Presseinfo 044/16 — 19. Februar 2016


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Gewerbeaufsicht der Regierung von Unterfranken koordiniert für Deutschland EU-weites Verbraucherschutzprojekt

REACH-EN-FORCE 4- Projekt gegen gefährliche Verbraucherprodukte

Würzburg (ruf) – Asbest in der Thermoskanne, Cadmium in Verpackungen oder krebserzeugende Inhaltsstoffe im Fahrrad- oder Werkzeuggriff sind nur einige Beispiele für gesundheitsgefährdende Stoffe, die in Verbraucherprodukten nicht vorkommen sollten. Der Verbraucher erwartet, dass die Dinge, die ihm zum Kauf angeboten werden, gesundheitlich unbedenklich und sicher sind. Dennoch kommt es vor, dass die Behörden auf gefährliche Chemikalien in Verbraucherprodukten stoßen.

Deshalb hat die Europäische Union in diesem Jahr ein europaweites Verbraucherschutzprojekt mit dem Namen REACH-EN-FORCE 4 aufgelegt, an dem insgesamt 29 Staaten teilnehmen. Dabei geht es um ein einheitliches und effizientes Vorgehen, damit Verbraucherprodukte mit krebserzeugenden Inhaltsstoffen vom europäischen Markt schnell und möglichst vollständig verbannt werden. Zwar verbietet das europäische Chemikalienrecht und hier insbesondere die sogenannte REACH-Verordnung, dass bestimmte gefährliche Chemikalien in Verbraucherprodukten vorkommen dürfen, doch die Erfahrungen der Marktüberwachungsbehörden der vergangenen Jahre zeigen, dass trotzdem Produkte mit gefährlichen Inhaltsstoffen auf dem Markt sind und den Verbraucher gefährden können. Die betroffenen Produkte kommen aus allen Ländern der Welt. Die behördliche Überwachung muss also länderübergreifend zusammenarbeiten, um die Warenströme zu kontrollieren.

Zum nationalen Projektkoordinator der Bundesrepublik Deutschland wurde das Kompetenzzentrum „Marktüberwachung“ der Regierung von Unterfranken bestimmt. Das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Unterfranken schult hierzu Marktüberwacher, fungiert als Ansprechppartner bei Fragen und Problemen und sammelt die Ergebnisse aus ganz Deutschland. Zudem koordiniert die Gewerbeaufsicht die Zusammenarbeit der deutschen Marktüberwachungsbehörden mit dem Zoll, damit EU-Importe schon dann überprüft werden können, wenn sie noch nicht im Handel stehen.

Doch auch in Unterfranken selbst werden durch die Mitarbeiter der Gewerbeaufsicht Produkte überprüft. Als für ganz Bayern zuständiges Amt werden Produkte zunächst zur chemischen Untersuchung in das Labor des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gesendet. Bei Verstößen werden die Produkte aus dem Handel entfernt.

Die Themengebiete Arbeitsschutz, Produktsicherheit, Chemikaliensicherheit und Gefahrenschutz sind eng miteinander verwoben und haben eine gemeinsame technische Basis. Die Bayerische Gewerbeaufsicht vereint diese Themengebiete seit vielen Jahren in einer starken fachlichen Einheit und sorgt so für die Sicherheit der bayerischen Arbeitnehmer/innen und Verbraucher/innen.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109