Presseinfo 040/16 — 17. Februar 2016


Regierung von Unterfranken förderte im Jahr 2015 Präventions- und Beratungsangebote im Suchtbereich mit rund 314.000 €

Würzburg (ruf) – Die Regierung von Unterfranken hat im Jahr 2015 zur Förderung von
Präventions- und Beratungsangeboten im Suchtbereich
staatliche Zuwendungen in Höhe von insgesamt 314.158 € bewilligt. Die Förderung erfolgte auf der Grundlage des vom Bayerischen Landtag beschlossenen Staatshaushalts aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

Die Fördermittel teilen sich auf:

  1. Für die Betreuung und Beratung suchtgefährdeter und abhängigkeitskranker Gefangener in den unterfränkischen Justizvollzugsanstalten durch externe Fachkräfte wurden Fördermittel in Höhe von 195.183 € bewilligt.

    Die Suchtberatung und -betreuung der Gefangenen ist eine staatliche Aufgabe, zu deren Durchführung externe Dienste in Anspruch genommen werden. Zum Aufgabenbereich der hier eingesetzten externen Fachkräfte gehören Einzel- und Gruppengespräche, Motivationshilfen zur Führung eines suchtmittelabstinenten Lebens, die Vermittlung von Therapieplätzen, die Durchführung von anstaltsinternen Fortbildungen u. a. m.

    Der Freistaat Bayern bezuschusst die Personalkosten der externen Fachkräfte und gewährt zu anfallenden Sachkosten (z. B. Fahrtkosten der Betreuungskräfte zu den vereinbarten Einsatzorten und zu den zentralen Fortbildungsveranstaltungen, Aufwendungen für Supervision und für Ersatzbeschaffung von EDV-Ausstattung) eine pauschale Zuwendung.

    Im Einzelnen wurden folgende Maßnahmen gefördert: 

     
  2. -
    Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Aschaffenburg e. V.: 56.6 56.605 €
    - Jugend- und Drogenberatungsstelle der Stadt Würzburg: 128.116 €
    - Psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle des
    Diakonischen Werks Schweinfurt e. V.
    10.462 €
     insgesamt: 195.183 €

  

  1.  Für die staatliche Förderung der suchtpräventiven Arbeit in Unterfranken wurden Fördermittel in Höhe von 42.980 € bewilligt.

    Der zentrale Aufgabenschwerpunkt der Präventionsfachkräfte liegt darin, die im Regierungsbezirk Unterfranken geleistete Erziehungs- und Betreuungsarbeit in Kindertageseinrichtungen und Schulen, in Betreuungsmaßnahmen der Erziehungs- und Jugendhilfe und im Bereich der Jugendarbeit durch suchtpräventive Ansätze zu ergänzen und damit den Gefahren von Sucht und Abhängigkeit so früh wie möglich und breit gefächert entgegenzuwirken.

    Um einen möglichst großen Wirkungskreis zu erreichen, wenden sich Präventionsfachkräfte an Multiplikatoren und Mediatoren (z. B. Lehrkräfte und Betreuungs- und Erziehungskräfte), die sie in Fortbildungsveranstaltungen informieren und für die psychosozialen Probleme der Betroffenen und Mitbetroffenen sensibilisieren und ihnen die erforderliche Handlungskompetenz vermitteln.

    Der Freistaat Bayern gewährt den Trägern zu den Personalkosten der Suchtpräventionsfachkräfte Zuschüsse als freiwillige Leistungen im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.

    Im Einzelnen wurden folgende Träger gefördert:

     
  2.  - Landkreis Miltenberg:
    12.280 €
     - Landkreis Haßberge:
    6.140 €
     - Stadt Schweinfurt: 12.280 €
     - Diakonisches Werk Würzburg e. V.: 12.280 €
     insgesamt: 42.980 €

  

  1. Die Zahl der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsen im Alter zwischen 10 und 19 Jahren, die im Krankenhaus wegen akuter Alkoholvergiftung behandelt werden mussten, ist immer noch hoch. Alkoholprävention – insbesondere bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen – ist ein wichtiger Aspekt der bayerischen Drogenpräventionspolitik. Der Freistaat Bayern fördert daher die flächendeckende Implementierung des Präventionsprojektes „HaLT“ (Hart am Limit). Ziel dieses Projektes ist es, Alkoholmissbrauch bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen vorzubeugen und bereits gefährdete junge Menschen durch gezielte Maßnahmen vor einem Abgleiten in die Abhängigkeit zu bewahren.

