Presseinfo 264/15 — 10. September 2015


Neubau einer Ortsumfahrung Kleinwallstadt im Landkreis Miltenberg

Regierung von Unterfranken leitet Planfeststellungsverfahren ein


Würzburg – Der Markt Kleinwallstadt hat bei der Regierung von Unterfranken die Durchführung des Planfeststellungsverfahrens für den Bau einer Ortsumfahrung Kleinwallstadt mit einer Mainbrücke südlich Kleinwallstadt im Zuge der Staatsstraße St 2309 beantragt.

Das geplante Vorhaben beinhaltet die Ortsumfahrung Kleinwallstadt mit dem Neubau einer Brücke über den Main zur Verbindung der rechtsmainisch verlaufenden Staatsstraße St 2309 und der linksmainisch verlaufenden Kreisstraße MIL 38. Zusätzlich angeschlossen wird die Bundesstraße B 469, Fahrtrichtung Stockstadt, mit einer Zufahrtsrampe. Die Maßnahme liegt in den Gemeindegebieten des Marktes Kleinwallstadt (Gemarkungen Kleinwallstadt und Hofstetten), des Marktes Elsenfeld (Gemarkung Elsenfeld) und der Gemeinde Großwallstadt (Gemarkung Großwallstadt). Der ca. 900 m lange Neubauabschnitt beginnt westlich des Mains unmittelbar südlich der Anschlussstelle Großwallstadt der B 469 an der Kreisstraße MIL 38 mit einem Kreisverkehr und endet östlich des Mains an der St 2309 ebenfalls mit einem Kreisverkehr. Die neue Ortsumgehung kreuzt die B 469, die Bundeswasserstraße Main und die Bahnstrecke Aschaffenburg - Miltenberg.

Der Markt Kleinwallstadt plant die Ortsumgehung in sogenannter kommunaler Sonderbaulast. Die Staatsstraßen stehen grundsätzlich in der Baulast des Freistaates Bayern. Die Maßnahme ist im Ausbauplan für Staatsstraßen jedoch nachrangig eingestuft, so dass eine direkte Umsetzung durch den Freistaat nicht absehbar ist. Um die Ortsumgehung jedoch zeitnah umsetzen zu können, hat der Markt Kleinwallstadt entschieden, Planung und Bau der Ortsumgehung zu übernehmen. Im Gegenzug erhält Kleinwallstadt vom Freistaat Bayern Fördermittel aus dem Programm „Staatsstraßenumfahrungen in gemeindlicher Sonderbaulast“. Mit Verkehrsfreigabe geht die Ortsumgehung in die Bau- und Unterhaltungslast des Freistaates Bayern über.

Die Regierung von Unterfranken ist für das Planfeststellungsverfahren zuständig und hat im Rahmen des Anhörungsverfahrens alle relevanten privaten und öffentlichen Belange zu ermitteln und zu prüfen. Zu diesem Zweck beteiligt die Regierung von Unterfranken zum einen die betroffenen Gemeinden, Fachbehörden sowie sonstigen Träger öffentlicher Belange und bittet diese um Stellungnahme zu der vorgelegten Planung. Zum anderen werden die Planunterlagen von der Verwaltungsgemeinschaft Kleinwallstadt, vom Markt Elsenfeld und von der Gemeinde Großwallstadt einen Monat lang zur Einsichtnahme für alle Interessierten ausgelegt. Nach Ablauf der Auslegungsfrist haben Betroffene zwei weitere Wochen Zeit, um Einwendungen gegen die Planung zu erheben. Ort und Zeit der Auslegung sowie Näheres zu der Möglichkeit, Einwendungen zu erheben, werden von den Gemeinden ortsüblich bekannt gemacht.

Hinweis:
Weitere Informationen zu der geplanten Maßnahme können auch auf der Internetseite der Regierung von Unterfranken unter der Rubrik „Planung und Bau“ > Aktuelle straßenrechtliche Planfeststellungsverfahren.

Anlage

Hier können Sie u. a. Formulare, Dokumente, Präsentationen, Bilddokumente mit weiteren Informationen herunterladen.

Dokument Typ Dateigröße
Übersichtskarte zur geplanten und beantragten Maßnahme PDF 1.298 KB

Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109