Presseinfo 265/15 — 11. September 2015


Ersatzneubau der Talbrücke Pleichach an der BAB A 7
Regierung von Unterfranken leitet Planfeststellungsverfahren ein

Würzburg – Die Autobahndirektion Nordbayern hat bei der Regierung von Unterfranken einen Antrag auf Durchführung des Planfeststellungsverfahrens für den Ersatzneubau der Talbrücke Pleichach an der BAB A 7 (Fulda - Würzburg) im Abschnitt Anschlussstelle Gramschatzer Wald bis Anschlussstelle Würzburg/Estenfeld gestellt. Bei diesem Bauvorhaben handelt es sich um den Ersatzneubau des Bauwerks, der wegen erheblicher baulicher Schäden erforderlich ist. Die vorhandene Anzahl der Fahrstreifen der Bundesautobahn A 7 und damit die Verkehrsfunktion bzw. die verkehrliche Leistungsfähigkeit werden nicht verändert. Die Baumaßnahme umfasst die Erneuerung der Talbrücke an bestehender Stelle und die damit verbundenen streckenbaulichen Anpassungsmaßnahmen an der BAB A 7 sowie die Sanierung der Bauwerksentwässerung mit der Anlage eines Absetz- und Regenrückhaltebeckens östlich des Brückenbauwerks.

Die Gesamtlänge beträgt 844 m, wovon die Bauwerkserneuerung eine Länge von ca. 350 m umfasst. Die Anzahl der Brückenfelder der Talbrücke von derzeit zehn Feldern wird aus gestalterischen Gründen auf acht Felder reduziert.

Die beantragte Baumaßnahme einschließlich der landschaftspflegerischen Kompensationsmaßnahmen betrifft im Landkreis Würzburg die Gemarkung Mühlhausen der Gemeinde Estenfeld (Verwaltungsgemeinschaft Estenfeld) und die Gemarkungen Maidbronn bzw. Maidbronner Wald des Marktes Rimpar und im Landkreis Kitzingen die Gemarkung Klosterforst der Stadt Kitzingen. Die Planunterlagen werden in der Verwaltungsgemeinschaft Estenfeld, der Marktgemeinde Rimpar und in der Stadt Kitzingen zur Auslegung kommen. Die Auslegung soll voraussichtlich Mitte September beginnen. Näheres zu Ort und Zeit der Auslegung sowie zur Möglichkeit, Einwendungen zu erheben, werden durch ortsübliche Bekanntmachung der Gemeinde Estenfeld, des Marktes Rimpar und der Stadt Kitzingen rechtzeitig gesondert mitgeteilt. Nicht ortsansässige Betroffene erhalten von der jeweils zuständigen Gebietskörperschaft eine schriftliche Mitteilung über die öffentliche Auslegung der Planunterlagen.

Im durchzuführenden Planfeststellungsverfahren werden alle relevanten privaten und öffentlichen Belange im Rahmen des Anhörungsverfahrens durch die Regierung von Unterfranken ermittelt und geprüft. Hierzu dient zum einen die oben erwähnte Auslegung der Planunterlagen. Zum anderen holt die Regierung von Unterfranken die Stellungnahmen der einschlägigen Fachbehörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange ein und beteiligt die betroffenen Gemeinden. Die Benachrichtigung der nach Naturschutzrecht anerkannten Vereine sowie der sonstigen in Umweltangelegenheiten anerkannten Vereinigungen erfolgt durch die Öffentlichkeitsbeteiligung in Form der Auslegung. Privatbetroffene, anerkannte Vereinigungen und sonstige Träger subjektiver Rechte können ihre Einwendungen nur innerhalb der in der jeweiligen ortsüblichen Bekanntmachung gesetzten Frist erheben. Nach Fristablauf ist die Erhebung von Einwendungen nicht mehr möglich.

Die Kosten des gesamten Vorhabens werden auf rund 29,3 Millionen € geschätzt. Mit den Bauarbeiten soll nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens begonnen werden.

Hinweis:
Die Planunterlagen und die Bekanntmachung können in Kürze auch auf der Internetseite der Regierung von Unterfranken unter der Rubrik „Planung und Bau“ > Straßenrechtliche Planfeststellungsverfahren > Aktuelle straßenrechtliche Planfeststellungsverfahren eingesehen werden. Maßgeblich ist jedoch allein der Inhalt der ausgelegten Unterlagen.

Anlage

Hier können Sie u. a. Formulare, Dokumente, Präsentationen, Bilddokumente mit weiteren Informationen herunterladen.

Dokument Typ Dateigröße
Übersichtskarte zur geplanten und beantragten Maßnahme BAB A 7 Talbrücke Pleichach PDF 2.211 KB

Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109