Presseinfo 385/15 — 18. Dezember 2015


Vorzeitiger Maßnahmebeginn für die Verlängerung der Straßenbahnlinien 1 und 5 in Würzburg erteilt

Regierung von Unterfranken stellt 17,9 Millionen Euro in Aussicht

Würzburg (ruf) – Die Regierung von Unterfranken hat mit Datum vom 18.12.2015 der Würzburger Straßenbahn GmbH (Vorhabensträgerin) den vorzeitigen Maßnahmenbeginn für die Verlängerung der Straßenbahnlinien 1 und 5 im Würzburger Stadtteil Grombühl und den damit verbundenen Ausbau der Josef-Schneider-Straße und der Oberdürrbacher Straße erteilt. Der Vorhabensträgerin wurden staatliche Fördermittel nach dem Bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz und dem Finanzausgleichsgesetz in Höhe von insgesamt ca. 17,9 € in Aussicht gestellt. Die Gesamtkosten der Maßnahme sind mit rund 26,9 Millionen Euro veranschlagt. Ausgehend von den förderfähigen Kosten beträgt der Fördersatz 80% (bezogen auf den Straßenbahnanteil) bzw. 60% (bezogen auf den Anteil Park&Ride Parkplatz).

„Mit dem vorzeitigen Maßnahmenbeginn kann das Vorhaben jetzt zügig umgesetzt werden“, freut sich Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer. „Gerade die Anbindung des Nordgeländes des Universitätsklinikums ist für den öffentlichen Personennahverkehr ein wichtiges und zentrales Anliegen, das der gesamten Stadt zugutekommt“, ist sich der Regierungspräsident sicher. Dabei sind die Verlängerung der Straßenbahnlinien 1 und 5 auch ein Beitrag zu mehr Umweltschutz. Straßenbahnen sind gegenüber Bussen und Pkws deutlich umweltfreundlicher.

Durch die Verlängerung der Straßenbahnlinien 1 und 5 wird das bestehende Liniennetz ausgebaut und das Nordgelände des Universitätsklinikums (Frauen- und Kopfklinik, ZOM, ZIM) direkt von der Straßenbahn erschlossen und umsteigefrei an die Innenstadt von Würzburg angebunden. Zusätzlich zum Wegfall der Umsteigenotwendigkeit vom Bus auf die Straßenbahn reduziert sich die derzeitige Reisezeit von durchschnittlich 20 Minuten vom Hauptbahnhof bis zum Einzugsbereich der zukünftigen Endhaltestelle Oberdürrbacher Straße um etwa die Hälfte. Das entsprechende Planfeststellungsverfahren hatte die Regierung von Unterfranken bereits im Jahr 2010 abgeschlossen und im Februar 2015 die Geltungsdauer des Planfeststellungsbeschlusses bis 26.04.2020 verlängert.

Mit der Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn können die Baumaßnahmen schnellstmöglich realisiert werden, auch wenn über die endgültige Förderung durch einen förmlichen Bescheid noch nicht entschieden ist. Die spätere staatliche Förderung erfolgt mit Ermächtigung der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern für Bau und Verkehr und des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat aus Mitteln des Bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes und des Finanzausgleichsgesetzes im Rahmen des vom Bayerischen Landtag beschlossenen Staatshaushalts.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109