Presseinfo 298/15 — 02. Oktober 2015


Weiter steigende Zahl von Asylbewerbern:

Regierung von Unterfranken errichtet Notunterkunft in der Balthasar Neumann Kaserne Veitshöchheim

Würzburg (ruf) – Der Zustrom von Asylbewerbern nach Unterfranken hält weiterhin an. Allein im September wurden von der Aufnahmeeinrichtung Schweinfurt rund 4800 Asylbewerber neu registriert. Einschließlich aller Dependancen und der Notunterkünfte der Kreisverwaltungsbehörden leben aktuell in Unterfranken rund 6000 Asylbewerber in der Erst- bzw. Notunterbringung. Über 8400 Asylbewerber sind in der Anschlussunterbringung (Gemeinschaftsunterkünfte, dezentrale Unterbringungen der Kreisverwaltungsbehörden) untergebracht.
Vor diesem Hintergrund schafft auch die Regierung von Unterfranken unterfrankenweit neue winterfeste Notaufnahmekapazitäten. In der Balthasar Neumann Kaserne Veitshöchheim ist sie jetzt fündig geworden. Die Bundeswehr stellt dazu dankeswerterweise zwei beheizbare Hallen des Kasernengeländes bereit. Die Hallen werden derzeit für die Aufnahme von bis zu 500 Asylbewerbern hergerichtet. Vorgesehenen ist die Belegung mit Stockbetten. Ausreichend Sanitärcontainer werden aufgestellt. Das Gelände wird eigens zu dem Zweck als Notunterkunft neu abgezäunt. Das Gelände liegt auf Würzburger Gemarkung. Die Erstbelegung ist bereits für Mitte Oktober vorgesehen, sobald die baulichen Anpassungen und Einrichtungsarbeiten abgeschlossen. Vor Ort wird, wie in anderen Notunterkünften der Regierung auch, rund um die Uhr ein Sicherheitsdienst präsent sein. Eine örtliche Objektbetreuung wird installiert.

Die Notunterkunft in der Balthasar Neumann Kaserne Veitshöchheim dient vorrangig zur Entlastung bisher nicht winterfester Notunterkünfte der Regierung von Unterfranken (z.B. der noch vorhandenen Zeltunterbringungen in der Würzburger Zellerau oder in der Aufnahmeeinrichtung Schweinfurt).

Die Asylbewerberunterbringung wird auch in Unterfranken immer schwieriger. Bereits am 15. Juli 2015 hat die Regierung von Unterfranken in Abstimmung mit dem Bayerischen Sozialministerium den Notfallplan zur Unterbringung der Asylbewerber allgemein in Kraft gesetzt. Aktiviert sind in diesem Zusammenhang mittlerweile alle unterfränkischen Landkreise und kreisfreien Städte. Zur aktuellen Unterbringungssituation (Zahlen, Daten und Fakten) hat die Regierung von Unterfranken vor kurzem einen Internetauftritt freigeschaltet, der über die Startseite der Regierung von Unterfranken http://www.regierung.unterfranken.bayern.de zu erreichen ist.

Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer dankt ausdrücklich den vielen Helfern und Ehrenamtlichen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den staatlichen und kommunalen Verwaltungen für ihren bisherigen Einsatz. „Ich habe die Hoffnung und auch das Vertrauen, dass wir gemeinsam den Zustrom der Asylbewerber auch in den nächsten Wochen und Monaten gemeinsam bewältigen werden. Dafür gebührt allen Helferinnen und Helfern mein großer Dank“, so der Regierungspräsident.


Die Regierung bittet die Bevölkerung um Verständnis, dass derzeit oftmals sehr kurzfristig Unterbringungsmaßnahmen getroffen werden müssen. Dies gilt besonders für aktuelle Notunterbringungen im Hinblick auf den bevorstehenden Winter.


Seitens der Gemeinde Veitshöchheim findet am 8.10.2015, 19 Uhr in den Mainfrankensälen eine Informationsveranstaltung statt.

Abschließender Hinweis:
Die Regierung von Unterfranken sucht – über Notunterkünfte hinaus – weiterhin in ganz Unterfranken dringend geeignete Gebäude, in denen Gemeinschaftsunterkünfte mit einer Kapazität von mindestens 75 Plätzen eingerichtet werden können. Weitere Informationen zur entsprechenden Ausschreibung können im Internet über die Startseite der Regierung von Unterfranken abgerufen werden.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109