die Zahlen der Abgangsschüler ohne Abschluss sind in Unterfranken marginal.

Auch im Bereich der Förder- und Berufsschulen gibt es einige Themen, die das neue Schuljahr prägen. Die Schülerzahlen bei den Förderschulen bleiben weitestgehend konstant, was weiterhin den hohen Stellenwert dieser Schulart unterstreicht.

Erfreuliches gibt es auch bei den Berufsschulen zu vermelden: Im kommenden Schuljahr können flächendeckend in ganz Unterfranken Angebote für berufsschulpflichtige Asylbewerber und Flüchtlinge gemacht werden. Die Anzahl der Berufsintegrationsklassen steigt auf 37, ausreichend für 630 Schülerinnen und Schüler.

Bei den Wirtschaftsschulen geht es nach der Einführung des neuen Lehrplankonzepts „LehrplanPlus“ im vergangenen Schuljahr für die 7. Jahrgangsstufe jetzt in die nächste Phase: Neue Lehrpläne gelten nun auch für die 8. Jahrgangsstufe der vier- und dreistufigen Wirtschaftsschule. Im Juni/Juli 2018 werden dann die ersten Abschlussprüfungen nach den neuen Lehrplänen durchgeführt.

Welche Veränderungen und Entwicklungen im Detail auf Schüler, Eltern, Kommunen, Lehrkräfte und die Schulaufsicht zukommen, beantwortet die Regierung von Unterfranken im Rahmen ihrer jährlichen Pressekonferenz zu Schuljahresbeginn. Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer und der Leiter des Bereichs Schulen, Abteilungsdirektor Gustav Eirich, werden die aktuellen Themen ebenso wie Tendenzen und Trends in einem Informationsgespräch am

Dienstag, dem 8. September 2015, um 11.00 Uhr,
im Kleinen Sitzungssaal der Regierung von Unterfranken,
Peterplatz 9, 97070 Würzburg,

darstellen.

Wir laden Sie als (Bild-)Berichterstatter/-innen zu diesem Pressetermin herzlich ein.

Die Regierung von Unterfranken ist für Grund- und Mittelschulen, berufliche Schulen und für Förderschulen in ganz Unterfranken zuständig. Zu den Aufgaben gehören hierbei insbesondere Personaleinsatz und -verwaltung, Schulorganisation, Schulentwicklung, Lehrerfortbildung und vieles mehr.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109