Presseinfo 313/15 — 13. Oktober 2015


Weiter steigende Zahl von Asylbewerbern:
Regierung von Unterfranken errichtet Notunterkunft am Würzburger Hubland

Würzburg (ruf) – Der Zustrom von Asylbewerbern nach Unterfranken hält weiterhin an. Allein im September wurden von der Aufnahmeeinrichtung Schweinfurt rund 4800 Asylbewerber neu registriert. Einschließlich aller Dependancen und der Notunterkünfte der Kreisverwaltungsbehörden leben aktuell in Unterfranken rund 6300 Asylbewerber in der Erst- bzw. Notunterbringung. Über 8400 Asylbewerber sind in der Anschlussunterbringung (Gemeinschaftsunterkünfte, dezentrale Unterbringungen der Kreisverwaltungsbehörden) untergebracht.


Vor diesem Hintergrund schafft die Regierung von Unterfranken unterfrankenweit neue winterfeste Notaufnahmekapazitäten. Nach der Balthasar Neumann Kaserne Veitshöchheim (siehe Pressemitteilung vom 2. Oktober 2015) richtet sie auch am Würzburger Hubland eine Notunterkunft ein. Die Universität Würzburg stellt dazu dankeswerterweise eine Mehrzweckhalle und eine Turnhalle am Didaktik- und Sprachenzentrum (Gebäude 25) im nordwestlichen Teil des Campusgeländes (Campus Nord) für den Winterzeitraum 2015/16 bereit. Die Hallen werden derzeit für die Aufnahme von rund 300 Asylbewerbern hergerichtet. Dafür werden Stockbetten und Sanitärcontainer aufgestellt. Die Erstbelegung ist bereits ab Ende dieser Woche vorgesehen, sobald die baulichen Anpassungen und Einrichtungsarbeiten abgeschlossen sind. Eine örtliche Objektbetreuung mit Sicherheits-, Hausmeister- und Reinigungsdienst einschließlich Catering wird installiert.

Die Notunterkunft am Hubland dient ebenso wie die Notunterkunft in der Balthasar Neumann Kaserne Veitshöchheim vorrangig als Ersatz für nicht winterfeste Notunterkünfte der Regierung von Unterfranken, wie z.B. die Zeltunterbringung in der Aufnahmeeinrichtung Schweinfurt oder der Würzburger Zellerau.

Die Asylbewerberunterbringung wird auch in Unterfranken immer schwieriger. Bereits am 15. Juli 2015 hat die Regierung von Unterfranken in Abstimmung mit dem Bayerischen Sozialministerium den Notfallplan zur Unterbringung der Asylbewerber allgemein in Kraft gesetzt. Aktiviert sind in diesem Zusammenhang mittlerweile alle unterfränkischen Landkreise und kreisfreien Städte. Zur aktuellen Unterbringungssituation (Zahlen, Daten und Fakten) hat die Regierung von Unterfranken vor kurzem einen Internetauftritt freigeschaltet, der über die Startseite der Regierung von Unterfranken zu erreichen ist.


Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer dankt ausdrücklich den vielen Helfern und Ehrenamtlichen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den staatlichen und kommunalen Verwaltungen für ihren bisherigen Einsatz.


Die Regierung bittet die Bevölkerung um Verständnis, dass derzeit oftmals sehr kurzfristig Unterbringungsmaßnahmen getroffen werden müssen. Dies gilt besonders für aktuelle Notunterbringungen im Hinblick auf den bevorstehenden Winter.
 

Abschließender Hinweis:
Die Regierung von Unterfranken sucht – über Notunterkünfte hinaus – weiterhin in ganz Unterfranken dringend geeignete Gebäude, in denen Gemeinschaftsunterkünfte mit einer Kapazität von mindestens 75 Plätzen eingerichtet werden können.
Weitere Informationen zur entsprechenden Ausschreibung können im Internet über die Startseite der Regierung von Unterfranken www.regierung.unterfranken.bayern.de abgerufen werden.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109