Presseinfo 053/16 — 24. Februar 2016


Regierung von Unterfranken betreute im Jahr 2015 Hochbaumaßnahmen mit Gesamtkosten von rund 440 Millionen Euro

Würzburg (ruf) – Die Regierung von Unterfranken hat im Jahr 2015 im Bereich Planung und Bau staatliche Hochbaumaßnahmen mit Gesamtkosten von rund 149,9 Millionen Euro (= verausgabte, investierte Mittel im Jahr 2015) betreut, die von den Staatlichen Bauämtern in Würzburg, Aschaffenburg und Schweinfurt abgewickelt wurden. Hiervon entfielen auf die Baumaßnahmen des Freistaates rund 123,3 Millionen Euro, auf die Baumaßnahmen des Bundes rund 26,6 Millionen Euro. Hinzu kam die baufachliche, gutachterliche Beteiligung an vorwiegend kommunalen Baumaßnahmen des Hochbausachgebiets (siehe dazu auch den Hinweis am Ende dieser Pressemitteilung) aus den Förderprogrammen des Freistaates Bayern mit Gesamtkosten in Höhe von rund 288,4 Millionen Euro (= Gesamtkosten der im Jahr 2015 geprüften Projekte), für die in den kommenden Jahren Bauinvestitionen mit Nutzen für die Bauwirtschaft getätigt werden sollen. Öffentliche Baumaßnahmen bleiben damit eine wesentliche Stütze der Bauwirtschaft.

Ein Großteil des staatlichen Investitionsvolumens in Unterfranken wurde für die Julius-Maximilians-Universität Würzburg und das Universitätsklinikum verwendet. Für die Universität lag ein Schwerpunkt dabei im Bau des Ersatzneubaus der Anorganischen Chemie, beim zweiten Bauabschnitt der Kindertagesstätte, sowie bei der Planung der Generalsanierung von Mensa und Tiefgarage am Hubland.

Kurz vor der Fertigstellung befinden sich der Neubau für die Nanosystemchemie (CNC) sowie der Neubau eines Zentrums für Herzinsuffizienz (DZHI). Im September 2015 nahm die Mensatería am neuen Campus Hubland-Nord ihren Betrieb auf.

Beim wohl größten Hochbauprojekt in Unterfranken, dem Neubau des Kopfklinikums am Universitätsklinikum Würzburg, konnte letztes Jahr, nach Auslobung eines europaweiten Planungswettbewerbes im Jahr 2014, die Planung entscheidend vorangetrieben werden.

Im abgelaufenen Jahr waren aber auch bei anderen staatlichen Liegenschaften in Unterfranken hohe Bauausgaben zu verzeichnen. An der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg konnte beim Bau einer riesigen neuen Übungshalle von überregionaler Bedeutung Richtfest gefeiert werden. Große Baumaßnahmen, wie die Generalsanierung des Dienstgebäudes der Landespolizei in Würzburg, sowie der Neubau des Beschussamtes in Mellrichstadt, befinden sich in der Ausbauphase.

Das Jahr 2015 wurde für die Staatlichen Bauämter zudem geprägt von diversen Neubauten. Hier sind besonders das neue Dienstgebäude für die Polizeiinspektion in Ochsenfurt, der Neubau des Amtsgerichts in Haßfurt, sowie der Neubau eines Dienstgebäudes für die Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg in Hösbach zu erwähnen. Auch die Sanierung der Fassaden und Dächer am Dienstgebäude der Regierung von Unterfranken konnte weitgehend fertiggestellt werden.

Die Herkulesaufgabe der Generalsanierung der Festung Marienberg wirft ihr Licht voraus. Mit der Sanierung der Marienkirche, der Toranlagen und der Leitungsnetze wurde begonnen.

Die baufachliche, gutachterliche Beteiligung des Sachgebiets Hochbau bei vorwiegend kommunalen Zuwendungsmaßnahmen (siehe dazu auch den Hinweis am Ende dieser Pressemitteilung) beinhaltet vor allem Projekte, die mit Mitteln des kommunalen Finanzausgleiches gefördert werden. Dazu gehören in erster Linie Grundinstandsetzungen oder Um- und Erweiterungsbauten von öffentlichen Schulen, verbunden mit der energetischen Verbesserung des Gebäudebestandes und einer nachhaltigen Reduktion der CO2-Belastung.

Die baufachlichen Billigungen staatlich geförderter Hochbauprojekte auf der Grundlage des Bayerischen Krankenhausgesetzes stellten auch im vergangenen Jahr 2015 einen Arbeitsschwerpunkt des Sachgebiets Hochbau dar.

Ein weiterer Bereich der baufachlichen Begleitung staatlich geförderter Hochbauprojekte war, wie bereits im Jahr zuvor, die Schaffung von neuen Plätzen in Kindertagesstätten. Neben den allgemeinen Schulen wurden im Jahr 2015 auch wieder Projekte im Förderschulbereich sowie in anderen staatlichen Programmen, z.B. der Wirtschaftsförderung, baufachlich geprüft.

Die Nachprüfstelle für die Vergabe von Bauleistungen der Regierung von Unterfranken (VOB- Stelle) verzeichnete für das vergangene Jahr 2015 etwa 1050 Anfragen, wobei etwa 84 % der Anfragen auf kommunale Baumaßnahmen oder sonstige Bauprojekte mit staatlicher Förderung entfielen. Die Nachprüfstelle für die Vergabe von freiberuflichen Leistungen und Lieferleistungen (VOF/VOL-Stelle) wurde mit 150 Anfragen konfrontiert, die sich hauptsächlich auf Beschaffungen der Feuerwehren, Ausstattungen von Schulen und Kindergärten sowie die europaweite Ausschreibung von Architekten- und Ingenieurleistungen bezogen.

Zu den bewilligten Fördermitteln des Jahres 2015 bei kommunalen Hochbaumaßnahmen (zum Beispiel Schulen, Kindertageseinrichtungen) mit Mitteln des kommunalen Finanzausgleichs siehe bereits unsere Pressemitteilung Nr. 31 vom 5. Februar 2016.

Anlagen

Hier können Sie u. a. Formulare, Dokumente, Präsentationen, Bilddokumente mit weiteren Informationen herunterladen.

Dokument Typ Dateigröße
Plakat Baubereich 2016 A3 PDF 8.387 KB
Pi-053 Hochbau Bilanz 2015 Verwendungsnachweise PDF 49 KB
Pi-053 Hochbau Bilanz 2015 Staatlicher Und Nichtstaatlicher Hochbau PDF 9 KB
Pi-053 Hochbau Bilanz 2015 Geprüfte Förderanträge PDF 44 KB
Pi-053 Hochbau Bilanz 2015 Bauausgaben Bundundland PDF 35 KB

Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109