Presseinfo 018/16 — 25. Januar 2016


ÖPNV-Förderung 2015:
Rund 22 Millionen Euro für den öffentlichen Personennahverkehr in Unterfranken

Würzburg(ruf) – Die Regierung von Unterfranken hat die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Unterfranken im Jahr 2015 mit insgesamt 21,93 Millionen Euro gefördert. Die vom Bayerischen Landtag bereitgestellten Mittel wurden für Investitionen in neue Fahrzeuge, verbilligte Schülerfahrkarten und ÖPNV-Infrastrukturmaßnahmen eingesetzt. Durch Zuweisungen an die Landkreise und kreisfreien Städte wurden kommunale Projekte zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs gefördert.

Mit 3,140 Millionen Euro förderte die Regierung von Unterfranken die Anschaffung von 43 neuen Linienbussen für den Öffentlichen Personennahverkehr. Alle geförderten Fahrzeuge sind in Niederflur-Bauweise ausgestattet und ermöglichen den Fahrgästen einen stufenlosen Einstieg. Vor allem den Fahrgästen mit behinderungs- oder altersbedingten Einschränkungen der Mobilität und mit Fahrzeugen wie Rollstühlen und Kinderwagen wird eine barrierefreie Nutzung damit wesentlich erleichtert. Das geförderte Investitionsvolumen belief sich auf rund 10,19 Millionen Euro. Um auch außerhalb der städtischen Verdichtungsräume ein möglichst attraktives Angebot des Personennahverkehrs zu ermöglichen, erhielten die Busförderung vorrangig kleinere und mittlere Verkehrsunternehmen.

Den mit 11,750 Millionen Euro größten Anteil erhielten unterfränkische Verkehrsunternehmen als Ausgleich für die Mindereinnahmen durch den Verkauf von vergünstigten Zeitfahrausweisen an Schüler, Studenten und Auszubildende.

5,915 Millionen Euro wurden an die unterfränkischen Landkreise und kreisfreien Städte als sogenannte ÖPNV-Zuweisungen weitergegeben. Die ÖPNV-Zuweisungen werden von den Landkreisen und den kreisfreien Städten, denen die Aufgabenträgerschaft für den ÖPNV obliegt, nach eigenem Ermessen zur Verbesserung des ÖPNV verwendet. Sie sind ein finanzieller Ausgleich für die Planung, Organisation und Sicherstellung des öffentlichen Personennahverkehrs der Kommunen und werden überwiegend für Verkehrsverbesserungen, Linienerweiterungen, Linienverdichtungen und Verkehrskooperationen eingesetzt. Die Höhe der ÖPNV-Zuweisungen richtet sich nach den erbrachten Verkehrsleistungen, dem finanziellen Engagement und der finanziellen Leistungsfähigkeit der Aufgabenträger sowie der Qualität und dem Bestand von Verkehrskooperationen im ÖPNV.

0,176 Millionen Euro wurden an die unterfränkischen Landkreise aus dem Fördertopf zur Verbesserung der Mobilität im ländlichen Raum gewährt. Der Freistaat Bayern fördert in den Jahren 2012 bis 2016 die Einrichtung von flexiblen ÖPNV-Angeboten in strukturschwachen ländlichen Räumen. Dies sind Angebote, die vom Fahrgast vor Fahrtbeginn meist telefonisch angefordert werden müssen. Ein Aufwand entsteht daher nur bei einer entsprechenden Bedarfsmeldung.


Ein Anteil von rund 0,95 Millionen Euro wurde für die Förderung von ÖPNV-Infrastrukturmaßnahmen zur Verfügung gestellt. Damit wurde der Bau bzw. die Errichtung von zentralen Busbahnhöfen und Haltestelleneinrichtungen, Park-and-Ride-Anlagen, zentralen Werkstätten (Omnibusbetriebshöfe), Busbeschleunigungsmaßnahmen, Rechnergesteuerten Betriebsleitsystemen, Fahrgastinformationssystemen und Maßnahmen der DB AG gefördert.

Hauptprojekte waren im Jahr 2015 die Nachrüstung dynamischer Schriftanzeiger der DB RegioNetz Infrastruktur GmbH, Westfrankenbahn, und der Aufbau eines echtzeitfähigen Dynamischen Fahrgastinformationssystems (DFI) im Landkreis Main-Spessart.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109