Presseinfo 068/16 — 10. März 2016


Gemeinsame Sorge für Asylbewerber:
Eröffnung der Gemeinschaftsunterkunft Würzburg II – Zellerau am 15. März 2016

– Presseeinladung –


Würzburg (ruf) –In den nächsten Tagen (voraussichtlich bereits in der 11. Kalenderwoche) wird die Gemeinschaftsunterkunft Würzburg II – Zellerau als weitere vom Freistaat Bayern errichtete Gemeinschaftsunterkunft in Unterfranken mit rund 180 Plätzen in Betrieb gehen.

Zur Eröffnung mit anschließender Besichtigung der neuen Einrichtung durch Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer am

Dienstag, den 15. März 2016, um 11.00 Uhr,
Treffpunkt: Eingangsbereich der neuen Gemeinschaftsunterkunft,
Steinachstraße 14, 97082 Würzburg,

sind die Nachbarschaft, die örtlichen Sozialeinrichtungen und ehrenamtlich Engagierte herzlich eingeladen. Auch Oberbürgermeister Christian Schuchardt wird teilnehmen und ein Grußwort sprechen.

Bei dem Termin besteht Gelegenheit, sich über die Unterkunft zu informieren und auch einige Räume zu besichtigen.

Die Gemeinschaftsunterkunft Würzburg II – Zellerau befindet auf einem staatseigenen Grundstück neben dem Landesamt für Finanzen in der Würzburger Zellerau. Im Auftrag der Regierung von Unterfranken wurden dort über das Staatliche Bauamt Würzburg insgesamt 5 Gebäude in modularer Holzständerbauweise errichtet (in Unterfranken die erste fertig gestellte Einrichtung dieser Art), die auf zwei Etagen insgesamt 36 Wohnmodule beinhalten. Je 4 bis 6 Asylbewerber sollen in den rund 40m² großen Wohneinheiten untergebracht werden, die wiederum aus zwei Schlafräumen, einem Gemeinschaftsbereich mit Essecke und Kochzeile sowie den Sanitärbereich bestehen. Die Wohneinheiten sind insbesondere für Familien gut geeignet. Eine Etage in einem Gebäude bleibt der Verwaltung und den Gemeinschaftseinrichtungen vorbehalten.

Um das Gebäudemanagement der Gemeinschaftsunterkunft Würzburg werden sich einschließlich der Leiterin künftig 3 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Regierung von Unterfranken kümmern. Die Asylsozialberatung übernimmt die Caritas.

Medienvertreter laden wir zu dieser Eröffnungsveranstaltung gleichfalls herzlich ein und bitten darum, die Öffentlichkeit auf die Einladung hinzuweisen.
 

Hintergrund:

Bei der Asylbewerberunterbringung ist zwischen der Erstunterbringung und der Anschlussunterbringung zu unterscheiden.

Die Kosten der Asylbewerberunterbringung trägt – unabhängig von zentraler oder dezentraler Unterbringung - der Freistaat Bayern mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration auf der Grundlage des vom Bayerischen Landtag beschlossenen Staatshaushalts.

Die Regierung von Unterfranken rechnet auch 2016 mit einem anhaltenden Bedarf von Unterkunftsplätzen in Unterfranken, zumal die nach Unterfranken vornehmlich zugewiesenen Flüchtlinge aus Syrien regelmäßig eine günstige Bleibeperspektive aufweisen.

Die Regierung von Unterfranken baut daher die Unterbringungskapazitäten weiter aus. Bei den Erstaufnahmeeinrichtungsplätzen ist im Laufe des Jahres 2016 eine Erweiterung auf insgesamt 6700 Plätze vorgesehen (5700 Plätze in Stadt und Landkreis Schweinfurt und 1000 Plätze in Aschaffenburg). Bei den von der Regierung betriebenen Gemeinschaftsunterkunftsplätzen sind für das Jahr 2016 rund 3000 weitere Plätze in Planung. Bereits am 18. Januar 2016 und am 15. Februar 2016 sind die neuen Gemeinschaftsunterkünfte in Mellrichstadt und Lohr a. Main mit je rund 100 Plätzen in Betrieb gegangen; nach der Gemeinschaftsunterkunft Würzburg-Zellerau werden als nächstes voraussichtlich die neuen Gemeinschaftsunterkünfte in Obernburg und in Marktheidenfeld (je 180 Plätze) ab April folgen.

Die Regierung von Unterfranken bittet in diesem Zusammenhang die betroffenen Kommunen und die Bevölkerung um Verständnis für die oftmals sehr kurzfristige Zuweisung und Unterbringung von Asylbewerbern, sei es in eigenen Gemeinschaftsunterkünften der Regierung oder in der dezentralen Verantwortung der betroffenen Landratsämter und Städte. Staat, Kommunen und Gesellschaft stehen hier in einer gemeinsamen Gesamtverantwortung. Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer dankt daher den vielen sozial engagierten Institutionen und Einrichtungen und den vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die sich für die Belange der untergebrachten Asylbewerber einsetzen und damit die gemeinsame Sorge für die Asylbewerber ernst nehmen.

Hinweis: Aktuelle Zahlen zur Asylbewerberunterbringung in Unterfranken können im Internet auch unter https://www.regierung.unterfranken.bayern.de/regbezirk/02527/index.html abgerufen werden. Wegen weiterer Informationen, insbesondere zum Asylbewerberzugang 2015 (Bilanz) wird auf unsere Pressemitteilung Nr. 7 vom 15. Januar 2016 Bezug genommen, die nach wie vor im Internet abrufbar ist.

Die Regierung von Unterfranken sucht weiterhin in ganz Unterfranken dringend geeignete Gebäude, in denen Gemeinschaftsunterkünfte mit einer Kapazität von mindestens 75 Plätzen eingerichtet werden können. Weitere Informationen zur entsprechenden Ausschreibung können im Internet über die Startseite der Regierung von Unterfranken www.regierung.unterfranken.bayern.de abgerufen werden.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109