Presseinfo 019/16 — 27. Januar 2016


Unterfranken geht "stiften":
Regierung von Unterfranken erkennt im Jahr 2015 insgesamt 10 neue Stiftungen an – Jetzt 418 Stiftungen in Unterfranken – Verzeichnis der Stiftungen auch im Internet

Würzburg (ruf) – Zehn neue Stiftungen konnte die Regierung von Unterfranken im Jahr 2015 als rechtsfähig anerkennen. Demgegenüber mussten jedoch auch drei Stiftungen aufgehoben bzw. anderen, finanzkräftigeren Stiftungen zugelegt werden. Von der Auflösung war leider auch die Pfründespital Stiftung in Ochsenfurt betroffen. Sie wurde im Jahre 1431 errichtet und zählte damit zu den ältesten Stiftungen im Regierungsbezirk Unterfranken überhaupt.

Die Stiftungszwecke der neu anerkannten Stiftungen sind dabei bunt gemischt. Sie reichen von Kultur, Bildung und Erziehung, Natur- und Umweltschutz bis hin zu sozialen Zwecken. Vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingszahlen konnte kurz vor Weihnachten noch eine Stiftung errichtet werden, die sich insbesondere die Hilfe für Flüchtlinge und Vertriebene, sowie die Förderung des Völkerverständigungsgedankens und der Toleranz auf die Fahnen geschrieben hat.

Mit den neuen Stiftungen gibt es zum 31. Dezember 2015 insgesamt 418 rechtsfähige Stiftungen in Unterfranken, bei denen die Regierung von Unterfranken die dauerhafte Erfüllung des Stifterwillens zu sichern hat.

Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer freut sich über die neuen Stiftungen in Unterfranken, die auch zeigen, dass das breite Engagement der Bürger und Bürgerinnen für gemeinnützige und mildtätige Belange nach wie vor hoch ist. Allein seit 2000 sind in Unterfranken 221 Stiftungen neu hinzugekommen.

„Unterfranken verfügt über eine reichhaltige, wachsende Stiftungslandschaft. Dies liegt neben den steuerlichen Rahmenbedingungen auf der Bundesebene an einem besonders stifterfreundlichen Klima in unserem Land. Gerade das Bayerische Stiftungsgesetz bietet dem Stifter einen großen Raum an Gestaltungsfreiheit und Initiative. Die Regierung von Unterfranken fühlt sich zu allererst als Partner und Berater von potenziellen Stiftern und bereits existenten Stiftungen. Wir freuen uns über jeden, der eine Stiftung in Unterfranken errichten will“, so der Regierungspräsident.

Die Errichtung einer Stiftung ist hervorragend geeignet, um private Mittel für vielfältige Zwecke aus den Bereichen Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung, Soziale Belange, Umwelt- und Naturschutz usw. auf Dauer entsprechend dem autonomen Willen der Stifter einzusetzen. Potenzielle Stifter werden von der Regierung von Unterfranken auch gerne beraten.

Ein aktuelles Verzeichnis aller rechtsfähigen, mit Ausnahme der kirchlichen Stiftungen mit Sitz in Bayern steht im Internet auf der Seite des Bayerischen Landesamt für Statistik  zur Verfügung. Das Verzeichnis enthält für jede Stiftung Angaben zum Namen, zur Rechtsstellung und zur Art, zum Sitz, zum Zweck, zu den Stiftungsorganen, zur gesetzlichen Vertretung, zum Zeitpunkt der Entstehung und zur Anschrift sowie auch den Namen des Stifters, falls dieser dem nicht widersprochen hat.

Zudem ist im Internet auf der Seite des Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr auch ein ausführliches Merkblatt mit Muster für Stiftungsgeschäft und -satzung und weiterführenden Adressen und Hinweisen, die für Stifter interessant und hilfreich sind, abrufbar.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109