Presseinfo 321/15 — 23. Oktober 2015


Planfeststellungsverfahren für den sechsstreifigen Ausbau der A 3 zwischen Dettelbach und Wiesentheid geht weiter

2. Planänderung wird ausgelegt

Würzburg – Die Autobahndirektion Nordbayern hat der Regierung von Unterfranken eine zweite Planänderung im Planfeststellungsverfahren für den sechsstreifigen Ausbau der Bundesautobahn A 3 (Frankfurt – Nürnberg) im Teilabschnitt östlich Mainbrücke Dettelbach bis westlich Anschlussstelle Wiesentheid vorgelegt. Das Planfeststellungsverfahren für diesen rund 12,4 km langen Ausbauabschnitt wurde bereits im Sommer 2011 eingeleitet. Die Planunterlagen lagen in der Folgezeit im September und Oktober 2011 in den betroffenen Gemeinden aus. Aufgrund der daraufhin eingegangenen Einwendungen und Stellungnahmen hat die Autobahndirektion Nordbayern die ausgelegten Planunterlagen in Teilen überarbeitet. Diese 1. Planänderung lag im März und April 2015 aus. Insbesondere die Erkenntnisse aus dem Anhörungsverfahren zur 1. Planänderung und aus dem Erörterungstermin haben die Autobahndirektion veranlasst, die Planung ein weiteres Mal anzupassen.

Die 2. Planänderung beinhaltet insbesondere eine veränderte Führung der Kreisstraße KT 11. Entgegen der ursprünglichen Planung verläuft diese nun näher an der bereits bestehenden Trasse, um die Zerschneidung der landwirtschaftlichen Flur so gering wie möglich zu halten. Die KT 12 wird ebenfalls in ihre Bestandslage verschoben, um Eingriffe in die nordwestlich angrenzenden Biotope und Naturdenkmale zu vermeiden. Zudem wird die südliche Rampe der Anschlussstelle Kitzingen/ Schwarzach, zur Erhöhung der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs, mit einer Ampel ausgestattet. Außerdem werden die schalltechnischen Berechnungen an eine aktualisierte Verkehrsuntersuchung angepasst. Die Berechnungen der Autobahndirektion gehen davon aus, dass mit weniger Überschreitungen der Nachtgrenzwerte zu rechnen sein wird.

Als weitere Planänderungen sind beispielhaft zu nennen, die Erweiterung des Lärmschutzes für Lkw-Parkplätze an der Tank- und Rastanlage Haidt sowie Anpassungen der Straßenentwässerung, der landschaftspflegerischen Begleitplanung und am der A 3 nachgeordneten Straßennetz.

Die geänderten Pläne werden voraussichtlich ab Ende Oktober für einen Monat in den insgesamt acht betroffenen Kommunen zur allgemeinen Einsicht ausliegen (Gemeinden Albertshofen, Biebelried und Mainstockheim; Märkte Kleinlangheim, Schwarzach am Main und Wiesentheid; Städte Dettelbach und Kitzingen). Näheres zu Ort und Zeit der Auslegung sowie zur Möglichkeit, Einwendungen zu erheben, werden durch ortsübliche Bekanntmachung (z.B. im gemeindlichen Amtsblatt) rechtzeitig gesondert mitgeteilt. Einwendungen, die bereits gegen die ursprüngliche Planung oder die 1. Planänderung vorgebracht wurden, bleiben bestehen und sind weiterhin Gegenstand des Planfeststellungsverfahrens.

Bei dem sechsstreifigen Ausbau der Bundesautobahn A 3 (Frankfurt – Nürnberg) im Teilabschnitt östlich Mainbrücke Dettelbach bis westlich Anschlussstelle Wiesentheid handelt es sich um den letzten Abschnitt des sechsstreifigen Ausbaus der A 3 im unterfränkischen Bereich, für den noch ein Planfeststellungsverfahren durchzuführen ist. Für die restliche Ausbaustrecke der A 3 von Aschaffenburg bis zur Regierungsbezirksgrenze nach Oberfranken besteht bereits Baurecht.

Hinweis:
Die Planunterlagen (einschließlich Erläuterungsbericht) und die Bekanntmachung können in Kürze auch auf der Internetseite der Regierung von Unterfranken unter der Rubrik „Planung und Bau“ > Aktuelle straßenrechtliche Planfeststellungsverfahren eingesehen werden. Maßgeblich ist jedoch allein der Inhalt der ausgelegten Unterlagen.

Anlagen

Hier können Sie u. a. Formulare, Dokumente, Präsentationen, Bilddokumente mit weiteren Informationen herunterladen.

Dokument Typ Dateigröße
Übersichtskarte zur geplanten Maßnahme Maßstab 1:100.000 Planänderung A3 Dettelbach Wiesentheid PDF 1.124 KB
Übersichtskarte zur geplanten Maßnahme Maßstab 1:25.000 Planänderung A3 Dettelbach Wiesentheid PDF 2.327 KB

Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109