Presseinfo 022/16 — 29. Januar 2016


Wohnraumförderung bleibt wichtiger Wirtschaftsfaktor in Unterfranken:
Die Regierung von Unterfranken konnte im Jahr 2015 mit knapp 42 Millionen Euro
Fördermitteln aus den Bayerischen Wohnraumförderungsprogrammen den
Wohnungsbau unterstützen

Würzburg (ruf) – Die Regierung von Unterfranken bewilligte im Jahr 2015 rund 16,9 Millionen Euro zinsvergünstigte Darlehen aus dem Bayerischen Modernisierungsprogramm für Wohnungsunternehmen und private Eigentümer von Mietwohnungen. So konnten im vergangenen Jahr in Unterfranken 205 Wohnungen sowie 176 Wohnplätze einer bestehenden stationären Pflegeeinrichtung auf einen zeitgemäßen und bedarfsgerechten Standard gebracht werden. Neben der Verbesserung der Wohnungsgrundrisse, der barrierefreien Gestaltung der Wohnungen und der Verbesserung des Wohnumfelds zielt die Förderung insbesondere auf energiesparende Maßnahmen als Beitrag zum Klimaschutz. Die Förderung kommt natürlich auch den Mietern zugute, da die Zinsersparnis aus diesem Programm dazu beiträgt, die Miete nach einer Modernisierung auf einem sozialverträglichen Niveau zu halten. Der geringere Energieverbrauch nach einer Modernisierung wirkt einer Steigerung der Nebenkosten entgegen.

2015 war des Weiteren hauptsächlich der Neubau von bezahlbarem Mietwohnraum ein wichtiger Förderschwerpunkt. Es konnten rund 14,3 Millionen Euro aus dem Bayerischen Wohnungsbauprogramm für die Finanzierung von 156 barrierefreien Mietwohnungen mit Belegungsbindung zur Verfügung gestellt werden.

Für die Förderung von Wohneigentum, insbesondere für Familien mit geringerem Einkommen, konnten im Jahr 2015 über die Kreisverwaltungsbehörden in Unterfranken zinsgünstige Darlehen von rund 5,7 Millionen Euro aus dem Bayerischen Wohnungsbauprogramm bereitgestellt werden. Die Förderung des selbst genutzten Wohneigentums ist vom Familieneinkommen, der Größe der Familie und dem Bauort abhängig. Dabei gewinnt der Erwerb bestehender Gebäude und Wohnungen zunehmend an Bedeutung und hat Fördervorrang. Sinnvoll ist der sogenannte Zweiterwerb in mehrfacher Hinsicht: Zum einen muss auf diese Weise weniger neues Bauland in Anspruch genommen, zum anderen können Leerstände von Bestandsimmobilien verringert werden. Aber auch aufgrund günstigerer Immobilienpreise im Altbestand können dadurch mehr Familien in den Besitz von Wohneigentum kommen.

Die Förderung von Baumaßnahmen im Bestand zur Anpassung von Wohnraum an die Belange von Menschen mit Behinderung war auch im vergangenen Jahr ein wichtiger Schwerpunkt im Bayerischen Wohnraumförderungsprogramm. Für 10 Maßnahmen im Mietwohnraum und 130 im selbst genutzten Wohnraum wurden Zuschüsse in Höhe von 1,2 Millionen Euro gewährt.

Zusätzlich wurde der Neubau von zwei Wohnheimen mit 40 stationären Wohnplätzen und einer Förderstätte mit 16 Plätzen für Menschen mit Behinderungen in Höhe von 5,07 Millionen Euro vom Freistaat Bayern bezuschusst.

Die bayerische Staatsregierung hat im Oktober 2015 mit dem Wohnungspakt Bayern ein umfangreiches Maßnahmenpaket für den Bau von mehr bezahlbarem Wohnraum beschlossen. Die Förderbedingungen werden insgesamt attraktiver gestaltet. Neu ist die Kombination aus Zuschussförderung und Darlehensprogramm im Bayerischen Wohnungsbauprogramm.

Die 3. Säule des Wohnungspakts Bayern beinhaltet den massiven Ausbau der Staatlichen Wohnraumförderung in einem 4 – Jahresprogramm von 2016 bis 2019. Bereits in diesem Jahr wird die Wohnraumförderung bayernweit auf rund 380 Millionen € (von bisher veranschlagten 270 Millionen € in 2015) erhöht. Ab sofort kann ergänzend zur Regelförderung bei der Einkommensorientierten Förderung (EOF) ein allgemeiner Zuschuss in Höhe von bis zu 300 € / m² Wohnfläche (betrifft in der Regel Neubauten) gewährt werden. Auch im Bayerischen Modernisierungsprogramm wird neben dem zinsverbilligten Darlehen ein ergänzender Zuschuss in Höhe von bis zu 100 € / m² Wohnfläche eingeführt.

Das Kommunale Förderprogramm, das als 2. Säule des Wohnungspakts Bayern im Januar 2016 startet, umfasst ebenfalls ein 4 – Jahresprogramm im Zeitraum von 2016 bis 2019 für die Schaffung von preisgünstigem Mietwohnraum durch die Kommunen. Jährlich werden bayernweit 150 Millionen €, also insgesamt 600 Millionen €, für den Neubau, Umbau und Modernisierung von Mietwohnungen investiert.

Ansprechpartner für die Förderung von Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern ist die Regierung von Unterfranken (Sachgebiet Wohnungswesen). Für die Förderung von Eigenwohnraum sind Ansprechpartner die jeweiligen zuständigen Landratsämter und die kreisfreien Städte Würzburg, Aschaffenburg und Schweinfurt.

Auf der Seite des Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr erhalten Sie weitere Auskünfte zur Wohnraumförderung.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109