Presseinfo 082/16 — 18. März 2016


Baurecht für den Anbau eines Überholfahrtreifens an die Bundesstraße B 286 südlich von Gerolzhofen

Regierung von Unterfranken erlässt Planfeststellungsbeschluss

Würzburg (ruf) – Die Regierung von Unterfranken hat mit Planfeststellungsbeschluss vom 18. März 2016 Baurecht für den Anbau eines Überholfahrtreifens an die Bundesstraße B 286 zwischen der Stadt Gerolzhofen und der Gemeinde Schallfeld geschaffen.

Die Bundesstraße B 286 verbindet als wichtige überregionale Fernverkehrsstraße das Industriezentrum Schweinfurt mit der im Süden verlaufenden Bundesautobahn Frankfurt – Nürnberg (A 3). Für den Streckenabschnitt der Bundesstraße B 286 südlich von Schweinfurt (Bundesautobahn A 70) bis Schwebheim ist nach dem aktuellen Bedarfsplan für Bundesfernstraßen ein vierstreifiger Ausbau vorgesehen. Für die sich daran anschließende Strecke von Schwebheim bis zur Bundesautobahn A 3 bei Wiesentheid wurde ein Ausbaukonzept aus dreistreifigen Abschnitten entwickelt. Die gegenständliche Baumaßnahme ist als Abschnitt 5 Teil dieses Konzepts, nach dem in acht unabhängig voneinander realisierbaren Abschnitten der Bundesstraße B 286 zur Beseitigung verkehrlicher Defizite, insbesondere wegen fehlender Überholmöglichkeiten, der Anbau von wechselseitigen Überholfahrstreifen erfolgen soll. Realisiert und dem Verkehr übergeben wurde bereits der Anbau im Abschnitt 4 zwischen Alitzheim und Gerolzhofen.

Das nun zugelassene Vorhaben beginnt im Anschluss an das südliche Widerlager des Unterführungsbauwerkes der Staatsstraße St 2272 (Gerolzhofen-Wiebelsberg) und endet am nördlichen Widerlager der Feldwegunterführung in Höhe von Schallfeld. Die Länge der Baustrecke beträgt 1.780 m. Der Überholfahrstreifen wird der Fahrtrichtung von der Bundesautobahn A 3 (Wiesentheid) nach Gerolzhofen zur Verfügung gestellt.

Die vorhandene B 286 wurde bei ihrer Neubauplanung in den 1960er Jahren nach den Grundsätzen einer Autobahn konzipiert. Realisiert wurde jedoch nur eine zweistreifige Fahrbahn, die aber entsprechend der ursprünglichen Planung große Radien und eine gestreckte Linienführung aufweist und daher nur begrenzt Überholmöglichkeiten bietet. Neben der Beseitigung der verkehrlichen Defizite durch den Anbau eines Überholfahrstreifens erfolgt wegen des schlechten Zustands der Fahrbahn auch eine Sanierung des vorhandenen Oberbaus.

Die veranschlagte Bauzeit beträgt ca. sechs Monate. Zur Aufrechterhaltung des Verkehrs während dieser Zeit wird eine halbseitige Sperrung vorgenommen und der Verkehr mit einer Lichtsignalanlage geregelt. Zur Ausführung der Deckenbauarbeiten wird eine kurzzeitige Vollsperrung erforderlich: Der Verkehr wird währenddessen großräumig umgeleitet.


Hinweis: Der Planfeststellungsbeschluss vom 18.03.2016, die Planunterlagen und die Bekanntmachung können in den nächsten Tagen auch auf der Internetseite der Regierung von Unterfranken unter http://www.regierung.unterfranken.bayern.de unter der Rubrik „Planung und Bau“ > Straßenrechtliche Planfeststellungsverfahren > Aktuell laufende Planfeststellungsverfahren eingesehen werden. Maßgeblich ist jedoch allein der Inhalt der ausgelegten Unterlagen.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109