Presseinfo 028/16 — 04. Februar 2016


Über 58,9 Millionen Euro Zuschüsse als Wirtschaftsförderung in Unterfranken in 2015

Würzburg(ruf) – „Mit rund 58,9 Millionen € an Zuschüssen hat die Wirtschaftsförderung in Unterfranken 2015 die heimische mittelständische Wirtschaft unterstützt“, bilanziert Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer. Neben der Regionalförderung, den direkten finanziellen Hilfen für Investitionen der gewerblichen Wirtschaft, setzt die Bayerische Staatsregierung auch effektive Impulse für das Erstarken der Wirtschaftskraft in der Region, besonders im ländlichen Raum, durch den Ausbau der Infrastruktur sowie Wissens- und Technologietransfer.

Die Zuschussmittel wurden der Regierung von Unterfranken durch die Bayerische Staatsregierung auf der Grundlage des vom Bayerischen Landtag beschlossenen Staatshaushaltes bereitgestellt.

Die wesentlichen Zuschüsse im Einzelnen:

Aus Mitteln der Bayerischen Regionalen Förderprogramme für die gewerbliche Wirtschaft hat die Regierung von Unterfranken 2015 Investitionen (wie Modernisierungsmaßnahmen oder Betriebserweiterungen) von kleinen und mittleren Unternehmen aus Industrie, Handwerk, Handel, Dienstleistung und Fremdenverkehr mit insgesamt rund 14,4 Millionen € unterstützt, wodurch 1.923 Arbeitsplätze in der Region geschaffen bzw. gesichert wurden. Die Zuschüsse wurden zum Teil als Zinszuschüsse zur Herabzinsung von Regionaldarlehen der LfA Förderbank Bayern verwendet. Das geförderte Investitionsvolumen betrug rund 101,4 Millionen €.

Im Rahmen der Bayerischen Breitbandinitiative hat die Regierung im letzten Jahr 76 unterfränkischen Kommunen insgesamt rund 22,7 Millionen € bewilligt bei Förderquoten von bis zu 90%.

Rund 16 Millionen € hat die Regierung von Unterfranken im Zuge der Förderung von außeruniversitären Forschungsinstituten genehmigt, davon sind 2,0 Millionen € aus dem EFRE Fonds der EU.

Im Rahmen der Förderung des Technologietransfers von Hochschulen in kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus dem operationellen Programm im Ziel „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung Bayern 2014-2020“ des europäischen EFRE-Fonds wurden in 2015 zwei Projekte bei einer Förderquote von 50% mit zusammen 3,1 Millionen € gefördert.

Neben der direkten Wirtschaftsförderung hat die Regierung von Unterfranken auch im letzten Jahr im Rahmen der Förderung der beruflichen Bildung die Aktivitäten der Industrie- und Handelskammern, der Handwerkskammer und anderer Berufsbildungsträger unterstützt. Dazu zählen Investitionen in die Schulungsstätten, die Durchführung von überbetrieblichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen sowie die Betriebsberatung und der Beauftragte für Innovation und Technologie im Handwerk. Hierfür wurden im vergangenen Jahr rund 2,4 Millionen € bereitgestellt, davon sind rund 0,3 Millionen € aus dem EFRE bzw. ESF Fonds der EU.

Um Jugendlichen den Einstieg in die Berufswelt zu erleichtern und unterfränkischen Unternehmen im Hinblick auf den demografischen Wandel qualifizierte Mitarbeiter zu sichern, wurden auch in 2015 rund 0,3 Millionen € für Ausbildungsplatzakquisiteure aus dem Bereich des Arbeitsmarktfonds bewilligt. Angesichts der auch in Unterfranken zahlreichen Asylbewerber und der Bestrebungen zur zügigen Integration in den Arbeitsmarkt wird in 2016 der Freistaat im Regierungsbezirk den Einsatz finanzieller Mittel erhöhen.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109