Presseinfo 106/16 — 15. April 2016


Baurecht für die Anpassung eines Absetz- und Rückhaltebeckens für die Entwässerung der A 3

Regierung von Unterfranken erlässt Planfeststellungsbeschluss

Würzburg (ruf) – Die Regierung von Unterfranken hat die Planfeststellung für den sechsstreifigen Ausbau der Bundesautobahn A 3 im Abschnitt Mainbrücke Randersacker - östlich Anschlussstelle Würzburg/Randersacker im Hinblick auf ein Absetz- und Rückhaltebecken bei der Mainbrücke Randersacker mit Planfeststellungsbeschluss vom 15.04.2016 geändert.

Auf Antrag der Autobahndirektion Nordbayern hatte die Regierung von Unterfranken schon am 30.06.2006 den Planfeststellungsbeschluss für den sechsstreifigen Ausbau der A 3 (Frankfurt – Nürnberg) im Abschnitt Mainbrücke Randersacker bis östlich Anschlussstelle Würzburg/Randersacker erlassen. Gegenstand dieser Planfeststellung war neben dem inzwischen abgeschlossenen Neubau der Mainbrücke Randersacker und dem sechsstreifigen Ausbau der Autobahn in diesem Bereich auch, die anfallenden Wassermengen der Oberflächenentwässerung der Autobahn einem Absetz- und Rückhaltebecken zuzuführen, das nördlich des westlichen Widerlagers der Mainbrücke Randersacker - also auf der Würzburger Mainseite - errichtet werden sollte. Schon damals sah die Planfeststellung vor, dass diese Beckenanlage auch der Behandlung und Rückhaltung von Oberflächenwasser der Autobahn dienen sollte, das teilweise im - später planfestgestellten - Nachbarabschnitt anfallen würde. Der am 17.12.2009 erlassene Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt Anschlussstelle Würzburg-Heidingsfeld - westlich Mainbrücke Randersacker passte die zeitlich vorhergehende Planfeststellung für die Mainbrücke Randersacker im Hinblick auf die anfallenden Mengen von Oberflächenwasser an.

Gegenstand der jetzt planfestgestellten Änderung ist, auf das Rückhaltebecken ersatzlos zu verzichten und das Absetzbecken nach Norden zu verschieben, sodass es in dem Bereich zu liegen kommt, in dem vorher das Rückhaltebecken vorgesehen war. Grund hierfür ist, dass im Jahr 2009, also drei Jahre nach der Planfeststellung für das Absetz- und Rückhaltebecken, das Trinkwasserschutzgebiet für die Winterhäuser Quelle festgesetzt wurde und sich die Beckenanlage nunmehr innerhalb der engeren Schutzzone des Wasserschutzgebiets befunden hätte. Da der Main leistungsfähig genug ist, kann - genau wie bei einem Absetzbecken der Autobahn auf der anderen Mainseite - auf eine Rückhaltung verzichtet werden. Das Absetzbecken wird sich künftig außerhalb des Trinkwasserschutzgebiets befinden.

Hinweis: Der Planfeststellungsbeschluss vom 15.04.2016 ist auch auf der Internetseite der Regierung von Unterfranken unter der Rubrik „Planung und Bau“ ⇒ straßenrechtliche Planfeststellungsverfahren veröffentlicht.


Pressesprecher Johannes Hardenacke, Tel. 0931/380-1109, Fax 0931/380-2109