Presseinfo 369/15 — 09. Dezember 2015


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„Dieses Brot schont unser Grundwasser – Trinkwasserschutz durch weniger Dünger“

Eine Initiative der AKTION GRUNDWASSERSCHUTZ

- Presseeinladung -

Würzburg (ruf) – Landwirte, Müller, Bäcker und Wasserversorger erhalten eine Auszeichnung für ihr Engagement beim Grundwasserschutz.

Im Rahmen eines partnerschaftlichen Projektes verzichteten drei landwirtschaftliche Betriebe in den Trinkwassereinzugsgebieten Werntal, Würzburg und Sulzfeld/Marktsteft auf die letzte Stickstoffdüngung ihres Weizens. Aus diesem unterfränkischen, trinkwasserschonend hergestellten Weizen produzieren insgesamt 15 Bäckereien mit insgesamt 53 Filialen mit handwerklichem Geschick hochwertige Backwaren, die dann in den Verkauf gehen. Die Verbraucher sollen durch die Initiative für das Thema „Trinkwasserschutz durch weniger Düngung“ sensibilisiert werden.

Das Projekt wird von Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer am

Montag, 14. Dezember 2015, um 13:00 Uhr,
im Bürgersaal des Historischen Rathauses, Marktplatz 1, 97753 Karlstadt

vorgestellt. Die am Projekt beteiligten Partner (Landwirte, Müller, Bäcker, Wasserversorger) werden ausgezeichnet. Im Anschluss besteht die Möglichkeit einer Verkostung der „Grundwasserschutzbackwaren“.

Wir laden Sie als (Bild-)Berichterstatter/-innen zu dieser Veranstaltung herzlich ein. Aus organisatorischen Gründen wird um rechtzeitige Anmeldung bei der Pressestelle der Regierung von Unterfranken (Tel.: 0931/380 1103) gebeten.

Kurzinfo zum Projekt:
Um gute Voraussetzungen zum Brotbacken zu erzielen, erfolgt bei der Herstellung von Backweizen im konventionellen Landbau regelmäßig eine umfängliche Düngegabe mit mineralischem Stickstoff kurz vor der Ernte. Die späte Ausbringung bedeutet aber auch, dass nach der Ernte mehr Stickstoff auf den Feldern zurückbleibt und eine hohe Gefahr für die Auswaschung von Nitrat in das Grundwasser besteht. Die Initiative zum Schutz unseres Grundwassers soll nach der erfolgreichen Testphase möglichst mit weiteren Kooperationen von Landwirten und Verarbeitern, insbesondere Bäckern in der Region ausgeweitet werden.

Die AKTION GRUNDWASSERSCHUTZ in Unterfranken zielt darauf ab, neue Wege zu entwickeln, um den Nitrateintrag in das Grundwasser zu reduzieren und so zu einem nachhaltigen Schutz der sensiblen und in Unterfranken besonders verwundbaren Ressource beizutragen.

Hintergrund zur AKTION GRUNDWASSERSCHUTZ:

Die AKTION GRUNDWASSERSCHUTZ wurde von der Regierung von Unterfranken 2001 aufgrund der schwierigen Randbedingungen der Trinkwasserversorgung in Unterfranken ins Leben gerufen: In unserer Region wird das Trinkwasser wie auch in den übrigen Regionen Bayerns fast ausschließlich aus dem Grundwasser gewonnen. Aufgrund relativ geringer Niederschläge werden die Grundwasserspeicher jedoch weniger schnell aufgefüllt als anderswo, Schadstoffe werden weniger stark verdünnt. In dem meist klüftigen Untergrund Unterfrankens kann Grundwasser nur schlecht gespeichert werden, meist geringe Bodenauflagen führen dazu, dass das Niederschlagswasser nur wenig gefiltert wird. Das Grundwasser, die „Quelle“ unseres Trinkwassers, muss daher in Unterfranken besonders gut geschützt werden.

Die AKTION GRUNDWASSERSCHUTZ zielt darauf ab, die Bürgerinnen und Bürger für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren, Eigenverantwortung zu wecken, Wege für eine grundwasserverträgliche Landbewirtschaftung zu entwickeln und Partner zusammenzubringen – für den Grundwasserschutz und eine nachhaltige Regionalentwicklung Unterfrankens.

Hier erhalten Sie weitere Informationen über Aktivitäten der Regierung von Unterfranken im Rahmen ihrer „AKTION GRUNDWASSERSCHUTZ – Trinkwasser für Unterfranken“.

Anlagen

Hier können Sie u. a. Formulare, Dokumente, Präsentationen, Bilddokumente mit weiteren Informationen herunterladen.

Dokument Typ Dateigröße
Programm zur Veranstaltung PDF 9 KB
ausführliche Projektbeschreibung PDF 203 KB

Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109