Presseinfo 013/16 — 21. Januar 2016


Neueste Bevölkerungsprognose für Bayern:

Für Unterfranken weniger Schrumpfung erwartet, aber keine demografische Entwarnung


Würzburg (ruf) – Das Bayerische Landesamt für Statistik geht in seiner im November veröffentlichten regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung für Bayern davon aus, dass die Einwohnerzahl Unterfrankens im Betrachtungszeitraum von 2014 bis 2034 um -2,8 %, also um -36.250 Einwohner, auf einen Stand von etwa 1.262.600 schrumpfen wird.

Auch wenn für Unterfranken in der vorherigen Prognose ein wesentlich stärkerer Bevölkerungsverlust vorausberechnet wurde (2012-2032: -5,2 %), ist für Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer, „eine Trendwende noch nicht in Sicht“.

Die geringere Abnahme basiert auf der vom Statistischen Landesamt prognostizierten, höheren Zuwanderung in den Jahren 2015 und 2016, die sich aber nach den Annahmen des Statistischen Landesamtes wieder abschwächen wird. Die natürliche Bevölkerungsentwicklung bleibt weiterhin negativ.

Der demographische Wandel, - wir werden insgesamt älter und weniger – wird sich insbesondere in den ländlichen Räumen fortsetzen. Insofern ist keine demografische Entwarnung möglich“, so Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer nach Auswertung der aktuellen Vorausberechnung. „Auch der aktuelle Zugang an Asylbewerbern (siehe dazu bereits Pressemitteilung Nr. 7 vom 15. Januar 2016) ist kein sicherer Grund, von Bevölkerungswachstum in den nächsten Jahren auszugehen. Wir können schlicht nicht seriös vorhersehen, in welchem Umfang weiterhin Flüchtlinge mit Bleibeperspektive nach Deutschland kommen und in welchem Umfang die nach Unterfranken zugewiesenen Flüchtlinge längerfristig hier bleiben werden. Sicher ist nur, dass wir uns kontinuierlich anstrengen müssen, für eine gute Integration der Zuwanderer, die bleiben, zu sorgen und damit auch Nachwuchs für unsere Betriebe zu gewinnen.“

Laut den neuen Prognosedaten wird die Stadt Aschaffenburg insgesamt die günstigste Entwicklung bis 2034 auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte in Unterfranken erfahren. Ihre Einwohnerzahl wird um 1,7 % zunehmen. Auch Stadt und Landkreis Würzburg können mit einer leichten Bevölkerungszunahme um etwa 0,5 % rechnen. Die größten Bevölkerungsverluste werden nach wie vor in den beiden Rhön-Landkreisen Bad Kissingen (- 7,1 %) und Rhön-Grabfeld (- 6,6 %) erwartet, gefolgt vom Landkreis Main-Spessart (- 6,1 %).

Weitere Informationen im Internetauftritt der Regierung von Unterfranken unter Aktuelle Themen, Demografischer Wandel in Unterfranken bzw auf der Seite des Bayerischen Landesamt für Statistik.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109