Presseinfo 033/16 — 10. Februar 2016


Gemeinsame Sorge für Asylbewerber:
Eröffnung der Gemeinschaftsunterkunft Lohr am Main am 15. Februar 2016

– Presseeinladung –

Würzburg (ruf) – Vor dem Hintergrund steigender Asylbewerberzahlen bemüht sich die Regierung von Unterfranken neue Standorte für Gemeinschaftsunterkünfte mit Unterbringungskapazitäten für Asylsuchende zu schaffen. Als eine der größeren neuen Einrichtungen im Jahr 2016 soll in den nächsten Tagen (voraussichtlich bereits in der 7. Kalenderwoche) die Gemeinschaftsunterkunft Lohr mit gut 100 Plätzen in Betrieb gehen.

Zur Eröffnung mit anschließender Besichtigung der neuen Einrichtung durch Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer am

Montag, den 15. Februar 2016, um 13.00 Uhr,
Treffpunkt: Eingangsbereich der neuen Gemeinschaftsunterkunft
Am Sommerberg 53, 97816 Lohr a.M
.

sind die Nachbarschaft, die örtlichen Sozialeinrichtungen und ehrenamtlich Engagierte herzlich eingeladen. An diesem Termin werden auch der Landrat des Landkreises Main-Spessart Thomas Schiebel und der 1. Bürgermeister der Stadt Lohr a. Main, Dr. Mario Paul, teilnehmen. Beide werden auch ein Grußwort sprechen.

Bei dem Termin besteht Gelegenheit, sich über die Unterkunft zu informieren und auch einige Räume zu besichtigen.

Es handelt sich bei dem Unterkunftsgebäude um die ehemalige Krankenpflegeschule des Bezirkskrankenhauses Lohr (das frühere Haus 53), das von einem privaten Investor nach Ankauf vom Bezirk Unterfranken zum Zwecke der Asylbewerberunterbringung ertüchtigt und an den Freistaat Bayern vermietet wird. Die Gemeinschaftsunterkunft verfügt über fünf Stockwerke mit je zwölf Zimmern, pro Stock eine Küche sowie Sanitärräume, einen Gemeinschaftsraum für alle sowie Büroräume für die Verwaltung. Als Teilgemeinschaftsunterkunft der künftigen Gemeinschaftsunterkunft Marktheidenfeld werden sich 4 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um das Gebäudemanagement der Unterkünfte kümmern. Die Asylsozialberatung übernimmt die Caritas.

Medienvertreter laden wir zu dieser Eröffnungsveranstaltung gleichfalls herzlich ein und bitten darum, die Öffentlichkeit auf die Einladung hinzuweisen.

Hinweis: Für Mittwoch, 17. Februar 2016, von 19.00 bis 21.00 Uhr lädt die Stadt Lohr im Pfarrheim zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung „Flucht und Asyl“ ein. Auch ein Vertreter der Regierung von Unterfranken wird dabei sein.

Hintergrund:

Bei der Asylbewerberunterbringung ist zwischen der Erstunterbringung und der Anschlussunterbringung zu unterscheiden.

Die Kosten der Asylbewerberunterbringung trägt – unabhängig von zentraler oder dezentraler Unterbringung - der Freistaat Bayern mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration auf der Grundlage des vom Bayerischen Landtag beschlossenen Staatshaushalts.

Die Regierung von Unterfranken rechnet auch 2016 mit einem weiteren erheblichen Bedarf von Unterkunftsplätzen in Unterfranken.

Die Regierung von Unterfranken baut daher die Unterbringungskapazitäten weiter aus. Bei den Erstaufnahmeeinrichtungsplätzen ist im Laufe des Jahres 2016 eine Erweiterung auf insgesamt 6700 Plätze vorgesehen (5700 Plätze in Stadt und Landkreis Schweinfurt und 1000 Plätze in Aschaffenburg), also mehr als eine Verzwölffachung zum Stand Mitte 2015. Bei den Gemeinschaftsunterkunftsplätzen sind bereits jetzt bis Ende 2016 rund 3000 neue Plätze in Planung. Bereits am 18. Januar 2016 ist die neue Gemeinschaftsunterkunft in Mellrichstadt mit rund 100 Plätzen in Betrieb gegangen; nach der Gemeinschaftsunterkunft Lohr werden als nächstes die neuen Gemeinschaftsunterkünfte Obernburg (rund 190 Plätze) und in Marktheidenfeld (180 Plätze) ab März bzw. April folgen.

Die Regierung von Unterfranken bittet in diesem Zusammenhang die betroffenen Kommunen und die Bevölkerung um Verständnis für die oftmals sehr kurzfristige Zuweisung und Unterbringung von Asylbewerbern, sei es in eigenen Gemeinschaftsunterkünften der Regierung oder in der dezentralen Verantwortung der betroffenen Landratsämter und Städte. Staat, Kommunen und Gesellschaft stehen hier in einer gemeinsamen Gesamtverantwortung. Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer dankt daher den vielen sozial engagierten Institutionen und Einrichtungen und den vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die sich für die Belange der untergebrachten Asylbewerber einsetzen und damit die gemeinsame Sorge für die Asylbewerber ernst nehmen.

Hinweis: Aktuelle Zahlen zur Asylbewerberunterbringung in Unterfranken können im Internet auch unter http://www.regierung.unterfranken.bayern.de/regbezirk/02527/index.html abgerufen werden. Wegen weiterer Informationen, insbesondere zum Asylbewerberzugang 2015 (Bilanz) wird auf unsere Pressemitteilung Nr. 7 vom 15. Januar 2016 Bezug genommen, die nach wie vor im Internet abrufbar ist.

Die Regierung von Unterfranken sucht weiterhin in ganz Unterfranken dringend geeignete Gebäude, in denen Gemeinschaftsunterkünfte mit einer Kapazität von mindestens 75 Plätzen eingerichtet werden können. Weitere Informationen zur entsprechenden Ausschreibung können im Internet über die Startseite der Regierung von Unterfranken www.regierung.unterfranken.bayern.de abgerufen werden.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109