Presseinfo 311/15 — 09. Oktober 2015


Erneuerung der Talbrücke „Rothof“ an der BAB A 7

Regierung von Unterfranken leitet Planfeststellungsverfahren ein

 

 

Würzburg – Die Autobahndirektion Nordbayern hat bei der Regierung von Unterfranken einen Antrag auf Durchführung des Planfeststellungsverfahrens für die Bauwerkserneuerung der Talbrücke Rothof an der BAB A 7 (Fulda - Würzburg) im Abschnitt Anschlussstelle Würzburg/Estenfeld bis Autobahnkreuz Biebelried gestellt. Bei diesem Bauvorhaben handelt es sich um den Ersatzneubau des Bauwerks, der wegen erheblicher Schäden an den tragenden Bauteilen erforderlich ist. Die Baumaßnahme umfasst die Erneuerung der Talbrücke einschließlich der erforderlichen streckenbaulichen Anpassungsmaßnahmen und bauzeitlichen Provisorien sowie die Sanierung der Bauwerksentwässerung mit der Anlage eines Absetz- und Regenrückhaltebeckens unterhalb des Brückenbauwerks.

Die Gesamtlänge beträgt ca. 1.180 m, wovon das eigentliche Brückenbauwerk eine Länge von ca. 410 m umfasst. Die Pfeilerstellung und damit die Anzahl der Brückenfelder bleibt gegenüber dem Bestand unverändert. Das neue Brückenbauwerk wird bereits für einen eventuellen späteren 6-streifigen Ausbau der Bundesautobahn A 7 ausgelegt. Die vorhandene Anzahl der Fahrstreifen und damit die Verkehrsfunktion bzw. die verkehrliche Leistungsfähigkeit werden jedoch nicht verändert. Zur Aufrechterhaltung des Verkehrs während der Bauzeit ist die Errichtung einer Behelfsbrücke mit einer Fahrbahnbreite von 12,00 m auf der Ostseite der bestehenden Brücke erforderlich. Dieses Provisorium wird am Ende der Maßnahme wieder vollständig rückgebaut.

Die beantragte Baumaßnahme einschließlich der landschaftspflegerischen Kompensationsmaßnahmen betrifft im Landkreis Würzburg die Gemarkung Rottendorf der Gemeinde Rottendorf und im Landkreis Kitzingen die Gemarkung Effeldorf der Stadt Dettelbach und die Gemarkung Klosterforst der Stadt Kitzingen. Die Planunterlagen werden in der Gemeinde Rottendorf, der Stadt Dettelbach und der Stadt Kitzingen zur Auslegung kommen. Näheres zu Ort und Zeit der Auslegung sowie zur Möglichkeit, Einwendungen zu erheben, werden durch ortsübliche Bekanntmachung (z.B. durch Aushang oder im gemeindlichen Amtsblatt) der Gemeinde Rottendorf, der Stadt Dettelbach und der Stadt Kitzingen rechtzeitig gesondert mitgeteilt. Nicht ortsansässige Betroffene erhalten von der jeweils zuständigen Gebietskörperschaft eine schriftliche Mitteilung über die öffentliche Auslegung der Planunterlagen.

Im durchzuführenden Planfeststellungsverfahren werden alle relevanten privaten und öffentlichen Belange im Rahmen des Anhörungsverfahrens durch die Regierung von Unterfranken ermittelt und geprüft. Hierzu dient zum einen die oben erwähnte Auslegung der Planunterlagen. Zum anderen holt die Regierung von Unterfranken die Stellungnahmen der einschlägigen Fachbehörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange ein und beteiligt die betroffenen Gemeinden. Die Benachrichtigung der nach Naturschutzrecht anerkannten Vereine sowie der sonstigen in Umweltangelegenheiten anerkannten Vereinigungen erfolgt durch die Öffentlichkeitsbeteiligung in Form der Auslegung. Privatbetroffene, anerkannte Vereinigungen und sonstige Träger subjektiver Rechte können ihre Einwendungen nur innerhalb der in der jeweiligen ortsüblichen Bekanntmachung gesetzten Frist erheben. Nach Fristablauf ist die Erhebung von Einwendungen nicht mehr möglich.

Die Kosten des gesamten Vorhabens werden auf rund 35 Millionen € geschätzt.

Hinweis:
Die Planunterlagen und die Bekanntmachung können auch auf der Internetseite der Regierung von Unterfranken unter der Rubrik „Planung und Bau“ > Straßenrechtliche Planfeststellungsverfahren > Aktuell laufende Planfeststellungsverfahren eingesehen werden. Maßgeblich ist jedoch allein der Inhalt der ausgelegten Unterlagen.

Anlage

Hier können Sie u. a. Formulare, Dokumente, Präsentationen, Bilddokumente mit weiteren Informationen herunterladen.

Dokument Typ Dateigröße
Übersichtskarte zur geplanten und beantragten Maßnahme Einleitung A7 Talbrücke Rothof PDF 6.361 KB

Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109