    Im Regierungsbezirk Unterfranken wurden erstmals im Jahr 2008 drei Präventionsprojekte eingerichtet und staatlich gefördert. In den Jahren 2009, 2010 und 2011 konnte jeweils ein weiteres Projekt eingerichtet werden, so dass seitdem insgesamt sechs Präventionsprojekte mit einem Festbetrag staatlich gefördert werden konnten. Träger dieser Präventionsprojekte sind der Landkreis Würzburg, der Landkreis Main-Spessart, der Landkreis Schweinfurt, der Landkreis Haßberge, der Landkreis Kitzingen und die Stadt Schweinfurt.

    Im Einzelnen konnten daher folgende staatliche Zuwendungen gewährt werden:

     
  2.  - Landkreis Würzburg:   6.000 €
     - Landkreis Main-Spessart: 6.000 €
     - Landkreis Schweinfurt: 6.000 €
     - Landkreis Haßberge: 6.000 €
    - Landkreis Kitzingen 6.000 €
     - Stadt Schweinfurt: 6.000 €
     insgesamt: 36.000 €

 

  1. Die Zuschüsse werden als freiwillige Leistungen im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel für zuwendungsfähige Sachkosten als Anschubfinanzierung bzw. zur Weiterführung der Projekte gewährt.

    Im Rahmen der staatlichen Förderung von Projekten und Maßnahmen zur Sucht-prävention und Suchtbekämpfung wurde erstmals im Jahr 2008 im Regierungsbezirk Unterfranken beim Caritasverband für den Landkreis Main-Spessart e. V. das Projekt „FreD – Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten“ implementiert. Ziel dieses Projektes ist, Jugendliche und junge Erwachsene mit riskantem Suchtmittelkonsum, die auffällig oder bereits straffällig geworden sind oder denen ein Schulordnungsverfahren droht, zu einer kritischen Einstellung gegenüber dem Konsum von Suchtmitteln anzuregen, über gesundheitliche, rechtliche und soziale Folgen des Drogenkonsums zu informieren und Angebote im Bereich der Jugend- und Suchthilfe zu unterbreiten. Diese Maßnahme wurde in den darauffolgenden Jahren fortgeführt und weiter ausgebaut. Im Jahr 2015 wurde hierfür eine staatliche Zuwendung in Höhe von 10.225 € bewilligt.

    Im Jahr 2014 konnte im Regierungsbezirk Unterfranken auch beim Landkreis Schweinfurt erstmals das Projekt „FreD – Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten“ implementiert werden. Zur Fortführung des Projekts wurden im Jahr 2015 eine Zuwendung in Höhe von 12.270 € bewilligt.

    Der Freistaat Bayern gewährt den Trägern zu den Personalkosten der Fachkräfte Zuschüsse (Förderpauschalen) als freiwillige Leistungen im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.

     
  2. Das Projekt „Stärkung der Selbsthilfe in Bayern im Suchtbereich“ des Vereins Selbsthilfekontaktstellen Bayern e. V., Würzburg, erhält seit dem Jahr 2010 Fördermittel des Freistaates Bayern.

    Im Jahr 2015 konnte die Zusammenarbeit mit Professionellen aus der Suchtkrankenhilfe in Bayern auf verschiedenen Ebenen weitergeführt und vertieft werden.

    Für das Haushaltsjahr 2015 wurden zur Fortführung des Projekts: „Stärkung der Selbsthilfe in Bayern im Suchtbereich“ und zur Durchführung des Fachtages am 26. Juni 2015 „Alles zu viel - Selbsthilfe SUCHT Lösungen“ im Bildungs- und Begegnungszentrum Zeughaus, Zeugplatz 4, 86150 Augsburg, Fördergelder in Höhe von 17.500 € zur Verfügung gestellt. 

Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109