Presseinfo 003/16 — 12. Januar 2016


Regierung von Unterfranken förderte im Jahr 2015 den Einsatz von Laienhelfern für psychisch kranke und psychisch behinderte Menschen mit rund 27.700 Euro

Würzburg (ruf) – Die Regierung von Unterfranken hat im Jahr 2015 im Regierungsbezirk Unterfranken für die ehrenamtliche Betreuung psychisch Kranker und psychisch Behinderter durch Laienhelfer insgesamt 27.692 Euro bewilligt. Die bereitgestellten Mittel gingen an 11 unterfränkische Einrichtungen, bei denen sich insgesamt 172 Laienhelfer in ihrer Freizeit der Hilfe für psychisch kranke und psychisch behinderte Menschen widmen. Die Helfer werden für ihre Arbeit angeleitet und regelmäßig geschult. Die Zuwendungen stammen aus dem Haushalt des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege und wurden vom Bayerischen Landtag zur Verfügung gestellt.

Laienhelfergruppen gibt es in Schweinfurt, Würzburg, Aschaffenburg, Lohr am Main, Bad Kissingen, Haßfurt, Miltenberg, Kitzingen, Werneck, Wombach und Bad Neustadt/Saale. Von dort aus werden unter anderem Gruppen- und Einzelbetreuungen durchgeführt. Die Betreuung durch ehrenamtlich arbeitende Laienhelfer soll den psychisch Kranken eine Teilnahme an den Abläufen des normalen Lebens ermöglichen. Hierzu werden z.B. Freizeit- und Kontaktgruppen durchgeführt, die teils selbständig, teils unter der Begleitung einer Fachkraft angeboten werden.

Die Arbeit der Ehrenamtlichen ist ein wichtiger Bestandteil der sozialpsychiatrischen Arbeit. Anders als Sozialpädagogen, Psychologen oder Ärzte sind sie keine professionellen Helfer, sondern werden als interessierte helfende Mitbürger erlebt. Diese Kontakte stellen für Menschen mit einer psychischen Erkrankung eine wohltuende Hilfe bei der immer wieder erlebten Ausgrenzung im Beruf, im gesellschaftlichen Leben und in zwischenmenschlichen Beziehungen dar. Die ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter kommen aus unterschiedlichen sozialen und beruflichen Gruppen und bereichern das Angebot der Beratungsstellen mit der Vielfalt ihrer Persönlichkeiten, Fähigkeiten und Neigungen. Zwischen einzelnen Klienten und Ehrenamtlichen sind vertrauensvolle Beziehungen entstanden, die sich psychisch stabilisierend auf die Klienten auswirken.

Gefördert wurden folgende Träger:

  • Sozialdienst katholischer Frauen Schweinfurt
  • Caritasverband für den Landkreis Bad Kissingen e.V.
  • Bayerisches Rotes Kreuz, Kreisverband Würzburg e.V.
  • Evangelische Kirchengemeinde Lohr am Main - KONTAKTGRUPPEN -
  • Caritasverband für den Landkreis Main-Spessart e.V.
  • Diakonisches Werk Schweinfurt e.V.
  • Caritasverband für den Landkreis Haßberge e.V.
  • Erthal-Sozialwerk gGmbH, Eisingen
  • Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Schweinfurt e.V.
  • Diakonisches Werk Würzburg e.V., Krisendienst
  • Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Unterfranken e.V.

Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109